Weihnachten ist nicht alle Tage

… aber warum eigentlich nicht?

Stellt sich zu Erst einmal die Frage, warum man denn täglich Weihnachten möchte. Aktuell kursieren in Foren, Twitter und „sozialen Netzwerken“ wieder die vielen Bilder und Beiträge, die die soziale Kälte „der Gesellschaft“ kritisieren, und sich wünschen, dass die Menschen immer so „offen“, „tolerant“ und „nächstenlieb“ sind wie eben zu Weihnachten.

Dabei stelle ich mir dann die Frage, was denn nun an Weihnachten so besonderes ist, dass so viele Menschen diese positiven Werte angeblich mehr leben. Zu erst … gar nix. Es ist ein Datum im Kalender. Ok, ja, Datum ohne Kalender ist komisch :D.
Aber!
Es ist wirklich erst mal nur ein Datum. Drei Tage nach dem jährlich immer zur fast gleichen Zeit statt findenden Ereignis, nämlich der Wintersonnenwende.

Ansonsten soll laut Geschichte der christlichen Kirche heute Nacht (also in der Nacht vom 24.12 auf den 25.12) Jesus geboren worden sein. Die Geburt eines solchen Menschen stelle ich nicht in Frage, auch die Geschichte mit dem Kreuz, also das Pontius Pilatus Herrn Jesus zur Kreuzigung verurteilte scheint ja historisch belegt zu sein. „Den Rest“, den die christliche Kirche zur Heiligsprechung und zum Mythos „Jesus Christus“ beigemengt hat ist mir persönlich absolut unwichtig.
Allerdings muss ich feststellen, dass ich gerade bei Menschen, die mir gegenüber erklären sie wären gläubige Christen (oder auch Muslime), die Werte „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ an den Tagen wo nicht Weihnachten ist, sehr sehr weit unterpriorisiert zu leben scheinen.

Oder um es anders zu formulieren … „den Glauben“ halte ich für verhandelbar, die Menschenrechte und die dazu herangezogenen Erkenntnisse von Platon und seinen Nachfolgern nicht!

Für wirklich sehr bedauerlich empfinde ich die anscheinend vorherrschende Haltung, dass diese moralisch ethischen Grundsätze, die deutlich älter sind als die christliche Kirche nur dann etwas „wert“ seien, bzw. beachtet werden müssten, wenn man „Gläubig“ ist.

Anders kann ich mir viele weltpolitische Ereignisse des Jahres nicht erklären, die einfach zeigen, dass selbst über 3000 Jahre später viele Menschen anscheinend immer noch davon überzeugt werden müssen, dass „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ auch Werte sind, die es lohnt gelebt zu werden, auch wenn nicht Weihnachten ist!

In diesem Sinne, allen ein besinnliches Fest wünscht euch
Bastian.

P.S: Sehr schön dazu auch der Artikel des Postillion von vor zwei Jahren:
http://www.der-postillon.com/2010/12/jesus-christus-hasst-weihnachten.html