Ich glaub mich würgt was …

… nämlich die Angst.
Die scheint viele Menschen in Deutschland zu würgen, und weil würgen ja sehr unangenehm ist, möchte man Angst nicht haben. Angst haben wir vor allem vor einer nicht finanziell abgesicherten Zukunft. Oder vor Achmed, dem Terroristen. Gut das wir nicht vor Klaus, dem Nazi Angst haben, kommt ja auch keiner auf die Idee Terrorzellen staatlich zu finanzieren. Aber ich schweife ab.

Bleiben wir bei der Angst im Allgemeinen. Durch bessere Überwachung bräuchten wir weniger Angst haben (http://bestandsdatenauskunft.de/), und Angst müssten dann doch nur noch diejenigen haben, die eh Dreck am Stecken haben. Dann ist das doch Super, also das mit der zusätzlichen Überwachung. Natürlich. Wenn man in die Köpfe der Menschen direkt reinschauen könnte eine klasse Sache. Kann man aber nicht! Damit ist das einfach ein Superfail, dem Glauben anzuhängen mit zusätzlicher Überwachung ein „Mehr“ an Sicherheit gewährleisten zu können.

Und noch ganz ohne den neuen Regelungen und Gesetzgebungen zur Bestandsdatenauskunft kommt dann so etwas daher:
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gekaufter-doktortitel-hausdurchsuchung-bei-bloggerin-a-895217.html

Da habe ich ja aktuell richtig Glück, dass mein Blog noch nicht so viel gelesen wird. „Verdachtsmomente“ biete ich in meinen Artikeln ja zur Genüge. Urheberrechtsverletzung … Aufruf zur Gewalt … Kommunistische Revolutionsgedanken … Blasphemie … Also … nein, eigentlich nicht, wenn man die Artikel aufmerksam liest. Aber so kann man die auch interpretieren. Man kann eben NICHT! in die Köpfe der Menschen reinschauen. Und das ist auch gut so!

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei

Das Problem der Piraten …

… ist … das sie derer viele haben. Ob es mehr Probleme sind, als dies andere Parteien haben wage ich zu bezweifeln. Andere. Das trifft es wahrscheinlich genauer. Und eventuell sind das gar keine Probleme. Ein „Problem“ kann für den Einen eines sein, für den Anderen aber nicht.

Was mich persönlich an den Piraten begeisterte war, zu mindestens hatte ich dies so verstanden, dass eben keine Top-Bottom Politik gefahren werden sollte. Jedes Parteimitglied ist gleich stimmberechtigt, und wie man an den bisherigen Bundesparteitagen gesehen hat (kann man in diesem Channel auf YT auch noch finden: http://www.youtube.com/user/PiratenStreaming) wird von dem Recht seine Meinung einzubringen sehr regen Gebrauch gemacht.

Das dieses … ich möchte es mal Grundcredo nennen … neue Probleme mit sich bringt liegt in der Natur der Sache. Das dann Parteimitglieder enttäuscht sind, dass Ihre Anträge nicht angenommen, oder auf der Zielgeraden noch zerpflückt werden ist auch verständlich.
Aber wer bitte kam denn auf den Gedanken, dass wenn alle gleich Stimmberechtigt sind, ein Antrag in der gleichen Geschwindigkeit beschlossen werden kann, wie bei den etablierten Parteien?
Wer kam auf den Gedanken, auf einem Bundesparteitag es so zu handhaben wie eben „die Etablierten“, der möglichst Einigkeit und Geschlossenheit für die Medien transportieren soll?

Das wiederspricht dem Grundgedanken, so wie ich diesen verstanden hatte. Mit diesem HickHack des Bundesvorstands hatte ich echte Probleme. Köpfe statt Themen … kurzfristig für FORSA und Co. wahrscheinlich auch eine sinnvolle Strategie, aber meiner Meinung nach schlicht nicht mit dem vereinbar, was für mich die Piraten sein sollten.
Eventuell habe ich das auch nur falsch verstanden. Und eventuell ist es logistisch anders tatsächlich nicht möglich, als mit der alt hergebrachten Top-Bottom Politik.

Nur dann sind die Piraten eben eine von vielen Parteien. Ok, sie nutzen das Internet deutlich intensiver als „die Etablierten“, und Aufgrund ihres Gründungszeitpunkt verstehen prozentual deutlich mehr Mitglieder dieser Partei etwas von dem, wenn mal wieder über so etwas wie die Bestands-Daten-Auskunft abgestimmt wird.
Aber reicht mir das dann noch, um meine Zeit und Energie in diese Partei zu investieren?

Ja. Auch wenn ich das mit dem Grundgedanken eventuell falsch verstanden habe, bzw. dieser sehr sehr schwer real umzusetzen ist. Weil nämlich ein mir unbekannter Mensch, der ein Gespräch zwischen einem Arbeitskollegen und mir auf der Heimfahrt im Bus mitbekommen hatte, in dem ich mal wieder über Alles und Jeden wetterte sagte:

„Demokratie lebt vom mitmachen! Einfach sich nur drüber aufregen, aber sich nicht einbringen, wird die Lage nicht verbessern.“

Welcher Partei dieser Mensch angehörte weiß ich nicht. Aber mit dieser Aussage hat er Recht!

Von daher sage ich ja, die Piraten mögen ihre Probleme haben. Aber es ist aktuell die einzige Partei in der ich es mir vorstellen kann, positiv auf die aktuell Lage einzuwirken.

Hat mal jemand ein Stop-Schild?

Nein, nicht das, welches eingeführt werden sollte um die Augen vor bestimmten Dingen zu verschließen. Ihr wisst schon, dass von der Leyen. Sondern eines, welches die bedingungslose Akzeptanz des Turbo-Kapitalismus und „Globalisierung“ stoppt?

Natürlich geht es uns in diesem System aktuell blendend. Wenn man dies mit anderen Staaten oder Regionen der Erde vergleicht. Aber wirklich niemand kann bestreiten, dass die Verteilung der „Reichtümer“ sehr ungerecht geregelt ist, und „in diesem System“ vor allem immer ungerechter wird!

Anders ist die Konzentrierung der Reichtümer auf immer weniger Personen nicht zu erklären. Wer diesen Zusammenhang bestreitet, dem empfehle ich 0,1% – Das Imperium der Milliardäre, ein Buch von Hans-Jürgen Krysmanski, Soziologe. Wer keine Lust hat, dass Buch zu lesen, der kann sich auch ein zwei Stunden Interview zu Gemüte führen, Konsumentengerecht aufgeteilt in zwei Teilen a eine Stunde:
http://www.youtube.com/watch?v=FCqt97Jw7uk
http://www.youtube.com/watch?v=GXN07ujNeME

Nach den vielen schwierigen Zusammenhängen hier noch etwas zum Entspannen:
http://www.youtube.com/watch?v=V0Llf7tB-uY

DSMDM: Heute: Der Markt

Das ist ein Blog-Eintrag, den habt Ihr bei mir schon häufiger gesehen. Dieser hier aber ist etwas besonderes, der ersten einer kleinen Reihe, die ich vorhabe zu schreiben. Klingt komisch, ist aber so!

Wer nun trotz des von mir gewählten Anfangs über die fünf Buchstaben und deren Bedeutung grübelt, es gab da mal eine Fernsehsendung, die Reihe gibt es glaube ich heute noch, und ist eine der deutschen Erfolgsgeschichten die man wirkliche gerne erzählt: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Sendung_mit_der_Maus

Ja, doch, ich muss mich als großer Fan der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“ outen. Die Art und Weise wie dort Wissen vermittelt wurde (und wohl auch immer noch wird, leider keine aktuelle gesehen), hat mich immer schon fasziniert. Natürlich würde man heute die Erklärungen auch komplexer vorgetragen verstehen, nur … stimmt das wirklich? Ich ertappe mich oft dabei das ich mir wünsche, bestimmte Fernsehformate würden genau diesen Stil der Wissensvermittlung verwenden. Nachrichten zum Beispiel.

Aber nein, wir sind ja „die Erwachsenen“, wir verstehen auch Zusammenhänge, wenn diese nicht in der Art von Herrn Maiwald oder Herrn Biemann vorgetragen werden.

Und genau an diesem Punkt ertappe ich mich auch sehr oft, dass ich daran wirklich zweifle. Eventuell glauben das auch manche Erwachsene, vielleicht sogar viele. Man weiß es nicht. Und aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, bestimmte Themen mal in diesem Geiste zu beschreiben. Deswegen also als neue eigene Reihe in „Bastis Welt“: Die Sendung mit der Maus, heute, der Markt:

Der Markt war früher ein Ort, an dem man Sachen tauschen konnte. Auch nach der Erfindung des Geldes gab es diesen Ort weiterhin, nur wurden dann nicht mehr Sachen direkt getauscht, sondern eben über den Umweg Geld. Das konnte man nämlich viel leichter transportieren, und, da es Geld in verschiedenen Größen gab, auch einfach bei der Handhabung. Tauschte man Sachen, also zum Beispiel ein ganzes Schwein, konnte es passieren, dass man nicht den kompletten Gegenwert für das Schwein erhalten konnte, und ein drei viertel Schwein ist in den meisten Fällen tot und transportiert sich deswegen auch nicht mehr selbst.

„Der Markt“ ist aber einer der Begriffe, die Ihre Bedeutung mit dem Laufe der Zeit verändert haben. Klingt komisch, ist aber so. Heutzutage versteht man unter „Der Markt“ das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage an Waren, Dienstleistungen und Rechten.

Aus dem Ort wurde also etwas, dass geregelt wird. Wer aber regelt den Markt? Auf diese Frage gibt es sehr viele Antworten, die Lieblings-Antwort der Menschen, die „dem Markt“ vertrauen lautet deswegen auch „der Markt“. An dieser Stelle wird es schwierig.

Der Markt regelt nur eines. Das “Der Markt” funktioniert. Angeblich gäbe es dann Wohlstand und Glück für alle. Das dem leider nicht so ist, belegen selbst Berichte, die von denen angefertigt werden, die dem Markt vertrauen. Dennoch wird das Stützen und Sichern des Marktes als Alternativlos angesehen.

Ende der Sendung.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151342669551583&set=a.402486811582.184264.352426141582&type=1