Quo Vadis …

… Wohin gehst du?

Zurück nach Rom? Hm, nein, danke, eine erneute Kreuzigung (oder auch meine Erste) muss ich nicht erleben. Petrus hat damit ja auch nicht die Besten Erfahrungen gemacht. Wobei man sich an dieser Stelle schon wieder die Frage stellen kann, ob das nun „gut“ oder „schlecht“ war. Also, der Gang nach Rom von Petrus.

Das mit dem Kreuzigen ist heutzutage ja nicht mehr modern, vor allem auch, da „man“ wohl gemerkt hat, dass sich damit ein bestimmter Typ von Märtyrer schaffen lässt. Mehrere Weltreligionen bauen darauf auf, die größten währen das Christentum und der Islam.

Interessant ist dabei, dass anscheinend Herr Jesus damals wohl nichts anderes gemacht hat, als zu reden, und nach dem zu leben! was er geredet hat. Gut, laut der Geschichtsschreibung der Kirche waren auch ein paar Wunder dabei. Aber lassen wir die beiseite. Sehr wahrscheinlich ist leider, dass wenn ein solcher Mensch wie Jesus heutzutage wieder in Erscheinung treten würde dieser sehr schnell in einer geschlossenen Anstallt landen würde. Also Vorausgesetzt er hätte den Zugang zum Tempel erhalten, und etwas von „Pharisäer“ und so murmeln dürfen.

Damit stellt sich natürlich aktuell die Frage, wohin Jesus denn heutzutage überhaupt gehen würde, um solche Missstände anzuprangern. Achso. Stimmt. Missstände haben wir heutzutage ja gar keine mehr. Also kann man diese Frage auch nicht beantworten. Uns geht es ja allen wunderbar. Wir leben in einem freien Land, mit freier Presse, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und freien Wahlen. Also das Paradies auf Erden.

Da „wir“ das ja schon geschafft haben, und unser Model die alternativlose eierlegende Wollmilchsau darstellt, wird diese Freiheitsbegriff auch gerne als Grund angeführt wenn Verbündete „irgendwo“ auf der Welt aus „humanitären“ Gründen einreiten. Schließlich möchten wir das Paradies auf Erden für jeden Menschen, und da es uns mit diesem System ja so gut geht, ist das ein echter Exportschlager. Hat damals bei den Kreuzzügen schon super funktioniert, diese Ideen überzeugend mit Waffengewalt zu präsentieren.

Macht man heutzutage darauf aufmerksam, dass unser System eigentlich nur deswegen so super funktioniert, weil andere Völker oder Regionen der Erde bis auf das übelste ausgebeutet werden, ist man schon sehr nah in der Ecke der Verschwörungstheoretiker. Vor allem wenn man dann noch wagt, den Kommentar abzugeben, dass die Mittel, mit denen wir unsere aktuelles System verteidigen möchten die angeblichen Grundlagen „unseres“ Systems ad absurdum führen. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel von daher einfach ein „Weiter so“, wird schon werden …

 

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