Vertrauen vs. Sicherheit

Ja wieso denn nun bitte Vertrauen gegen Sicherheit? Wenn es „Sicher“ ist, vertraue ich „dem Ganzen“ doch.

Soweit so gut. Das große Problem dabei ist nur, dass um sich „sicher“ zu fühlen, oftmals Bedürfnisse anderer Missachten werden müssen. So zu mindestens versucht „man“ uns unter unterschiedlichsten Buzz-Words das aktuelle Hick-Hack um PRISM/GHCQ und Co. zu verkaufen.

Unserem aktuellen BIM (Bundesinnenminister) kommen bei den Erklärungsversuchen zu dieser Thematik dann auch recht merkwürdige Begriffe in den Sinn wie zum Beispiel das „Supergrundrecht“ auf „Sicherheit“. Eigentlich muss man mit unseren Politik-Eliten aktuell wirklich Mitleid haben. Müssen Sie uns (normaler, führungsbedürftigen Bürger) doch aktuell erklären warum und wieso der Zweck die Mittel heiligt, obwohl, so zu mindestens schienen viele Bürger in der BRD und auch in anderen Ländern das verstanden zu haben, die Grundlage Ihres Handelns und Strebens ein Rechtsstaat sein sollte.

Natürlich werden in einem Rechtsstaat auch Fehler gemacht (Im Fall Molath scheint es derer vieler zu geben). Allerdings gibt es zu einem Rechtsstaat Gesetze. Zum Beispiel das Grundgesetz. Grundlage eines Rechtsstaat ist auch, dass diese Gesetze einsehbar sind. Sonst kann man sich an diese nicht halten.

Wenn nun aber herauskommt, dass es neben diesen einsehbaren Gesetzen noch Geheim-Gesetze gibt, die teilweise sogar das Grundgesetz aushebeln … ist das dann immer noch ein Rechtsstaat?
Abhören im Adenauer-Deutschland und in Neuland (Artikel, Telepolis, heise).

Wenn sich dann weiter herausstellt, dass es für die Personen, denen wir Bürger unser Vertrauen geschenkt haben (per Wahl), kein Problem zu sein scheint, dass es eben so ist, wie es aktuell ist, erhällt dieses Vertrauen einen sehr starken Dämpfer.

Dann fühle ich mich als Bürger nicht sicher vor meinen Politikern!

Wenn der durchaus richtige Ansatz von Frau Merkel, diese Probleme in globalen Gesprächen klären zu müssen als Highlight gefeiert wird frage ich mich natürlich … warum denn erst jetzt? Und, was bitteschön möchten die klären? Das es doch besser wäre, wirklich einen Rechtsstaat zu haben?

Ähm … das sollte doch aber die USA, Frankreich, UK usw. schon längst sein, oder? Also … die Länder, die dem guten kapitalistischen System angeschlossen sind, sind doch alles Rechtsstaaten. „Die Bösen“ sind entweder kommunistisch, oder islamistisch.

Wenn man dazu allerdings in Betracht zieht, dass es Geheimorganisationen gab und gibt, die versuchen bestimmte Strömungen zu unterbinden (Gladio z.b.), und dafür auch nicht vor Aktionen zurückschrecken, die unter sogenannter „Falscher Flagge“ geführt werden, fühle ich mich vor meinen Politikern immer weniger sicher. Und die Grundlage unseres Handelns, den Rechtsstaat, gibt es dann wohl nur auf dem Papier.
9/11, die NATO und der Krieg

KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 1) (50 Min, YT-Video)
KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 2) (50 Min, YT-Video)

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