Es war einmal in Amerika …

… da gab es Indinaner (also eigentlich indigene Völker Amerikas). Ganz ausrotten konnten „wir“ (europäische Auswanderer) „die“ nicht, aber das ist vermutlich nicht unser Verschulden.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen muss man sagen, dass auch in Amerika solche Gedanken wie „Humanismus“, „Toleranz“ und „Gleichberechtigung“ bei politischen Entscheidern und im „Volk“ allgemein vorhanden sein müssen. Sonst wäre so etwas wie der 13. Zusatzartikel (das ist die Story mit Lincoln) nicht möglich gewesen.

Gut, bis zur kompletten Abschaffung der Rassentrennung hat es dann noch etwas gebraucht, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Fakt ist aber, dass es bis 1964 offiziell eine nicht Gleichbehandlung von Weißen und „Schwarzen“ gegeben hat.

Was hat dies mit unserer aktuellen Lage zu tun? Also, ich meine so Themen wie Bundestagswahlk(r)ampf, PRISM, amerikanisches Wirtschaftssystem(Ideologie) und USA als Weltpolizei.

Meiner Meinung nach unheimlich viel. Der wirtschaftliche Erfolg Amerikas ist vor allem durch den Raubbau an Natur und! Mensch begründet. Bodenschätze, die vorher den Indianern gehörten, Sklaven, die geraubt aus ihrem Land, oder auch gleich in die Sklaverei geboren wurden und so weiter und so fort.

Aber, DAS! ist nichts ungewöhnliches. Haben die, die in Europa geblieben sind auch so gemacht. Gut, teilweise wurde Sklaverei früher abgeschafft, und so furchtbar viel Land gab es dann ja auch nicht mehr zu holen (also das mit Bodenschätzen), als Afrika auf dem Reißbrett aufgeteilt war.

Mein Problem sind ehrlich gesagt nicht die Amerikaner. Die stehen für mich sozusagen stellvertretend für das aktuelle Wirtschaftssystem(Ideologie). Das Problem ist die Macht, die Amerika konzentriert hat. Unabhängig, ob das nun die militärische,  finanzielle oder Medien Macht ist.

Es gab (und gibt vereinzelt noch) immer wieder Bestrebungen, den Kapitalismus zu zügeln. In den letzten acht Jahren nicht mehr so wirklich, davor unter Rot-Grün eigentlich das genaue Gegenteil von „zügeln“ und davor … ja, da gab es die deutlich deutlicher. Also … meine Finger finden kaum noch die Tasten, aber die Gesetzgebung unter Kohl war deutlich sozialistischer als nachfolgend Rot-Grün.

Kapitalismus als Wirtschaftssystem lehne ich nicht ab. Was ich ablehne, ist das Mantra, dass „der Markt“ das selbst regelt. Der Markt regelt nur eines! Dass das Kapital bei manchen mehr wird. Die Deregulierung des Finanzmarktes unter Rot-Grün zeigt das mit der nachfolgenden Immobilienblase und der darauf folgenden „Euro- Krise“ für jeden nachvollziehbar.

Äußert man aber, dass bestimmte Bereiche im Wirtschaftssystem eben doch staatlich reguliert gehören, ist man automatisch Kommunist. Herr Pispers erklärt das ganze deutlich unterhaltsamer:
http://www.youtube.com/watch?v=ZRoMP_V3zDU

Aber was bitte hat die Einleitung mit den aktuellen Geschehnissen zu tun? Ganz einfach. Wir folgen aktuell unreflektiert einem System welches nicht „human“ ist. Statt Kapitalismus oder Kommunismus hätte ich gerne Humanismus als Wirtschaftssystem. Und wir lassen uns von einem Land (USA) diktieren, wie wir uns sicher zu fühlen haben. Und um uns sicher zu fühlen, schlucken wir jede noch so große Kröte:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/pofalla-nebelkerzen-no-spy-abkommen