Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten …

Mit diesem Credo wurde letztendlich vor der Bundestags-Wahl die NSA Affäre für „beendet“ erklärt. Unser BIM faselte irgendwas von einem „Supergrundrecht“ auf Sicherheit.

Wenn man dieser Argumentation folgt, hatte Frau Merkel massiv etwas zu verbergen. Nur … war das etwas, was auf ihrem Handy geschah? Nein, eher nicht. In der Nebelwolke der Empörung über die späte (und damit für viele unechte) Empörung von Frau Merkel kam still und heimlich:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/29/merkel-gibt-widerstand-auf-deutsche-muessen-europas-banken-retten/

Irgend ein „Vertrauen“ zu unseren „Polit-Eliten“ stellt sich damit bei mir allerdings nicht ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VHuso4jIcps (29.10.2013 Nichtwissen – bis neulich Dienstag Volker Pispers!)

Am Ende vom Oktoberfest …

… bin ich mittlerweile sehr glücklich, dass es vorbei ist :D.

Natürlich, liegt in erster Linie daran, dass ich nur noch sehr sehr selten Alkohol trinke. Ist bei mir gesundheitlich bedingt. Bluthochdruck. Auf deutsch, ich vertrage zwar sehr viel (meine Frau sagt immer zu viel), habe aber mittlerweile das Problem, dass ich nach einem ordentlichen Vollrausch ca. zehn Tage lang einen messbar höheren Blutdruck mit mir rumtrage als ohne einen Vollrausch auf Alkohol.

Allerdings verurteile ich auch keinen dafür, dass er die Wiesn toll findet, und sich da gerne das Licht ausbläst … habe ich schließlich selbst lange genug so gemacht. Auch die Alkoholleichen, die man in diesen zwei Wochen überall im Umkreis von München antrifft … ja mei … gehört halt „dazu“.

http://www.muenchenkotzt.de/
zeigt natürlich nur die krassesten Entgleisungen, aber … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Heute, am Sonntag, hatten wir wieder Besuch von einer guten Freundin. Die erzählte dann auch gleich, wie sie die letzten zwei Wochen so überlebt hat. Sie selbst trinkt auch keinen Alkohol mehr, war aber einen Tag Vormittags mit zwei befreundeten Pärchen auf dem Oktoberfest. Sie selbst hat es Nachmittags verlassen, weil … wird zu voll, und die Massen an Besoffenen sind, wenn man selbst keinen Alkohol zu sich nimmt dann halt immer schwerer zu Ertragen.

Die Storys die dann aber so „nebenbei“ raus gekommen sind, waren zwei längere Beziehungen zu Bruch, und eine Freundschaft. Na gut äh … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Der eigentliche Grund dieses Beitrags war aber das Gespräch mit meiner Frau beim Abendessen. Wie würde ein Fest, wie das Oktoberfest ausschauen, wenn dort andere Drogen als Alkohol verabreicht werden würden? Also … welche Klamotten, Fahrgeschäft, logistischen Aufbau und so weiter … eine meiner Meinung nach furchtbar interessante Frage.

Nehmen wir als erstes Beispiel THC. Statt einer „Maß“ gibt es dann „ne Bong“. Oder eventuell nur „ne halbe Bong“. Klamotten technisch wäre dann vermutlich so die Birkenstock-Müsli-Fraktion die Tonangebende. Bei den „Fahrgeschäften“ wird es aber echt schwierig. Alles was so schnell wackelt und rast ist auf THC ja eher „uncool“. Aber gut … ich könnte mir auch Buden vorstellen, die Tonkneten oder malen mit Fingerfarben anbieten. Der logistische Aufbau allerdings wäre vermutlich genau der gleiche, wie zum echten Oktoberfest. Mit vermutlich einem ganz gravierenden Unterschied … weniger Personalbedarf bei unseren Polizisten, da sehr wahrscheinlich die Anzahl der Gewaltdelikte deutlich niedriger wären, als beim „echten“ Oktoberfest. Belegen tun dies übrigens Statistiken zu Gewalttaten bei Europameisterschaften. Aus irgend einem Grund war die Anzahl solcher Delikte bei der Europameisterschaft in Holland/Belgien deutlich geringer als in allen anderen Ländern. Woran das wohl gelegen haben mag? Musikalisch letztendlich … hm … vermutlich nix besonderes … eher Lala … und schöne Welt Lieder ..

Nehmen wir als nächstes Amphetamin. Statt einer Maß gibt es nen Spiegel, ne Rasierklinge und nen Ziehröhrchen … bestellen kann man entweder nen halbes Gramm „so“ oder schon „ziehfertig“. Klamotten technisch … nix besonderes, geht durch alle Schichten. Fahrgeschäfte? Ja … alles wo man sich austoben kann … bis zu Buden, wo man mit Lego, Fischer-Technik und weiß der Geier was spielen kann. Logistik? Ja, wird anstrengend, vor allem da man noch Personal auch zwei Tage nach den Amphetamin-Wiesn braucht ;). Musik? Vermutlich alles was schnell und laut ist :D.

Das kann man so eigentlich mal für alle Drogen (LSD, MDMA, Heroin, Kokain) durchspielen. Und sich dann am Ende eventuell die Frage stellen, ob die Drogenpolitik Deutschlands, die ideologisch immer noch auf den ersten „War on Drugs“ aufbaut so der richtige Weg ist.

http://www.spiegel.de/panorama/wiesn-zuende-oktoberfest-zieht-bilanz-fuer-2013-a-926355.html
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/israel-marihuana-100.html

http://www.youtube.com/watch?v=dVGKg9ejzZc (Störsender.tv / 23 min. Video)