Alle Menschen sind gleich …

… aber manche sind gleicher.

Richtig, „Farm der Tiere„, ein Roman von Georg Orwell, den man ja sonst nur für „1984“ verantwortlich macht ;).

Dieses beiden Bücher, als natürlich auch die verfilmten Versionen davon z.b. Aufstand der Tiere„, sowie „Die Welle“ und „Wer den Wind sät“ waren rückschauend neben der Erziehung durch meine Eltern die Werke die ich heute anführen würde, um mein moralisch ethisches Weltbild zu beschreiben.

Allerdings wurde mir eben auch sehr früh beigebracht, keinen Menschen Aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion oder einer erkennbaren Behinderung abzulehnen. Ich wusste mit sechs Jahren, was man bei Epileptiker machen muss, damit der sich bei einem Anfall möglichst wenig verletzt. Anwenden konnte ich das einmal in der U-Bahn in Berlin … die Blicke der Leute drum rum … Wahnsinn … nein, der beißt nicht, der hat nen Epi … einmal Krankenwagen bitte, danke …

Später habe ich dann gelernt, dass die besten Rollstuhlfahrer-Witze Rollstuhlfahrer erzählen, und sich ein Epileptiker nicht auf den Schlips getreten fühlt wenn man den Anfall selbst „Epi“ nennt. Mit einer Behinderung zu leben geht nämlich … und das auch gut. Was verletzt ist das „Abwertende“, dass Gefühl vermittelt zu bekommen nicht ganz „funktional“, „komplett“ zu sein.

Was? Ach so … welche Behinderung ich habe? Nichts dramatisches. Sehschwach. Ab meinem sechsten Lebensjahr Brille. Klar, nicht vergleichbar mit Rollstuhl, Epi oder anderen „voll krassen Sachen“. Und doch. Ja. Man mag es sich nicht vorstellen, aber, auch eine Seh-Behinderung ist eine Behinderung. Klar, die ist leicht „abstellbar“. Brille. Allerdings … der Umgang mit „Brille“ steht für „Kinder“ anscheinend auf keinem Lehrplan :D.

Ja, sorgfältig behandeln … putzen wenn man nix mehr sieht … das bekommt man gezeigt. Aber … was macht man im Sport? Und kommt mir jetzt nicht mit „Sportbrillen“ … schon mal mit ner Sportbrille „geköpft“ beim Fußball? 😉

Aber solche Feinheiten, dass man eben nicht jede Mütze tragen kann, weil einem die Bügel der Brille die vom Kopf schieben, dass sagt einem keiner. Das bestimmte Sportarten dann einfach „doof“ sind (man halt auf die Sehhilfe verzichten sollte, wenn man diese unbedingt betreiben muss), bekommt man noch vermittelt (schließlich kosten die Dinger richtig Geld).

Aber mir ging es um das Ausgrenzen. Und das erfährt man als Brille tragendes Kind dann eben doch. Natürlich, nichts ist fieser als Kinder untereinander. Aber das sind nicht die Dinge, die „hängen“ bleiben. Viel eher die Selbstverständlichkeit, der „besser sehenden“ das man eben „sehen“ kann. Immer. Egal ob die Brille nun beschlägt, oder eben nicht … Einschlafen mit Buch in der Hand … ist für Brillenträger eher selten.

Also … komische Reaktionen anderer Menschen noch einmal hinterfragen … vielleicht war das ja ganz anders gemeint, und die „komische Reaktion“ hat einen nachvollziehbaren Hintergrund … wenn sich beide Menschen die Zeit nehmen wollen und können, kann man damit unheimlich viel Frust und Unverständnis aus der Welt schaffen.

http://www.youtube.com/watch?v=8TJxnYgP6D8 (Kids React to Gay Marriage)

http://www.youtube.com/watch?v=fn_71-bMwmw (O anúncio que esta a comover o Mundo)

http://raul.de/leben-mit-behinderung/10-dinge-die-alle-eltern-ihren-kindern-uber-behinderungen-beibringen-sollten/

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