Das Henne oder Ei Problem …

Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen, dass „Drogen“ eine schlimme Sache ist, und „die Drogen“ „eines der großen Probleme“ „unserer Zeit wären.

Bezogen auf Kokain (1855/1860), Heroin (1873 / 1896), N-Methylamphetamin (1893 / 1934) und natürlich Cannabis (wohl seit Menschengedenken). Da diese Substanzen ja im Bezug auf „die Menschheit“ bis auf Cannabis sehr sehr neu sind ging ich automatisch davon aus, dass Drogen die Drogen-Sucht auslösen. Schließlich lautet der Slogan ja „Keine Macht den Drogen!“ und nicht „Wieder den suchtauslösenden Lebensumständen!“.

Wenn man sich mit der Thematik „Sucht“ im späteren Leben auseinander setzen muss, lernt man zwangsläufig, dass es „Sucht“ durchaus ohne „Drogen“ gibt. Spielsucht und Alkoholsucht sind sehr gut dokumentierte Probleme seitdem Menschen die Schrift erfunden haben. Unter „Sucht“ verstehe ich ein Verhalten, dass man Dinge tut, die von der aktuellen Gesellschaft geächtet werden und die die erkennbare Gefahr beinhalten, seine eigene Situation zu verschlechtern.

Schwierig wird es dann, wenn man zusätzlich zu der Erkenntnis kommt, dass „Drogen“ und „Medikamente“ oftmals (eigentlich immer) genau das Gleiche sind. Eine meiner Großmütter zum Beispiel war Schmerzmittel-Abhängig. Mit schwerer Arthrose und Rheuma spricht man dann natürlich vom Medikamenten-Missbrauch. Nun sind aber „Drogen“ nichts anderes als Substanzen, die nicht kontrolliert vom medizinischen Umfeld konsumiert werden um Wahrnehmungs-Veränderungen herbeizurufen, statt zu Ihrem „ursprünglichen“, von der Pharmaindustrie vorgesehenen Grund verschrieben und genommen zu werden.

Obwohl ich mich schon recht lange mit der Thematik Sucht beschäftige ist mir erst gestern „die Erkenntnis“ gekommen, dass nicht die Drogen „das Problem“, sondern eigentlich nur ein „Symptom“ darstellen. Die Drogen sind nicht „die Ursache“, sondern der Umstand, dass wir es uns „leisten“ können eine Sucht zu entwickeln!

Warum aber wird dann so wenig Energie in die Aufklärung von „Sucht“ gesteckt? Dem eigentlichen Problem? Weil man mit „den Drogen“ einen dankbaren Feind hat! Drogenmissbrauch kann man belegen. Man kann Tests durchführen und die Ergebnisse sind rechtlich verwertbar. Damit sind „die Drogen“ für jeden erkennbar „der Grund“, warum es Kriminalität gibt … also „das Böse“ im Destillat.

http://www.youtube.com/watch?v=avDmn1K-_w4 (Drugs, Inc.: San Francisco Meth Zombies (Full Episode), 44:13 Min)
http://www.youtube.com/watch?v=QppeXpxFyvo (Fresno – The City Addicted To Crystal Meth (Louis Theroux Documentary), 56:44 Min)

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http://www.youtube.com/watch?v=GsGiRrwDOGg (kenFM, 45:16 Min)