Du scheiß Nazi …

Wer kennt es nicht, der in Deutschland zur Schule gegangen ist? Das doch recht häufig vorkommende Thema „Natioanalsozialismus“ bzw. Weltkrieg Nr. 2 und dem Typen mit dem markanten Schnauzbart und der Tatsache, dass ein ganzes Volk dazu gebracht werden konnte, andere Menschen fremdbestimmt wie eine Maschine vom Leben in den Tod zu befördern.

Beim letzten Punkt bin ich auch der Meinung, dass es dieses Thema eigentlich nicht „zu häufig“ im Lehrplan einer Schule geben kann.

Ich selbst bin in Berlin (damals noch „West“) zur Schule gegangen. 1980 – 1990. Von der vierten Klasse an, gab es kein Schuljahr in dem dieser Themenkomplex nicht auf dem Lehrplan stand. Man kann also davon sprechen, dass dieses Thema sehr wichtig war, „uns Kindern“ näher zu bringen.

Aufgrund des Umstands, dass sich „so etwas“ nie wiederholen darf, dass Menschen andere Menschen als Nichtmenschen betrachten, und mit ihnen entsprechend verfahren halte ich das Thema auch für „sehr wichtig“.

Wenn man sich allerdings den weiteren Werdegang der Weltgeschichte seit 1945 anschaut, ist man versucht zu schreien: „ALTER! In der Schule nie das Thema NS-Sozialismus und Judenverfolgung gehabt?“.

So liest man auch in Wikipedia beim Eintrag „Nationalsozialismus„:

Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitischerassistischeantikommunistische und antidemokratische Weltanschauung.[1] Er entwickelte sich aus seit den 1880er Jahren aktiven diversen völkischenVorläufergruppierungen der wilhelminischen Ära im deutschen Kaiserreich und in Österreich-Ungarn. Nach demErsten Weltkrieg wurde er ab 1919/20 zu einer eigenständigen politischen Bewegung im deutschsprachigen Raum, die sich neben marginalen Details von ideologisch ähnlichen Bewegungen wie dem in Italien 1922 zur Macht gelangten Faschismus vor allem durch eine extreme Judenfeindlichkeit unterscheidet.

Wat? Wie? Deutschland war nicht das einzige Land, in dem sich eine faschistische Ideologie breit machen konnte? Was ist das eigentlich dieser „Faschismus“? Da sind sich selbst die Historiker nicht einig. Die einen möchten Faschismus nur für den italienischen Faschismus nutzen, „die Anderen“ halten „Faschismus“ als Gattungsbegriff nur für die „Bewegungsphase“ für sinnvoll. Bitte was? Gesundheit? Ach so … http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus

Also schon beim Begriff „Faschismus“ sind sich die Menschen nicht einmal einig, was genau das nun sein soll: http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie

Für mich ist Faschismus recht einfach definiert:
Eine Gruppe von Menschen entscheidet, dass es bestimmte Merkmale gibt, so das andere Menschen nicht zu dieser Gruppe gehören können oder dürfen. Die nicht zu dieser Gruppe gehörenden Menschen sind keine „richtigen Menschen“, „bei denen“ müssen also Erkenntnisse des Humanismus nicht beachtet werden.

Wer mit dieser Definition einverstanden ist, kann erkennen, dass zum Beispiel jeder Fan eines Fußballvereins etwas faschistoides in sich hat. Die Sportart ist allerdings nicht das entscheidende ;).
Bitte was? Man kann doch nun bitte nicht Fans eines Vereins mit den Gräueltaten von Hitler vergleichen. Schließlich schicken Fans von Bayern München keine Fans von Dortmund in die Gaskammer!

Bei manchen Fans liegt das aber doch nur an der Verfügbarkeit der Mittel … und nicht am humanistischen Grundgedanken!

Aua …

Somit ist der Zionismus für mich ganz klar Faschistisch! Da ich ein Mensch bin, der in Deutschland geboren wurde, und die deutsche Staatsbürgerschaft inne hat (sogar einen Ausweis, der mich zum Personal Deutschlands erklärt) höre ich es jetzt schon schreien: „Scheiß Nazi“.

Wie kann ich es nur wagen, als „Deutscher“ den Juden in Israel Faschismus vorzuwerfen? Schließlich ist das „nur“ ein Nationalismus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus

Aha … dann war Hitler also auch nur ein Nationalist, und kein Faschist.

Der letzten Aussage werden wohl nur sehr wenige zustimmen. Zum Glück!

Bei der Aussage, dass die Amerikaner extrem faschistisch sind vermutlich wieder nicht … woran das nur liegen mag.