Die Schuld

Damit bin ich aufgewachsen.

Der Schuld. Der eigenen. Also, nicht der Persönlichen, aber die, die vom deutschem Volke ausging.

Dem deutschen Volke. Herje, was für ein Terminus. Bei dem verspüre ich körperliches Unbehagen.

Natürlich ist die Frage nach „der Schuld“ eine bedeutende. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse aber tatsächlich zweitrangig, wenn die gleichen Fehler erneut begangen werden.

Die Menschen der Völker, Glaubensrichtungen und Systeme werden erneut aufeinander gehetzt. Diesmal ist „der Feind“ dann nicht der Jude, sondern der radikale Islamgläubige oder eben der Kommunist.

Damit möchte ich die Verbrechen der Nazi-Zeit nicht relativieren.
Ich habe Angst davor, dass solche Verbrechen wieder möglich werden. Dieses mal dann nicht „wissenschaftlich-genetisch“ begründet. Eventuell nicht in Deutschland. Aber in anderen Teilen der Welt.
Ich habe Angst davor, dass „Krieg“ als eine „Lösung“ angesehen wird.

Krieg kann nur zerstören. Krieg bringt nichts „in Ordnung“. Natürlich. Wenn der Krieg dann läuft, dann sollte eine Partei ihn gewinnen, damit er schnell vorbei ist.

Aufgeben? Nein, wir nicht.

Vielleicht wäre aber genau das die richtige Idee … den Krieg aufgeben, bevor er beginnt!