Warum Cannabis nicht verboten sein sollte

Weil der Nutzen dieser Pflanze unheimlich groß ist.

Natürlich kann man argumentieren, dass wir in unserer Gesellschaft nicht noch eine weitere legale Droge benötigen. Schließlich verursachen Drogen Folgekosten im Gesundheitssystem.

Manche meinen auch, dass Verbot sei das deutlichste Signal, dass man die Finger von dieser Droge lassen sollte, und man durch eine Legalisierung erst Recht die Neugier wecken würde. [1]

Dummerweise wird in Deutschland trotz Verbotes Cannabis konsumiert, und das nicht wenig. Je nach Statistik zwischen zwei und vier Millionen. Die Legalisierungserfahrungen anderer Länder haben auch gezeigt, dass die Gruppe der regelmäßigen Cannabiskonsumenten nicht signifikant steigt, wenn Cannabis legalisiert wurde.

Im Unterschied zu den bei uns bereits legal erhältlichen Drogen: Alkohol, Tabak, Koffein, Nikotin sowie das Portfolio der Pharmaindustrie, hat Cannabis neben dem großen medizinischen Nutzen eben auch einen für die verarbeitende Industrie.

Letztendlich war es tatsächlich dieser Nutzen, der erst zum weltweiten Verbot von Cannabis führte. Das Deutschland vorher schon ein offizielles Verbot erlassen hatte, ist eher vernachlässigbar. [4]

Die Gefahren von Cannabis dürfem nicht misachtet werden. Allerdings ist zu befürchten, dass eben genau wegen des Verbots die Züchtungen auf maximalen THC-Gehalt vorangetrieben wurden. THC gilt als der Stoff, der Psychosen begünstigt. [5]

Allerdings hat der Menschliche Körper für die Verarbeitung von Cannabinoiden ein eigenes System. Für Alkohol hat er dies nicht. [7]

Die Kosten für die Durchsetzung des Verbots, die der Allgemeinheit aufgehalst werden, sowie die Rechtsunsicherheit stehen aus meiner Sicht in keinem Verhältnis zum Nutzen des Verbots.

Zusätzlich gibt es eine große Gruppe von Menschen, denen Cannabis als Medizin vorenthalten wird, da Cannabis verboten ist.

Ich habe noch keine Berichte darüber gesehen oder gelesen, dass ein Arzt gerne Alkohol oder Nikotin verschrieben hätte, wohl aber viele, wo er gerne Cannabis verschreiben würde.

Zu mindestens wäre das Cannabiskontrollgesetz der Grünen ein Schritt in die richtige Richtung, ich bin jedenfalls sehr auf das Ergebnis gespannt. [6]

Quellen:
[1] BürgerForum live – Streit um Cannabisfreigabe
[2] Kiffen – 7 Dinge, die Sie wissen sollten!
[3] Harry Anslinger
[4] Cannabis Verbot – Wie Heroin über Cannabis siegte
[5] Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn
[6] Cannabis als Medizin – LINKE haken nach
[7] Endocannabinoid-System

 

 

 

Unsere Medien, einmal live erlebt …

Viel ist ja in den letzten Tagen, und auch heute über die Qualität unserer Medien zu lesen. Stichwort Meinungs-Manipulation. Sehr schön auch zusammengefasst von Ranga Yogeshwar in diesem Interview.

Seit heute Abend habe ich selbst Erfahrung darin, wie es die ÖR schaffen, selbst bei einer Live-Sendung das angeblich vorherrschende Meinungsbild für den Zuschauer am Fernsehgerät zu manipulieren.

Thema der Sendung war „Streit um Cannabis-Freigabe“, im Rahmen der Sendereihe „Bürgerforum live„.

In der Süddeutschen Zeitung wurde dazu vorab ein Artikel veröffentlicht, dass man, wenn man sich telefonisch vorab melden würde, und an einem Vorgespräch teilnimmt, man dann auch als Gast in der Sendung zu Wort kommt.

Im Rahmen des Vorgesprächs, was zwei Tage vorab in Freising im Gasthaus zum Löwen abgehalten wurde, wurden dann die Positionen derjenigen, die in der Sendung etwas sagen möchten abgefragt. Bis auf eine Contra-Position gab es dort nur Pro-Positionen. Diese fast durchweg sinnvoll begründet, und meistens auch gut vorgetragen.

In der eigentlich Sendung dann allerdings gab sich Pro und Contra eher 50 – 50 .. die Contra Argumente alle wohlbekannt und aus meiner Sicht ideologisch Begründet auf den privaten Feldzug von Herrn Anslinger. Hierzu kann ich auch eine Sendung vom WDR sehr empfehlen:
Kiffen – 7 Dinge, die Sie wissen sollten!

Ich bin tatsächlich auch zu Wort gekommen, konnte aber in der Kürze der Zeit meinen eigentliche Begründung gar nicht mehr vorbringen. Habe ich mich leider zu schlecht vorbereitet. Dies ging aber nicht nur mir so, sondern was extrem auffiel, dass von allen Pro-Rednern maximal ein zwei Argumente vorgebracht werden konnten, den Contra-Rednern aber dafür um so mehr Zeit eingeräumt wurde.

Das live zu erleben war für mich extrem spannend, sollte ich es nochmal ins Fernsehen schaffen werde ich mich da deutlich besser vorbereiten.

Ach ja, hier noch die Sendung:
https://www.youtube.com/watch?v=G4qbQNIH9RA

P.S:
Einen sehr schönen Artikel zum Verbot von Cannabis in Deutschland wurde mir auf Facebook empfohlen:
http://www.mz-web.de/politik/-cannabis-verbot-wie-heroin-ueber-cannabis-siegte,20642162,30104838.html

 

Tolle Werte …

… mit denen ich aufgewachsen bin.

Ihr wisst schon, so dieser westliche Werte-Kanon von Freiheit, Demokratie, Solidarität, Frieden, Nächstenliebe.

Mein Großvater brachte mir sehr früh bei, dass man für andere Gehbehinderte oder ältere Leute den Sitzplatz räumt. Dazu muss man aber auch schauen, und sich seiner Umgebung bewusst sein. Eher ein Auge für die Nöte des Nächsten haben, als für die Eigenen. Macht gebiert Verantwortung. Und sei es nur die Macht einen Sitzplatz zu räumen.

Nun haben wir 2015, und ich kann selbst mit sehr gutem Willen nicht sehen, dass die, die Macht ausüben auch nur ansatzweise etwas von diesem westlichen Werte-Kanon vertreten. Unsere Politikschauspieler nicht, und deren Auftraggeber, der Geldadel erst recht nicht.

Religion sei das Opium für das Volk schrieb Marx, heutzutage nennt sich das eben „westlicher Werte-Kanon“ … den man auch unbedingt am Hindukusch und sonst wo auf der Welt verteidigen muss.

Wer die Pervertierung dieses Kanons sehen möchte, der muss nur in die Ukraine schauen. Oder nach West-Papua. Oder hier nach Deutschland, wenn man sich das gekrampfe um TTIP und CETA näher anschaut.

Ausreichen würde dazu allerdings auch der Blick auf die Straße. Wenigstens saufen die Jungen genügend, dass die Alten vom Flaschenpfand leben können.