Muss ich jetzt fliehen?

Zugegeben.
Zum aktuellen Zeitpunkt wäre das vermutlich übereilt, überhastet.
Man kann ja erst einmal abwarten.

Aber beschäftigen tut mich das als Betroffener schon. Was genau? Na Polizeiaufgabengesetz und das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz. Als Videokommentar hier gut zusammengefasst:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/prantls-politik-die-csu-im-sicherheitsrausch-1.3956327

Meine Befürchtung ist, dass die Gesetze zwar vor der Ratifizierung noch angepasst werden, dass eigentliche Problem aber, dass zukünftig psychisch kranke generell rechtlich anders behandelt werden als „normale“ kranke … das, so befürchte ich wird sich nicht ändern.

Und auch die Übergriffe auf das Grundgesetz, die mit dem Polizeiaufgabengesetz einhergehen werden eventuell abgeschwächt, dass Grundproblem aber, Abbau von Grundrechten zugunsten der gefühlten Sicherheit, dieses Geistes Kinde wird wohl Bestand haben.

P.S: Als Symbol würde sich ja

anbieten, was ich mir dann auf die Jacke sticken darf …

[Update 24.04.2018]
Teilweises zurück rudern …
http://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-staatsregierung-entschaerft-umstrittenes-psychiatriegesetz-1.3956804

Gesund …

… werden wir langsam.
Ja … aber das erzählst doch seit fünf Jahren ….
Korrekt, allerdings wird es mit meiner Erkrankung ein Gesund wie bei einem gebrochenen Bein nicht geben. Ich kann nur versuchen so gut wie Möglich mit der Krankheit zu leben.

Aktuell habe ich mal wieder eine medikamentöse Umstellung, scheint aber gut zu funktionieren, doch, der Reihe nach.

Im Oktober letzten Jahres machten sich Schmerzen im linken Oberschenkel bemerkbar. Und zwar so penetrant, dass ich davon Nachts aufwachte. Als erstes war ich damit beim Hausarzt, dort wurde ein Doppler gemacht um arterielle Probleme auszuschließen. Ohne Befund, daher wurde ich zum Neurologen überwiesen.

Leider suchte ich mir da einen aus, der diagnostisch der absolute Reinfall war. Zwar diagnostizierte er die Erkrankung wohl zu 100% korrekt (Ischialgie), als Behandlung kam für ihn aber nur ein Medikament in Frage.
Leider habe ich aber genau das nicht vertragen (Pregabaling -> Depression), so das ich es nach einer Woche wieder absetzen musste. Die Lösung des Neurologen: nehmen se Schmerzmittel. Mittlerweile war November, und ich gut genervt.

Mein Psychiater gab mir den Tip, es noch mit Vitamin B/B12 zu propieren, damit wurde es dann auch deutlich besser, aber es ging nie wieder ganz weg.

Durch den im Dezember zugelegten Hund bewegte ich mich deutlich mehr und nahm nach Weihnachten innerhalb von zwei, drei Woche zehn Kilo ab. Dummerweise wurden damit aber auch die Schmerzen wieder richtig böse akut.

Lösung des Neurologen: Schmerzmittel. Selbst auf meine Nachfrage, ob man denn eventuell physiotherapeutisch was machen könne: Nö, ist bei der Indikation nicht indiziert…

Nun bin ich zwar Aufgrund meiner Grunderkrankung kein Pillenverweigerer, aber ständig Schmerzmittel ist mir dann doch zu viel (IBU, Declofenac, Novalgin, Tramadol, Tilidin). Vor allem die letzten beiden sind Opiate, die mit meiner Bipolaren-Störung perfekt harmonisieren (Ironie off).

Daher setzte ich dann eigenmächtig Anfang Januar meine Phasenprophylaxe, Carbamazepin ab. Dummerweise knallte es im Februar auf der psychischen Seite nochmal richtig, daher brauchte ich eine neue Phasenprophylaxe.

Und die scheint nun nach einem Fehlversuch mit Aripriprazol nun doch noch gefunden worden zu sein … Lithium

Auch wenn ich aktuell noch in der Einstellungsphase bin, gehe ich nächste Woche wieder arbeiten. Hat mir eh schon wieder alles viel zu lange gedauert.