Geld … was war das doch gleich?

Über viele Dinge des täglichen Lebens denkt man nicht mehr nach. Geld ist für uns in Deutschland heutzutage der €, und offizielles Zahlungsmittel. Da man vieles was mit dem Thema zusammenhängt gar nicht mehr in Frage stellt, akzeptiert man oftmals auch Entscheidungen unserer aktuellen Regierung, die ein „komisches Gefühl“ hinterlassen.

Empfehlen möchte ich dazu eine der letzten Radiosendungen von „KenFM“, damals noch beim RBB. Dauer der Sendung war vier Stunden. Das ist viel Holz, aber unterhaltsam präsentiert, wenn man mit dem Aufbau der Sendung klarkommt. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir lieber so eine Sendung anhöre, als Frauentausch XXL mit Bauer sucht Frau bei Maischberger … oder so :D.

http://vimeo.com/33908662

Fortschritt oder Rückschritt?

Mit meiner Geburt habe ich richtig Glück gehabt. Zeitpunkt als auch Ort gefallen mir, und mittlerweile würde ich sogar behaupten größtenteils mit dem Leben an sich einigermaßen klar zu kommen. Ich hätte ja auch in einem „dritte Welt Land“ oder vor 500 Jahren geboren werden können.

Aber nein, dass Schicksal meinte es so gut zu mir, dass ich zu einer Zeit in einem Land geboren wurde, wo alles super und perfekt war.

Was? Ihr meint, 1974 war nicht alles super und perfekt? Ja, ok, gut, Amis und Russen spielten Rüstungs-Mau-Mau, Politiker waren damals schon korrupt und Bretton Woods schon Geschichte.

Ist halt immer eine Frage des Standpunktes, oder, mit was man es vergleicht. Wenn ich mich jetzt mit einem Menschen vergleiche, der in Afrika auf die Welt gekommen ist, muss ich sagen ist! alle super und perfekt. Das war wahrscheinlich sogar schon vor 500 Jahren so,  oder wann genau war das doch gleich mit dem Beginn des Sklavenhandels im großen Stil? Nicht so wichtig, mir geht es ja gut.

Aber, die Überschrift lautet ja „Fortschritt oder Rückschritt“. Nur, um das beantworten zu können, müsste man erst einmal für sich selbst beantworten, was man unter Fortschritt versteht, also, was man genau meint. Ich stelle mir diese Frage unter dem Gesichtspunkt der „Humanität“. Also, dem was wir eigentlich sein wollen, uns angeblich vom Tier „erhebt“ als „Krone der Schöpfung“.

Das soll ja der „Verstand“ sein. Der es uns ermöglicht, „anders“ zu sein als „die Tiere“. Problem ist nur, dass sich mit diesem Verstand positives als auch negatives „denken“ lässt. Was dann positiv oder negativ ist, hängt wieder vom Standpunkt und auch dem „Gedachten“ ab. Als große Denker der Geschichte nehme ich unter anderem die Griechen war. Gut, die haben sich damals noch nicht 100% gegen das Sklaventum ausgesprochen, aber viele „Grundgedanken“, die dann von vielen Philosophen weitergedacht wurden stammen aus dieser Zeit. Auch Jesus von Nazareth hat anscheinend viele schlaue Sachen gesagt, und teilweise sogar vorgelebt, auch wenn von dem, was er wirklich gesagt haben soll dank christlicher Kirche nur wenig bzw. gar nix unverfälschtes (bzw. nicht instrumentalisiertes) überliefert sein dürfte.

Nun sind diese Gedanken schon ein etwas Älter, und wenn ich mir das aktuelle Weltgeschehen anschaue, dann würde ich sagen, erleben wir seit der Erfindung des Zinses-Zins nur noch ein Rückschritt. Das liegt leider daran, dass dieses System „per se“ darauf ausgerichtet ist, sich selbst zu zerstören. Man nennt es heut zu Tage einfach „Kapitalismus“. Die eigentlich bessere Idee ist der „Kommunismus“, hat sich aber angeblich nicht durchgesetzt, und ist nach dem Zusammenbruch der UDSSR schlicht nicht mehr zu empfehlen.

Interessant ist dabei allerdings, dass die Rettung der Banken, nichts anderes als Kommunismus ist! Nur leider anders rum. Aber, es ging mir ja eher um so etwas wie „Humanismus“, nicht um vorherrschende Wirtschaftssysteme. Allerdings scheint dies eng mit einander verknüpft zu sein. „Unsere“ Produktivität hat sich seit 1960 vervielfacht. Komischerweise reicht das aber bisher nicht dazu aus, dass wir alle nur noch eine Arbeitswoche von sagen wir einmal acht Stunden hätten. Was mich wundert, warum nehmen wir es als gegeben hin, dass wir immer MEHR! immer viel viel MEHR! produzieren und dienstleisten müssen. Verkauft wird uns dieses „immer mehr“ mit dem Umstand, dass wir sonst nicht „am Markt“ bestehen würde. „Der Markt“ macht dies unabdingbar. Wir wären sonst nicht mehr wettbewerbsfähig. Aber, mit wem genau stehen wir denn im Wettbewerb? Mit anderen Menschen? Selten. Mit anderen Firmen? Häufig öfter. Mit anderen Staaten? Auch sehr oft. Was wäre dann also so schlimm, diesen Wettbewerb „zu verlieren“? Dann wären wir nicht mehr „die Stärkeren“. Aber … seit über 4000 Jahren sind doch diese Ideen wie Humanismus schon geboren. Und, dass ist doch das, was wir alle anstreben sollten. DAS! erhebt uns doch von den Tieren.

Nein. Es gilt immer noch das Recht des Stärkeren! Heute meines Erachtens mehr denn je. Und das finde ich extrem traurig. Weil es für mich bedeutet, dass der ganze tolle „Fortschritt“ ein Rückschritt darstellt! Ja, natürlich sind Erfindungen wie Internet, Telefon, Auto, Flugzeug usw. toll. Aber wozu nutzen wir das? Um den Reichtum weniger zu mehren. Auf Kosten Aller! Und dabei habe ich noch richtig viel Glück, weil ich muss nicht in einer Uranmine arbeiten!

KenFM über: Das Märchen von Mali oder – Inszenierter Terror, um Bodenschätze zu beschaffen


Surviving Progress – Endstation Fortschritt ?

Privatisiert doch bitte endlich die Banken …

… und last solche Dinge wie Wasser bitte in der öffentlichen Hand.

Was? Achja … Moment. Stimmt. Banken sind ja größtenteils „privat“. Außer es gibt eine unvorhersehbare Krise. Dann sind die Banken „systemrelevant“, und müssen alternativlos unter einen Rettungsschirm. Gut, das Gleiche gilt dann auch für vorhersehbare Krisen bei Banken, aber wir wollen ja nicht unfair werden.

Ja, ich gebe zu, auch ich war in den 90ern glücklich, als die Telekom privatisiert wurde. Ne, stimmt ja, dass hieß damals „Post“. Das hatte aber den Hintergrund, dass die rechtlichen Grundlagen für das Telefonnetz von der Post in den letzten Jahren in staatlicher Hand nur noch darin geändert wurden, dass eben solche Dinge wie „Internet“ bzw. Datenübertragung über das Telefonnetz allgemein immer restriktiver wurden, so das die Preise für Akustikkoppler/Modems Aufgrund der vielen Auflagen nicht fallen konnten, da ein neu produziertes Gerät erst das Gütesiegel der Post erhalten mussten.

Hier war eine Öffnung für den Markt sehr sinnvoll, da sonst technische Entwicklungen sehr sehr viel später in Deutschland möglich gewesen wären. Auch bei der Privatisierung der Deutschen Bahn hatte ich noch die Hoffnung, dass sich in diesem Bereich etwas „zum Guten“ wenden würde. Aber schon da zeigte sich, das „Privatisierung“ nicht immer ein „Allheilmittel“ ist.

Das hielt viele Kommunen nicht davon ab, Stadtwerke, ÖPNV, Müllentsorgung oder gar Schulen zu privatisieren. Leider zeigen die Erfahrungen mit privatisierten Wasserwerken zum Beispiel, dass die Preise dann eigentlich nur steigen!
Die Qualität sinkt (Stichwort Wartung des „Netzes“), und im schlimmsten Fall geht der Betreiber dann „pleite“, und die Stadt (Gemeinde) muss ihr eigenes Netz aus der Insolvenzmasse zurück kaufen.

Nun kam die Europäische Union auf die tolle Idee vorzuschreiben, dass der Markt für die Wasserversorgung geöffnet werden muss. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Privatisierungen (nicht nur in Deutschland) stelle ich mir die Frage wie man gesunden Geistes derartiges vorschreiben will.

Das „Credo“ der Privatisierungsbefürworter ist letztendlich der übliche Ansatz „der Liberalen“ das „der Markt“ das „von selbst“ regelt.  Wie gut dies funktioniert hat man bei der Bankenkrise bestens gesehen. Wenn allerdings bereits privatisierte Bereiche bei einer Krise staatliche Hilfe benötigen, wie kann man dann noch die Privatisierung generell mit geringeren Kosten und besseren Leistungen verknüpfen als staatliche „Einrichtungen“?

Richtig freuen auf solche „Änderungen“

Jedes Stadtwerk, welches nicht 80% seines Umsatz mit der Wasserversorgung verdient müsste die Wasserversorgung ausschreiben, gibt es dann ein preisgünstigeres Angebot, müssten die Stadtwerke die Wasserversorgung dem privaten Anbieter überlassen

tut man sich, wenn man unter diesem Aspekt sich das Interview mit Herrn Peter Brabeck (Konzernchef Néstle) anschaut: https://www.youtube.com/watch?v=nTqvBhFVdvE

Schön zusammengefasst hat das auch ein Beitrag vom Bayrischen Fernsehen:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau/wasser-eu-kommission-privatisierung-100.html

Auf der einen Seite wird versucht, funktionierende staatliche Lösungen auf Teufel komm raus zu privatisieren, auf der anderen Seite sieht man aber, das „der Markt“ es eben NICHT! immer von alleine regelt. Jetzt kann man trefflich darüber streiten, was man unter „Grundversorgung“ versteht. Ok. Und darüber, in welchen Bereichen die positiven Effekte der Privatisierung die negativen überwiegen. Auch gut. Gerne. Nur bei derart schlechten Vorzeichen möchte ich die Wasserversorgung doch lieber in staatlicher Hand wissen.

Daher halte ich so etwas hier:
http://www.avaaz.org/de/unser_wasser_is_unverkauflichs/?fYjQoab&pv=34
http://www.right2water.eu/de
für sehr sinnvoll.

[UPDATE 22.02.2013]
https://www.campact.de/wasser/appell/teilnehmen/

Macht das Urheberrecht die Kunst besser?

Was Bitte? Ja, ist natürlich korrekt, um diese Frage ansatzweise beantworten zu können, müsste man klären, was ich unter „Kunst“ verstehe und mit „Urheberrecht“ meine.

Unter „Kunst“ in diesem Zusammenhang verstehe ich alle Formate, die konsumiert werden können. Film, Buch, Musik und „Rest“.
Für die Überschrift ist mir kein besseres Wort als Urheberrecht eingefallen, meine aber eigentlich die Wertschöpfungskette der daran beteiligten Industrien, sowie deren Versuche mit der Waffe Urheberrecht ihre Schäfchen (Geld) ins Trockene zu bringen.

Mit dem eigentlichen Gedanken des Urheberrechts kann ich mich voll und ganz anfreunden. Jeder Kunstschaffende sollte auch die Ergebnisse seiner Arbeiten ernten können. Dummerweise verstehen dabei anscheinend die Industrien nur ein Ergebnis, nämlich das Geld. Viel Geld = Kunst gut. Wenig Geld = Kunst schlecht. Das führt dazu, dass Kunst eben nicht mehr als Kunst wahrgenommen wird, sondern zum Beispiel im Bereich Fernsehen und Musik als reine Geldmacherei. Und wer die Zeche bezahlt, bestimmt die Musik.

Mir persönlich allerdings sind mittlerweile Künstler 100 mal lieber, wenn diese Ihre Werke direkt auf Plattformen wie Youtube, Soundcloud oder ähnlichen veröffentlichen (auch wenn Tante GEMA den Künstlern da oft Steine in den Weg legt). Gefällt mir dann das Werk, beschäftige ich mich auch mit diesem Künstler, beteilige mich dann auch gerne am Crowdfunding, oder spende dem Künstler direkt, wenn mir sein Werk sehr gut gefallen hat. Als allerletzte Möglichkeit kaufe ich Werke über Portale wie beatport oder junodownload, oftmals erhalte ich aber die gewünschten Werke mittlerweile von den Künstlern direkt. Einfach dafür, dass man sich „mit Ihnen“ beschäftigt, und auch, weil diese dank Internetzeitalter auch „direkt“ erreichbar sind.

Klar, dass gilt natürlich nicht für Hollywood-Filme, aber die kommen eh am Besten im Kino. Mittlerweile mache ich mir nicht mehr mal die Mühe, diese aus „komischen Quellen“ zu organisieren, sondern warte lieber, bis jemand im Bekanntenkreis den Film als Original hat und ausleiht, oder gehe eben ins Kino.

Das Urheberrecht per se, welches auch davor schützen soll, dass Künstler X sich nicht mit Leistungen von Künstler Y schmückt halte ich für unabdingbar, die Repressalien aber, die ich als zahlender Kunde schlucken muss wegen DRM und Co. haben eigentlich nur eines geschafft: Die von der „Industrie“ genutzten Vertriebswege meiden wo es geht, und den eigenen Werbefilter auf gnadenlos einzustellen :D.

Von daher hat also das Urheberrecht so wie es die Industrie einsetzt mir „die Kunst“ erst einmal ganz böse verleidet, aber darüber bin ich der Industrie gar nicht mehr böse, sondern freue mich dank Internet darüber, dass ich ganz legal mir das raussuche, was mich interessiert … und nicht was die Top 100 sagen, was mich interessieren sollte!

Auf ein Neues, 2013, oder auch warum eigentlich 2013?

Frohes Neues!

Hat es die Welt mal wieder geschafft, die Jahreszahl im gregorianischen Kalender zu erhöhen. Was? Achso, ja, ok, die Menschen dieser Welt haben das geschafft. „Der Welt“ selbst ist die Jahreszahl wahrscheinlich völlig egal, solange man mit „Der Welt“ nicht so ein komisches Print-Erzeugnis meint.

Tatsächlich „passiert“ ist natürlich nix, die Erdachse existiert noch, auch unser Sonnensystem schaut recht stabil aus, die Ozon-Schicht gibt es auch noch, und  keiner meiner Bekannten hat sich beim Jahreswechsel eine Verletzung Aufgrund unsachgemäßem Feierns zugezogen. Ich auch nicht, man könnte sagen, ja auch ich bin gut gerutscht :D.

Aber, nun haben wir ein neues Jahr, und vor allem hatten wir wieder den Monatsersten. Bemerkenswert finde ich, dass das Wort „Kalender“ auf das lateinische Calendarium (Schuldbuch) zurückgeht. Der Kalender enthielt neben den „Kalenden“ (der Erste eines jeden Monats) auch die  NonenIden und Terminalien. Mit der Kalenderreform des Gaius Iulius Caesar wurde der römische Kalender vom julianischen Kalender abgelöst, der dann wiederum vom gregorianischen.

Was also genau feiert man dann beim Erhöhen der Jahres-Anzahl? In unserem Breitengraden eigentlich das Vertreiben der bösen Geister. So zu Mindestens hatte es mir meine Mutter erklärt, als ich recht jung fragte, warum denn an Silvester Feuerwerk verwendet wird. Natürlich hatte ich diese Frage damals nicht in diesem Wortlaut gestellt, mir geht es nur darum, dass dieses Brauchtum anscheinend nicht von der christlichen Kirche komplett verhindert/verboten werden konnte, sondern sich bis in die heutige Zeit hält.

Natürlich wurde seitens der christlichen Kirche vieles versucht, um alle „ursprüngliche“ Gründe für den Feiertag in Misskredit zu bringen, und auch mit neuen Gründen dem Feiertag einen neuen Sinn zu geben, was der christlichen Kirche bei fast allen Jahresfesten auch gelungen ist. Das es dieses Brauchtum aber anscheinend gegen den Willen der christlichen Kirche bis heute geschafft hat zu „überleben“ freut mich. So findet man selbst bei Wikipedia zur Erklärung von Silvester diesen Abschnitt:

Das Feuerwerk sollte in animistischen Glauben früher „böse Geister“ vertreiben und drückt heute auch Vorfreude auf das neue Jahr aus.

Aber so unterschiedlich die Brauchtümer sind, mit denen das neue Jahr begrüsst wird, so unterschiedlich sind auch die Bestimmung des eigentlichen Zeitpunktes. In allen Kulturen (auch denen mit Mondkalendern) finden sich nämlich Hinweise dass das nachvollziehbare Ereignis der Wintersonnenwende etwas mit dem Jahreswechsel zu tun hat. Allerdings ist die Bestimmung der Solstitien deutlich schwieriger als die Bestimmung der Mondphase, aus diesem Grund haben sich wahrscheinlich die Mondkalender recht lange gehalten. Den ersten Sonnenkalender hatten wohl die Mayas, „bei uns“ dauerte das etwas länger, richtig, Kollege Cäsar machte das mit seiner Kalenderreform, die griechische Variante war da wohl einfach zu kompliziert, obwohl ich darüber echt froh bin. 2013 klingt einfach besser als „Jahr 8 als Merkel Archon war“.

Somit ist für mich Silvester zwar weniger wichtig als die Wintersonnenwende, ich freue mich aber jedes mal wenn mit Krach (Feuerwerk macht das ja auch) ein Brauchtum gepflegt wird, welches aufzeigt, dass selbst übermächtig erscheinende Gruppierungen nicht alles gleichbügeln können :).

In diesem revolutionären Geiste euch ein friedliches Jahr 2013.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kalendersysteme

Weihnachten ist nicht alle Tage

… aber warum eigentlich nicht?

Stellt sich zu Erst einmal die Frage, warum man denn täglich Weihnachten möchte. Aktuell kursieren in Foren, Twitter und „sozialen Netzwerken“ wieder die vielen Bilder und Beiträge, die die soziale Kälte „der Gesellschaft“ kritisieren, und sich wünschen, dass die Menschen immer so „offen“, „tolerant“ und „nächstenlieb“ sind wie eben zu Weihnachten.

Dabei stelle ich mir dann die Frage, was denn nun an Weihnachten so besonderes ist, dass so viele Menschen diese positiven Werte angeblich mehr leben. Zu erst … gar nix. Es ist ein Datum im Kalender. Ok, ja, Datum ohne Kalender ist komisch :D.
Aber!
Es ist wirklich erst mal nur ein Datum. Drei Tage nach dem jährlich immer zur fast gleichen Zeit statt findenden Ereignis, nämlich der Wintersonnenwende.

Ansonsten soll laut Geschichte der christlichen Kirche heute Nacht (also in der Nacht vom 24.12 auf den 25.12) Jesus geboren worden sein. Die Geburt eines solchen Menschen stelle ich nicht in Frage, auch die Geschichte mit dem Kreuz, also das Pontius Pilatus Herrn Jesus zur Kreuzigung verurteilte scheint ja historisch belegt zu sein. „Den Rest“, den die christliche Kirche zur Heiligsprechung und zum Mythos „Jesus Christus“ beigemengt hat ist mir persönlich absolut unwichtig.
Allerdings muss ich feststellen, dass ich gerade bei Menschen, die mir gegenüber erklären sie wären gläubige Christen (oder auch Muslime), die Werte „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ an den Tagen wo nicht Weihnachten ist, sehr sehr weit unterpriorisiert zu leben scheinen.

Oder um es anders zu formulieren … „den Glauben“ halte ich für verhandelbar, die Menschenrechte und die dazu herangezogenen Erkenntnisse von Platon und seinen Nachfolgern nicht!

Für wirklich sehr bedauerlich empfinde ich die anscheinend vorherrschende Haltung, dass diese moralisch ethischen Grundsätze, die deutlich älter sind als die christliche Kirche nur dann etwas „wert“ seien, bzw. beachtet werden müssten, wenn man „Gläubig“ ist.

Anders kann ich mir viele weltpolitische Ereignisse des Jahres nicht erklären, die einfach zeigen, dass selbst über 3000 Jahre später viele Menschen anscheinend immer noch davon überzeugt werden müssen, dass „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ auch Werte sind, die es lohnt gelebt zu werden, auch wenn nicht Weihnachten ist!

In diesem Sinne, allen ein besinnliches Fest wünscht euch
Bastian.

P.S: Sehr schön dazu auch der Artikel des Postillion von vor zwei Jahren:
http://www.der-postillon.com/2010/12/jesus-christus-hasst-weihnachten.html

Erwartungen anderer sind nicht die Eigenen …

Das müssen grade ganz viele Piraten auf dem Bundesparteitag erfahren. Was mich extrem wundert ist das anscheinend laute Gepolter nach „mehr“! „schneller“! „fertig“!

Wer bitteschön hat bei dem aktuellen System, welches genutzt wird, wirklich klaren Geistes denken können, dass die schiere Menge der Anträge zu schaffen ist? Wer bitteschön redet den Piraten ein, dass wenn keine Programmpunkte abgenickt werden dies ein riesen Problem darstellt?

Das nämlich wäre kein Problem!

Denn Programmpunkte „abnicken“, dass kann man bei den „Etablierten“. Und die will ich ja nicht. Weil „von Oben“ bestimmt wird was ich als treuer Parteigenosse zu denken habe.

Die Piraten, für das was sie bisher stehen, DAFÜR! wähle ich den Verein, und „verschwende“ meine Zeit ab und an mal zum Stammtisch zu gehen.
Auf Facebook, G+ oder Twitter das ein oder andere in Schriftform niederzulegen.
Mich mit Piraten und Nicht-Piraten zu unterhalten.

Weil ich Mensch bin. Ein Mensch, der sieht, dass das, was bisher von unseren „Parteien“ geliefert wurde ihm einfach nicht schmeckt. Da macht mein übersteigerte Gerechtigkeitssinn mir einen Strich durch die Rechnung.

Selbst wenn nur ein Antrag BESCHLOSSEN! wird, dann hat sich die Fahrt für die vielen vielen Teilnehmer gelohnt. Ja, kann ich verstehen. Hat nicht DEINEN! Erwartungen entsprochen. Ja, es ist echt blöd, dass wir uns nicht mit DEINEM (euren) Antrag beschäftigen konnten. Aber dafür haben wir diesen einen Antrag BESCHLOSSEN, und nicht abgenickt!

In diesem Sinne Danke ich allen Menschen, die Ihre Zeit nicht nur gestern und heute opfern, sondern auch nach dem #bpt112 die Kraft und Energie haben, weiter an einer besseren Welt zu arbeiten. Last euch nicht irre machen von irgendwelchen Politikcharts. Und habt Geduld! Der Spruch „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ bedeutet NICHT! das man Rom in zwei Tagen erbaut hätte.

Samstag Mittags Auskreis Rumflieg Mukke

Den Blog-Artikel erstelle ich eigentlich nur, weil Herr Zuckerberg auf Facebook 5,97 € haben möchte, wenn man ihn „hervorheben“ will.

Äh, nein. Nie. Auf gar keinen Fall.

Meinen eigenen Blog-Eintrag werde ich wohl kostenfrei hervorheben dürfen … mal schauen.

Auf jeden Fall hier mal Mukke, zu der ich mit der Rassel um Weihnachtsbaum, ähm, nein, mit Krücken im Club rumgesprungen bin. ACHTUNG! Nein, es ist kein Minimal, kein Kuschel-House. Es ist Mukke zum TANZEN! Hypnotisch, vertrippt, manchmal bischen Aggro. Body-Language eben!

Headset abnehmen, man braucht Bewegungsspielraum.

JAAAAA! Richtig … Muttu Boxen anmachen, und Lautstärkeregler auf LAUT!

http://www.mixcloud.com/drwalker/omsk-information-dr-walker-m-bia-berlin-6oct-2012/

[Update gleich danach]
MUHAHAHAA … doch … tatsächlich auch für den Eigenen … tja G+ ihr werdet mir immer sympatischer

Der Krieg des Friedens …

oder auch gerne „Bombing for Peace is like Fucking for Virginity“.

Ja, das Bild kennt man in der ein oder anderen Art. Ob diese Version hier mit Photoshop bearbeitet wurde, ist absolut irrelevant, es war das erste welches ich dank Tante Google gefunden hatte. Die zusätzlich einkopierten Elemente habe ich wahrgenommen, sind mir aber Wurscht.

Eigentlich sollte ich mir viel länger Gedanken darüber machen, wie ich diese Artikel aufbauen, und letztendlich schreiben sollte, denn wenn ich mir meine anderen Beiträge in meinem Blog noch einmal durchlese, und auf die Feedbacks hören würde, sollte ich mich dieses mal bemühen keine endlosen Schachtelendlossätze zu bilden, damit man „mich“ verstehen kann. Glücklicherweise gibt es Menschen, die zwar auch sehr schnell, aber auch unheimlich präzise argumentieren können. Davon gibt es ein Youtube-Video vom 22.08.2012, welches gestern auf Youtube im Channel NuoVisoTV hochgeladen wurde. Den Channel selbst … ja … viel „komisches“ und „och nö, nicht schon wieder dieses Thema“, das Interview aber sollte sich meiner Meinung nach wirklich JEDER! auf Erden einmal angehört haben. Augen aufmachen und zuschauen ist natürlich nicht verboten.

Eine knappe Stunde geht es, und ich halte es für extrem hörenswert!

Gemeint ist das Interview von Jo Menschenfreund mit Ken Jebsen.

In diesem sagt Ken Jebsen so viele tolle Sätze, die ich selbst gerne genau so formuliert hätte. Man könnte sagen, er spricht mir aus der Seele, geht dabei aber noch viel weiter, als ich dies eventuell gewagt hätte, und scheint auch über viel mehr Hintergrundwissen zu verfügen, als ich das bisher anhäufen konnte. Die Fahrstuhlmukke ist zwar grausam, aber man kann diese glücklicherweise in den meisten Fällen gut ausblenden.

Hier noch einmal die im Artikel verwendeten Links:

http://www.youtube.com/watch?v=v12St8qQnbU (Das Interview, Dauer 59 Minuten)


http://www.youtube.com/user/NuoVisoTv?feature=watch
 (YouTube-Channel NuoVisoTv)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen (Wikipedia-Artikel über Ken Jebsen)

[UPDATE 21.11.2012]
http://www.kenfm.de/wordpress/2012/11/20/deutsch-israelische/

Vinyl DJ vs. Digital DJ

  • Du hast doch nen Sync-Button
  • MP3 klingt scheiße
  • Lern mal richtig auflegen
  • Du kennst doch deine Mukke gar nicht, ich weiß schon beim Cover was drauf ist

Das sind so die am häufigsten zu hörenden Argumente dafür, dass der Vinyl-DJ „automatisch gut“, und der Digital-DJ „automatisch schlecht“ ist :D.

Zu mindestens nehme ich das so war, Statistiken und Erhebungen habe ich dazu nicht, aber nach mittlerweile zehn Jahren „Computer auflegen“, davon nun ca. sechs mit nem Controller, und drei weiteren „mobil“ mit Laptop ist das so „meine Sammlung“ von „Sprüchen“ die ich mir zu dieser Thematik anhören, lesen oder auch in Videos anschauen durfte.

Dabei fasziniert mich am meisten die „Denkmauer“ im Schädel von Menschen, wo ich eher erwarten würde, dass diese „neuem“ offen gegenüberstehen. So … Tolerant und Unvoreingenommen. Schließlich sind viele „von denen“ dafür bekannt, einen Musikgeschmack zu haben, der weit weit weg ist vom „Mainstream“ und „kommerziellen Scheißdreck“. Beim Thema Vinyl vs. Digital scheint es damit aber vorbei zu sein. Das erinnert teilweise extrem an mir bekannte Diskussionen aus der IT, ob nun „vi“ oder „emacs“ der bessere Editor, oder ob Chrome oder Firefox der bessere Browser sei :).

Ja auch ich bekomme Krämpfe und Unmuts-Zuckungen, wenn ich nen digital Kollegen sehe, der mit der OnBoard Soundkarte seines Laptops mit Maus seine 48 – 96 KB/s MP3s von Youtube-Quellen durch seinen Beatport-Player jagt, bzw. durch seine bei seinem 3,50 € Controller beiliegende Version von Traktor LE. Allerdings … selbst hier … muss man ja sagen, dass wenn es dem Großteil der Leute taugt, die eine gute Zeit haben und trotzdem voll auf der Tanzfläche abgehen … was ist daran dann falsch?

Genau! Nix! Aber ein bischen Mauer im Kopf darf ich auch haben :P.

Meiner Meinung nach ist der DJ aber absolut irrelevant. Er mag sich zwar als Zeremonienmeister seines Stammes sehen, allerdings hat er ein sehr großes Problem. Der Schamane/Priester/Druide eines Stammes, hatte noch Stämme, bei denen auch Festivitäten nach recht starren Ritualen abliefen. Da kam keiner der „Gäste“ auf die Idee, zum Schamanen zu gehen, und nachzufragen ob sie als nächstes „The Girl From Ipanema“ trommeln könnten. Denn was sind denn eigentlich „Partys“ oder „die Dizze“ oder … genau. Ritualisierte Balz-Tempel bei denen auch Pärchen ihr gutes Leben feiern können, und sich auch mit „anderen“ zu freuen.

Von daher ist für mich ein „guter DJ“ jemand, der auch aus „Scheiße“ Gold macht, um feier- und gute Laune Willigen eine geile Party zu liefern. Ob er dies dann mit Vinyl, digital oder per Kamm-Blasen schafft … DAS! ist doch absolut zweitrangig.