Depression oder so …

hab ich aktuell nicht mehr :D.

Besteht für mich als bipolaren natürlich die Gefahr, dass ich in die manische Richtung abdrifte. Dann allerdings würde ich auch weniger schlafen. Sinnlos Geld ausgeben. Zig Projekte beginnen, und keines fertig machen.

Kann ich aktuell alles nicht bei mir beobachten. Bin psychisch glaube ich aktuell so stabil wie seit Jahren nicht mehr.

Habe jetzt eine Woche Urlaub gehabt. Seit über vier Jahren tatsächlich einen, wo ich sagen kann: „Jup, habe mich sehr gut erholt“.

Ein Urlaub, den ich nicht nur mit Schlafen und Migräne verbracht habe. Und wenn tagsüber geschlafen, dann auch erholter aufgewacht. Und gleich noch was gemacht, sei es Wäsche waschen, sauber machen oder einkaufen.

Selbst solche Projekte wie neue Mischbatterie in der Küche installieren, gekauft hatten wir diese bei IKEA vor glaube ich über einem Jahr, waren machbar.

Wieder zum Sport gehen. Zweimal die Woche! Etwas was ich seit vier Jahren nicht geschafft hatte. Dann noch Aufgrund eines Junggesellenabschieds gestern noch zum Lasertag (so nen modernes Paintball).

Haben also endlich die ganzen Psychopharmaka, die ich seit vier Jahren verschrieben bekommen habe, ihre Wirkung gezeigt? Äh, nein. Glaube nicht. Viel eher hatte ich das Pech, dass die Auswirkungen einer Depression, und die Auswirkungen einer Schlafapnoe extrem ähnlich sind, und beide Erkrankungen sich „perfekt“ ergänzen.

Beide Erkrankungen führen zu einem „Energiedefizit“. Man kann sich das so vorstellen wenn man mag, dass man am Tag „normal“ 10 Löffel hat. Aufstehen und duschen kosten ein Löffel, sich anziehen einen, zur Arbeit fahren, arbeiten und wieder heim sechs Löffel, abends fernsehen einen und sich mit Bekannten treffen auch einen.

Ist man Erkrankt hat man weiterhin 10 Löffel. Jede Aktion kostet nun aber einen Löffel mehr. Viel Spaß beim neu Verteilen. Genau. Man kommt nicht hin. Und wehe es passieren ausserplanmäßige Geschichten wie das man das Auto zum Mechaniker bringen muss, oder die Waschmaschine kaputt geht, oder man eine Steuererklärung machen soll.

Es wird also normal, dass man sich in der Woche überfordert, und am Wochenende versucht zusätzliche Löffel zu bunkern. Geht aber nur bedingt. Die Geschirrschublade fasst halt maximal 12 Teile …

Antidepressiva geben einem auch nicht mehr Löffel. Sie versetzen einen nur in den Zustand, dass man den Mangel an Löffeln nicht mehr so tragisch nimmt.

Bei der Schlafapnoe kommt es Aufgrund der Atemaussetzer und Sauerstoffunterversorgung während des Schlafs dazu, dass man nicht erholsam schläft. Man bekommt hier Morgens dann eben nicht mehr 10 Löffel … sondern je nach Intensität nur noch 9,5 … 9 … 8,5 … usw. usw.

Hier kann man mit zusätzlichem Schlaf am Wochenende gegensteuern, aber, genau, die Schublade fasst maximal nur 12 Löffel …

Hat man nun das Glück wie ich, und hat beide Erkrankungen, kann es dazu kommen, dass man gegen die bekannte Erkrankung (Bipolar) und bei Energiearmut eben gegen die Depression behandelt wird. Nur die Behandlung schlägt nicht richtig an, und an eine andere Erkrankung wird dann seitens der Ärzte auch gar nicht mehr gedacht. Das Fatale ist, dass beide Erkrankungen in Ihren Auswirkungen für Außenstehende genau das Gleiche machen. Und nein, ich habe den Unterschied auch nicht bemerkt.

Erst jetzt, da ich seit Mitte Mai so nen kleinen Kompressor habe, zusätzlich eine Maske, die während des Schlafen dann per Schlauch mit dem Kompressor verbunden ist, und mir ständig Überdruck ins Gesicht geblasen wird (CPAP-Maske), und ich den Unterschied zu vorher habe, ich jetzt also auch wieder fast immer mit den 10 Löffeln am Tag starte, kann ich erkennen … öh .. Depression? Ja, ne … hab ich aktuell gar nicht.

Hallo liebe Politik …

… „ihr“ solltet eigentlich dafür da sein, um ein Korrektiv zu schaffen für die Menschen, die sich gegen „die mächtigeren“ nicht allein wehren können.

Ihr solltet nicht dazu da sein, den mächtigen noch weitere Sonderrechte einzuräumen.

Daher frage ich mich schon, wer in euren Köpfen AA gemacht hat, um nach den Aufregungen über CETA und TTIP mit JEFTA wieder die gleiche schwachsinnig Scheiße bezüglich der Schiedsgerichte durch ziehen zu wollen wie eben bei CETA und TTIP.

Erklärt mir doch bitte, warum es für geschäftsführende einen Sonderklageweg geben muss, den ich als Privatmensch nicht nutzen darf? Wo ist da mein zusätzlicher Schutz? Wozu brauch ich euch ~*#!%geigen dann bitte?

Selbst wenn man mal sozialromantische Fragen wie: „Warum brauchen wir in der heutigen Zeit immer noch ein: mehr!“ außen vor lässt, was solche Handelsabkommen generell ad absurdum führen würde, begreift in diesem Fall jedes dreijährige Kind, dass solche Schiedsgerichte eine schreiende Ungerechtigkeit darstellen!

Die Art und Weise wie diese wieder durchgebracht werden sollen, steigert nur die Wut und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.

Manchmal wünsche ich mir bei so etwas wieder eine Monarchie zurück. Da wusste man wenigstens, wen man hängen musste!

Im Zweifel Links

So wurde ich nun mal erzogen. Ja, ich bin in einem SPD-Umfeld groß geworden. Also diese SPD von 1974 – 1989. Als ich das erste mal wählen durfte, machte ich dort auch mein Kreuz.

Zwischendurch einmal waren es die Grünen, aber ansonsten, bei jeder Bundestagswahl, klar, SPD. Warum da dieser Lafontaine ausgetreten war, und dann auch noch zur PDS (jaja, WASG -> PDS -> Die Linkspartei) ging, mir damals unerklärlich.

12 Jahre später dürfte das eigentlich jedem klar sein. Ich halte die SPD mittlerweile, verglichen mit den Positionen aus den Jahren 1980 – 1990 für eine rot angemalte CDU mit ganz viel FDP. Eventuell etwas überspitzt dargestellt, aber so lange die Jungs dort nicht eine klare Abwendung von dem formulieren, was Schröder damals verbockte, meiner Meinung nach treffend.

Lafontaine ging nach seiner Aussage unter Anderem auch wegen der Abkehr von sozialdemokratischen Grundwerten und Hinwendung zum Neoliberalismus.

Die Agenda 2010 hat nicht nur „uns“ einen Bärendienst erwiesen, sondern ist zusammen mit der Währungsunion einer der Hauptgründe für das extreme Import/Export-Gefälle Deutschlands. Dank der Währungsunion können die „schwächeren“ Länder nun nicht einmal mehr ihre Währung abwerten, sondern müssen ihr Tafelsilber verkloppen, und sich von uns als „faule Griechen“ beschimpfen lassen.

Die Positionen, die damals dazu führten, dass ich die SPD als „die richtige“ Partei wahrnahm, finde ich jetzt nur noch bei „DIE LINKE“.

Und so freut es mich diebisch, dass trotz dem Getöse aus dem Blätterwald, dass DIE LINKE sich „regierungsfähig“, „koalitionsfähig“ etc. machen müsse, auf dem Parteitag vorgestern und gestern deutlich die Dinge klar gestellt wurden, warum ich diese Partei wählen werde.

Koalitionsfähig kann ich mich NACH! einer Wahl machen. Das nennt sich dann Koalitionsverhandlungen. Bis dahin hat man als Partei eine Position zu vertreten!

Zu den sozialpolitischen Themen empfehle ich, sich auf Youtube einfach mal „Die Anstalt“, „Mann, Sieber“ oder auch die „heute Show“ anzutun. Wer dann noch der Meinung ist, dass HartzIV bleiben soll, dass nicht gegengesteuert werden MUSS bei der aktuellen Verteilung von arbeitend zu reich … ja, der soll weiterhin diesen Einheitsbrei CDU/FDP/SPD/Grüne wählen.

Und wer glaubt, dass dieses vorsichtige links blinken der SPD nach einer Wahl noch Bestand haben könnte, der sei noch einmal daran erinnert: Die SPD ist schon vor der Wahl Regierungs- und Koalitionsfähig.

[Update 12.06.2017 – 08:15]
Und schon rauscht es entsprechend in den Kommentarspalten des Blätterwalds. DIE LINKE hätte sich abgewendet von der SPD, wolle nicht regieren, wäre dafür unfit und hätte utopische Vorstellungen (NATO) usw. usw.:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-und-linke-game-over-kommentar-a-1151609.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article165433127/Die-Schizophrenie-der-Linkspartei.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/linkspartei-wohlfuehlen-im-off-1.3541447

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-06/sahra-wagenknecht-parteitag-bundestagswahl-wahlkampf-martin-schulz

[Update 12.06.2017 – 19:15]
Oh, sehr schön auch hier zusammen gefasst:
http://www.neulandrebellen.de/2017/06/die-linke-ist-nicht-regierungsfaehig-na-das-wollen-wir-doch-hoffen/

First night with CPAP …

… and the world’s your oyster …

In einem Wort: „Krass“.

Also der Unterschied.

Wer nun nicht weiß was CPAP ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/CPAP-Beatmung
In kurz, ich bin nun also auf der dunklen Seite des Schlafs :D.

Benötigen tue ich das wegen dem hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafapnoe-Syndrom
und die Wirkung ist … ja … krass.

Während ich gestern Morgen noch mit einem Blutdruck von 180:120 bei einem Puls von 130 aufwachte (gemessen wirklich direkt nach dem aufwachen, noch im Bett), habe ich heute, nach einer Nacht mit der schicken Atemmaske einen Blutdruck von 153:89 und einem Puls von 95. Nachdem ich Waschmaschine und Geschirrspüler aus/eingeräumt und Treppe hoch runter wegen Müll raus tragen hinter mir habe.

Vor allem habe ich seit extrem langer Zeit das erste mal wieder das Gefühl, wirklich „wach“ zu sein … und ja, der nicht getrunkene Kaffee steht noch vor mir.

Wer also Symptome der Schlafapnoe bei sich beobachten kann, dem sei dringend empfohlen eine Schlafmessung bei einem Lungenfacharzt / HNO durchzuführen. Wer in der Nähe von München wohnt, den hier kann ich echt empfehlen: http://www.drbuerstner.de/

Schönen Vatertag euch noch ^_^.

Gegen meine Interessen

Bundestagswahl. 24.09.2017.

Solltest du nicht in der Position sein, dein Geld für dich arbeiten zu lassen, oder in naher Zukunft viel erben, gibt es nur eine Partei die man wählen kann: DIE LINKE.

Wer noch einmal auf die SPD hereinfällt, der wir dank der Agenda 2010 den stärksten Billiglohnsektor innerhalb der EU verdanken, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Die Argumentationskette, bei der man sich gegen eine Wahl von DIE LINKE entscheiden könnte sähe meiner Meinung nach aus wie folgt:
„Aber dann würde es unserer Wirtschaft schlechter gehen, und Deutschland verarmen. Hat man doch schon bei den Griechen gesehen, dass solch eine Wahl gar nichts verändert. Und mit CDU/SPD/GRÜNE/FDP wird es weiter gehen wie bisher, dass ist doch nicht schlecht.“

Ja, vor Veränderungen hat man immer Angst. Aber ein „weiter wie bisher“ mag ich nicht mehr unterstützen. Ich halte eine Umverteilung von der arbeitenden Bevölkerung zu dem kleinen Teil der Reichen für falsch. Eine Steuergesetzgebung, die es ermöglicht das Unternehmen mit Milliarden-Gewinnen keine Steuern zahlen (eventuell sogar noch welche zurück erhalten) ebenso.

Ich halte es ebenso für falsch, dass wir Aufgrund der Tatsache, dass wir dank unseres Export-Überschusses und extrem gering steigenden Einkommen, jährlich die Maastricht-Richtlinien brechen, und es damit unseren europäischen Nachbarn so richtig schön schwer machen.

Natürlich kann man anders wählen. Solltest du aber zu der Eingangs beschriebenen Gruppe gehören, befürchte ich, wählst du gegen deine eigenen Interessen.

Ein Schatten nur

der wandelt, ist das Leben, weiter nichts;
Ein armer Komödiant, der auf der Bühne
Sein Stündchen stelzt und große Worte macht,
Worauf man weiter nichts von ihm vernimmt;
Ein Märchen ist’s, erzählt von einem Schwachkopf,
Voll wilden Wortschwalls, doch bedeutungsleer.

http://www.aphorismen.de/gedicht/64285

Tja, aber Georg Schramm hat das, leicht verändert, vermutlich habe ich nur das richtige Shakespeare Gedicht nicht gefunden, dass tut es aber auch, verwendet. Wo? Hier:

Wirklich sehenswert (man darf also zurückspulen). Wer immer mich zur Thematik Flüchtlingskrise, Kapitalismus-Kritik usw. einen Aluhut-Träger schimpfte … es geht noch schlimmer ;).

P.S.: Teil 2:

 

Komm mal wieder runter

sagte er zu einem Menschen, der die letzten zwei Jahre mehr oder minder im Dauerdepri verbracht hatte, und nun wieder das Licht der Welt erblickte.

So ungefähr ist mein Verhältnis zu mir selbst, als ich am 29.01.2016 den Entschluss fasste, mich Aufgrund der Probleme mit Vodafone und dem plötzlichen Tod meiner Großmutter auf Manie stationär behandeln zu lassen.

In den meisten Fällen kommt dann noch eine sogenannte „Post-Psychotische-Depression“ hinterher. Damit die nicht zu heftig ausfällt, bin ich jetzt noch in der Tagesklinik.

Das Ende zeichnet sich ab

… also das Ende meines stationären Aufenthalts in Taufkirchen. Ich denke am Freitag ist es soweit.

Aber was soll ich jetzt mit Vodafone machen? Bei diesem Anbieter bleiben? Immerhin war er masgeblich an meinem Aufenthalt hier in Taufkirchen beteiligt.

Auf der anderen Seite funktioniert Internet zu Hause so gut wie schon lange nicht mehr, und die FritzBox bekomme ich auch bezahlt. Immer diese Entscheidungen … was meint Ihr?

Danke und Gruß an Alle, die mich in Taufkirchen besucht haben, für „den Rest“ nur nen wunderschönen Sonntag noch :D.