Das Henne oder Ei Problem …

Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen, dass „Drogen“ eine schlimme Sache ist, und „die Drogen“ „eines der großen Probleme“ „unserer Zeit wären.

Bezogen auf Kokain (1855/1860), Heroin (1873 / 1896), N-Methylamphetamin (1893 / 1934) und natürlich Cannabis (wohl seit Menschengedenken). Da diese Substanzen ja im Bezug auf „die Menschheit“ bis auf Cannabis sehr sehr neu sind ging ich automatisch davon aus, dass Drogen die Drogen-Sucht auslösen. Schließlich lautet der Slogan ja „Keine Macht den Drogen!“ und nicht „Wieder den suchtauslösenden Lebensumständen!“.

Wenn man sich mit der Thematik „Sucht“ im späteren Leben auseinander setzen muss, lernt man zwangsläufig, dass es „Sucht“ durchaus ohne „Drogen“ gibt. Spielsucht und Alkoholsucht sind sehr gut dokumentierte Probleme seitdem Menschen die Schrift erfunden haben. Unter „Sucht“ verstehe ich ein Verhalten, dass man Dinge tut, die von der aktuellen Gesellschaft geächtet werden und die die erkennbare Gefahr beinhalten, seine eigene Situation zu verschlechtern.

Schwierig wird es dann, wenn man zusätzlich zu der Erkenntnis kommt, dass „Drogen“ und „Medikamente“ oftmals (eigentlich immer) genau das Gleiche sind. Eine meiner Großmütter zum Beispiel war Schmerzmittel-Abhängig. Mit schwerer Arthrose und Rheuma spricht man dann natürlich vom Medikamenten-Missbrauch. Nun sind aber „Drogen“ nichts anderes als Substanzen, die nicht kontrolliert vom medizinischen Umfeld konsumiert werden um Wahrnehmungs-Veränderungen herbeizurufen, statt zu Ihrem „ursprünglichen“, von der Pharmaindustrie vorgesehenen Grund verschrieben und genommen zu werden.

Obwohl ich mich schon recht lange mit der Thematik Sucht beschäftige ist mir erst gestern „die Erkenntnis“ gekommen, dass nicht die Drogen „das Problem“, sondern eigentlich nur ein „Symptom“ darstellen. Die Drogen sind nicht „die Ursache“, sondern der Umstand, dass wir es uns „leisten“ können eine Sucht zu entwickeln!

Warum aber wird dann so wenig Energie in die Aufklärung von „Sucht“ gesteckt? Dem eigentlichen Problem? Weil man mit „den Drogen“ einen dankbaren Feind hat! Drogenmissbrauch kann man belegen. Man kann Tests durchführen und die Ergebnisse sind rechtlich verwertbar. Damit sind „die Drogen“ für jeden erkennbar „der Grund“, warum es Kriminalität gibt … also „das Böse“ im Destillat.

http://www.youtube.com/watch?v=avDmn1K-_w4 (Drugs, Inc.: San Francisco Meth Zombies (Full Episode), 44:13 Min)
http://www.youtube.com/watch?v=QppeXpxFyvo (Fresno – The City Addicted To Crystal Meth (Louis Theroux Documentary), 56:44 Min)

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http://www.youtube.com/watch?v=GsGiRrwDOGg (kenFM, 45:16 Min)

Alle Menschen sind gleich …

… aber manche sind gleicher.

Richtig, „Farm der Tiere„, ein Roman von Georg Orwell, den man ja sonst nur für „1984“ verantwortlich macht ;).

Dieses beiden Bücher, als natürlich auch die verfilmten Versionen davon z.b. Aufstand der Tiere„, sowie „Die Welle“ und „Wer den Wind sät“ waren rückschauend neben der Erziehung durch meine Eltern die Werke die ich heute anführen würde, um mein moralisch ethisches Weltbild zu beschreiben.

Allerdings wurde mir eben auch sehr früh beigebracht, keinen Menschen Aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion oder einer erkennbaren Behinderung abzulehnen. Ich wusste mit sechs Jahren, was man bei Epileptiker machen muss, damit der sich bei einem Anfall möglichst wenig verletzt. Anwenden konnte ich das einmal in der U-Bahn in Berlin … die Blicke der Leute drum rum … Wahnsinn … nein, der beißt nicht, der hat nen Epi … einmal Krankenwagen bitte, danke …

Später habe ich dann gelernt, dass die besten Rollstuhlfahrer-Witze Rollstuhlfahrer erzählen, und sich ein Epileptiker nicht auf den Schlips getreten fühlt wenn man den Anfall selbst „Epi“ nennt. Mit einer Behinderung zu leben geht nämlich … und das auch gut. Was verletzt ist das „Abwertende“, dass Gefühl vermittelt zu bekommen nicht ganz „funktional“, „komplett“ zu sein.

Was? Ach so … welche Behinderung ich habe? Nichts dramatisches. Sehschwach. Ab meinem sechsten Lebensjahr Brille. Klar, nicht vergleichbar mit Rollstuhl, Epi oder anderen „voll krassen Sachen“. Und doch. Ja. Man mag es sich nicht vorstellen, aber, auch eine Seh-Behinderung ist eine Behinderung. Klar, die ist leicht „abstellbar“. Brille. Allerdings … der Umgang mit „Brille“ steht für „Kinder“ anscheinend auf keinem Lehrplan :D.

Ja, sorgfältig behandeln … putzen wenn man nix mehr sieht … das bekommt man gezeigt. Aber … was macht man im Sport? Und kommt mir jetzt nicht mit „Sportbrillen“ … schon mal mit ner Sportbrille „geköpft“ beim Fußball? 😉

Aber solche Feinheiten, dass man eben nicht jede Mütze tragen kann, weil einem die Bügel der Brille die vom Kopf schieben, dass sagt einem keiner. Das bestimmte Sportarten dann einfach „doof“ sind (man halt auf die Sehhilfe verzichten sollte, wenn man diese unbedingt betreiben muss), bekommt man noch vermittelt (schließlich kosten die Dinger richtig Geld).

Aber mir ging es um das Ausgrenzen. Und das erfährt man als Brille tragendes Kind dann eben doch. Natürlich, nichts ist fieser als Kinder untereinander. Aber das sind nicht die Dinge, die „hängen“ bleiben. Viel eher die Selbstverständlichkeit, der „besser sehenden“ das man eben „sehen“ kann. Immer. Egal ob die Brille nun beschlägt, oder eben nicht … Einschlafen mit Buch in der Hand … ist für Brillenträger eher selten.

Also … komische Reaktionen anderer Menschen noch einmal hinterfragen … vielleicht war das ja ganz anders gemeint, und die „komische Reaktion“ hat einen nachvollziehbaren Hintergrund … wenn sich beide Menschen die Zeit nehmen wollen und können, kann man damit unheimlich viel Frust und Unverständnis aus der Welt schaffen.

http://www.youtube.com/watch?v=8TJxnYgP6D8 (Kids React to Gay Marriage)

http://www.youtube.com/watch?v=fn_71-bMwmw (O anúncio que esta a comover o Mundo)

http://raul.de/leben-mit-behinderung/10-dinge-die-alle-eltern-ihren-kindern-uber-behinderungen-beibringen-sollten/

Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten …

Mit diesem Credo wurde letztendlich vor der Bundestags-Wahl die NSA Affäre für „beendet“ erklärt. Unser BIM faselte irgendwas von einem „Supergrundrecht“ auf Sicherheit.

Wenn man dieser Argumentation folgt, hatte Frau Merkel massiv etwas zu verbergen. Nur … war das etwas, was auf ihrem Handy geschah? Nein, eher nicht. In der Nebelwolke der Empörung über die späte (und damit für viele unechte) Empörung von Frau Merkel kam still und heimlich:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/29/merkel-gibt-widerstand-auf-deutsche-muessen-europas-banken-retten/

Irgend ein „Vertrauen“ zu unseren „Polit-Eliten“ stellt sich damit bei mir allerdings nicht ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VHuso4jIcps (29.10.2013 Nichtwissen – bis neulich Dienstag Volker Pispers!)

Am Ende vom Oktoberfest …

… bin ich mittlerweile sehr glücklich, dass es vorbei ist :D.

Natürlich, liegt in erster Linie daran, dass ich nur noch sehr sehr selten Alkohol trinke. Ist bei mir gesundheitlich bedingt. Bluthochdruck. Auf deutsch, ich vertrage zwar sehr viel (meine Frau sagt immer zu viel), habe aber mittlerweile das Problem, dass ich nach einem ordentlichen Vollrausch ca. zehn Tage lang einen messbar höheren Blutdruck mit mir rumtrage als ohne einen Vollrausch auf Alkohol.

Allerdings verurteile ich auch keinen dafür, dass er die Wiesn toll findet, und sich da gerne das Licht ausbläst … habe ich schließlich selbst lange genug so gemacht. Auch die Alkoholleichen, die man in diesen zwei Wochen überall im Umkreis von München antrifft … ja mei … gehört halt „dazu“.

http://www.muenchenkotzt.de/
zeigt natürlich nur die krassesten Entgleisungen, aber … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Heute, am Sonntag, hatten wir wieder Besuch von einer guten Freundin. Die erzählte dann auch gleich, wie sie die letzten zwei Wochen so überlebt hat. Sie selbst trinkt auch keinen Alkohol mehr, war aber einen Tag Vormittags mit zwei befreundeten Pärchen auf dem Oktoberfest. Sie selbst hat es Nachmittags verlassen, weil … wird zu voll, und die Massen an Besoffenen sind, wenn man selbst keinen Alkohol zu sich nimmt dann halt immer schwerer zu Ertragen.

Die Storys die dann aber so „nebenbei“ raus gekommen sind, waren zwei längere Beziehungen zu Bruch, und eine Freundschaft. Na gut äh … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Der eigentliche Grund dieses Beitrags war aber das Gespräch mit meiner Frau beim Abendessen. Wie würde ein Fest, wie das Oktoberfest ausschauen, wenn dort andere Drogen als Alkohol verabreicht werden würden? Also … welche Klamotten, Fahrgeschäft, logistischen Aufbau und so weiter … eine meiner Meinung nach furchtbar interessante Frage.

Nehmen wir als erstes Beispiel THC. Statt einer „Maß“ gibt es dann „ne Bong“. Oder eventuell nur „ne halbe Bong“. Klamotten technisch wäre dann vermutlich so die Birkenstock-Müsli-Fraktion die Tonangebende. Bei den „Fahrgeschäften“ wird es aber echt schwierig. Alles was so schnell wackelt und rast ist auf THC ja eher „uncool“. Aber gut … ich könnte mir auch Buden vorstellen, die Tonkneten oder malen mit Fingerfarben anbieten. Der logistische Aufbau allerdings wäre vermutlich genau der gleiche, wie zum echten Oktoberfest. Mit vermutlich einem ganz gravierenden Unterschied … weniger Personalbedarf bei unseren Polizisten, da sehr wahrscheinlich die Anzahl der Gewaltdelikte deutlich niedriger wären, als beim „echten“ Oktoberfest. Belegen tun dies übrigens Statistiken zu Gewalttaten bei Europameisterschaften. Aus irgend einem Grund war die Anzahl solcher Delikte bei der Europameisterschaft in Holland/Belgien deutlich geringer als in allen anderen Ländern. Woran das wohl gelegen haben mag? Musikalisch letztendlich … hm … vermutlich nix besonderes … eher Lala … und schöne Welt Lieder ..

Nehmen wir als nächstes Amphetamin. Statt einer Maß gibt es nen Spiegel, ne Rasierklinge und nen Ziehröhrchen … bestellen kann man entweder nen halbes Gramm „so“ oder schon „ziehfertig“. Klamotten technisch … nix besonderes, geht durch alle Schichten. Fahrgeschäfte? Ja … alles wo man sich austoben kann … bis zu Buden, wo man mit Lego, Fischer-Technik und weiß der Geier was spielen kann. Logistik? Ja, wird anstrengend, vor allem da man noch Personal auch zwei Tage nach den Amphetamin-Wiesn braucht ;). Musik? Vermutlich alles was schnell und laut ist :D.

Das kann man so eigentlich mal für alle Drogen (LSD, MDMA, Heroin, Kokain) durchspielen. Und sich dann am Ende eventuell die Frage stellen, ob die Drogenpolitik Deutschlands, die ideologisch immer noch auf den ersten „War on Drugs“ aufbaut so der richtige Weg ist.

http://www.spiegel.de/panorama/wiesn-zuende-oktoberfest-zieht-bilanz-fuer-2013-a-926355.html
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/israel-marihuana-100.html

http://www.youtube.com/watch?v=dVGKg9ejzZc (Störsender.tv / 23 min. Video)

die humanistische Partei Deutschlands …

… gab es wohl schon einmal (HP), allerdings hat die sich recht schnell wieder verkrümelt.

Allerdings sollte es wohl eine Geben. Also … muss ja nicht die HP sein, aber eigentlich könnte man doch eine HPD gründen. Wobei das „D“ in diesem Fall nur wiederspiegeln soll, dass die Partei in Deutschland tätig ist. HPE wäre die Alternative, und 100% korrekt kann eigentlich nur HPdW sein ;).

Aber das ist dann nur im Deutschen verständlich. Achherje … um den richtigen Parteinamen zu finden, müsste es erst einmal eine Sprache geben, die ALLE! Menschen dieser Erde sprechen können … hm … also ein „Soundjingle“ … nicht mitgekommen? Macht nix, Humanismus gilt nun mal für alle Menschen …

Es war einmal in Amerika …

… da gab es Indinaner (also eigentlich indigene Völker Amerikas). Ganz ausrotten konnten „wir“ (europäische Auswanderer) „die“ nicht, aber das ist vermutlich nicht unser Verschulden.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen muss man sagen, dass auch in Amerika solche Gedanken wie „Humanismus“, „Toleranz“ und „Gleichberechtigung“ bei politischen Entscheidern und im „Volk“ allgemein vorhanden sein müssen. Sonst wäre so etwas wie der 13. Zusatzartikel (das ist die Story mit Lincoln) nicht möglich gewesen.

Gut, bis zur kompletten Abschaffung der Rassentrennung hat es dann noch etwas gebraucht, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Fakt ist aber, dass es bis 1964 offiziell eine nicht Gleichbehandlung von Weißen und „Schwarzen“ gegeben hat.

Was hat dies mit unserer aktuellen Lage zu tun? Also, ich meine so Themen wie Bundestagswahlk(r)ampf, PRISM, amerikanisches Wirtschaftssystem(Ideologie) und USA als Weltpolizei.

Meiner Meinung nach unheimlich viel. Der wirtschaftliche Erfolg Amerikas ist vor allem durch den Raubbau an Natur und! Mensch begründet. Bodenschätze, die vorher den Indianern gehörten, Sklaven, die geraubt aus ihrem Land, oder auch gleich in die Sklaverei geboren wurden und so weiter und so fort.

Aber, DAS! ist nichts ungewöhnliches. Haben die, die in Europa geblieben sind auch so gemacht. Gut, teilweise wurde Sklaverei früher abgeschafft, und so furchtbar viel Land gab es dann ja auch nicht mehr zu holen (also das mit Bodenschätzen), als Afrika auf dem Reißbrett aufgeteilt war.

Mein Problem sind ehrlich gesagt nicht die Amerikaner. Die stehen für mich sozusagen stellvertretend für das aktuelle Wirtschaftssystem(Ideologie). Das Problem ist die Macht, die Amerika konzentriert hat. Unabhängig, ob das nun die militärische,  finanzielle oder Medien Macht ist.

Es gab (und gibt vereinzelt noch) immer wieder Bestrebungen, den Kapitalismus zu zügeln. In den letzten acht Jahren nicht mehr so wirklich, davor unter Rot-Grün eigentlich das genaue Gegenteil von „zügeln“ und davor … ja, da gab es die deutlich deutlicher. Also … meine Finger finden kaum noch die Tasten, aber die Gesetzgebung unter Kohl war deutlich sozialistischer als nachfolgend Rot-Grün.

Kapitalismus als Wirtschaftssystem lehne ich nicht ab. Was ich ablehne, ist das Mantra, dass „der Markt“ das selbst regelt. Der Markt regelt nur eines! Dass das Kapital bei manchen mehr wird. Die Deregulierung des Finanzmarktes unter Rot-Grün zeigt das mit der nachfolgenden Immobilienblase und der darauf folgenden „Euro- Krise“ für jeden nachvollziehbar.

Äußert man aber, dass bestimmte Bereiche im Wirtschaftssystem eben doch staatlich reguliert gehören, ist man automatisch Kommunist. Herr Pispers erklärt das ganze deutlich unterhaltsamer:
http://www.youtube.com/watch?v=ZRoMP_V3zDU

Aber was bitte hat die Einleitung mit den aktuellen Geschehnissen zu tun? Ganz einfach. Wir folgen aktuell unreflektiert einem System welches nicht „human“ ist. Statt Kapitalismus oder Kommunismus hätte ich gerne Humanismus als Wirtschaftssystem. Und wir lassen uns von einem Land (USA) diktieren, wie wir uns sicher zu fühlen haben. Und um uns sicher zu fühlen, schlucken wir jede noch so große Kröte:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/pofalla-nebelkerzen-no-spy-abkommen

Immer weiter so …

… uns geht es ja gut. Unbestreitbar. Eine Veränderung bedeutet immer auch die Möglichkeit, dass es sich „zum Schlechteren“ verändert. Daher wählen wir lieber „das bekannte“ Übel als das Unbekannte.

Aus diesem Grund rennen wir Alternativlos dem goldenen Kalb des Kapitalismus hinterher, und schlucken dabei jede noch so bitter schmeckende Kröte, um ja „den Markt“ nicht zu gefährden oder gar zu verunsichern. Ja, die Kröten dieses Systems heißen nicht Mord und Totschlag. Unsere Kröten haben Neuland gemäß andere Namen:

  • Echolon, PRISM, GHCQ
  • Transferleistungen im Form des Zinses-Zins von fleißig nach reich
  • Manipulation „der Meinung“ durch Geld-Eliten (Presse, ÖR, Lobbyismus)
  • Hörigkeit der Polit-Eliten gegenüber der Geld-Elite
  • Raubbau an Mensch! und Natur

Aber! Es ist unbestreitbar, dass es trotz Kapitalismus zu keinem offenen Krieg nach WWII mit deutscher Beteiligung kam. Ja, ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem ich nicht einmal Gewehre auf den Straßen gesehen habe. Nicht an Polizisten, nicht an Soldaten. Korrekt. Berlin. West. Gewehre trugen immer nur „die da drüben“. Die Bösen. Die Kommunisten.

Ich habe 1989 meine Mutter nicht verstanden, als sie nach dem Mauerfall sagte: „Und nun wird der Kapitalismus seine widerliche Fratze zeigen, die Notwendigkeit als das bessere System da zu stehen gibt es nun nicht mehr“.

Das sie aber auch gleich so Recht haben muss … natürlich, ja, „eigentlich“ darf ich mich doch gar nicht beschweren … ich hab nen Job, ein Einkommen, eine Mietwohnung die super in Schuss ist, in einer Stadt, die richtig reich ist, in einem Land wo ich nicht durch Favelas laufen muss, oder Angst haben muss das ich von einer verirrten Kugel/Rakete/Bombe getroffen werde. Also weiter so!

Mit den sehr guten Lebensbedingungen für mich bin ich aber nicht zu Frieden! Die Welt ist groß, und 3000 Jahre nach Platon und den ersten Erkenntnissen in Richtung Humanismus und Co. sollte es doch ENDLICH! für alle Menschen auf Erden genug zwischen den Zähnen, sauberes Wasser und einem Dach über dem Kopf reichen! Klar, liegt an der Überbevölkerung und Klima und … *MÖP* Nein! Liegt es eben nicht! 12 Millionen Menschen könnten wir Ernähren! Warum das dann trotzdem nicht funktioniert, kann man sich hier anhören:
http://marialourdesblog.com/kenfm-im-gesprach-mit-jean-ziegler-wir-lassen-sie-verhungern-die-massenvernichtung-in-der-dritten-welt/

Und nein … „wissen“ tue ich es nicht, *wie* das endlich gerecht und co. auf Erden zugehen kann. Eines aber weiß ich. Es wird sich nichts ändern, egal ob ich SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP wähle. Eventuell bei Piraten oder Linke. Aber das ist nur eine Vermutung. Daher meine Empfehlung für die nächste Bundestagswahl, wenn einem diese Ungerechtigkeit auch extrem anpisst … wählt NICHT! SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP. Super wäre ebenfalls Parteien mit rechtsradikalem Gedankengut zu meiden. Alles andere ist dann wirklich ein SIGNAL! an unsere „etablierten“, dass es total toll ist den „Markt“ zu stützen und unseren Wohlstand zu mehren … aber total scheiße wenn die Verteilung des Wohlstands weiterhin so abläuft wie aktuell.

Das Problem der Piraten …

… ist … das sie derer viele haben. Ob es mehr Probleme sind, als dies andere Parteien haben wage ich zu bezweifeln. Andere. Das trifft es wahrscheinlich genauer. Und eventuell sind das gar keine Probleme. Ein „Problem“ kann für den Einen eines sein, für den Anderen aber nicht.

Was mich persönlich an den Piraten begeisterte war, zu mindestens hatte ich dies so verstanden, dass eben keine Top-Bottom Politik gefahren werden sollte. Jedes Parteimitglied ist gleich stimmberechtigt, und wie man an den bisherigen Bundesparteitagen gesehen hat (kann man in diesem Channel auf YT auch noch finden: http://www.youtube.com/user/PiratenStreaming) wird von dem Recht seine Meinung einzubringen sehr regen Gebrauch gemacht.

Das dieses … ich möchte es mal Grundcredo nennen … neue Probleme mit sich bringt liegt in der Natur der Sache. Das dann Parteimitglieder enttäuscht sind, dass Ihre Anträge nicht angenommen, oder auf der Zielgeraden noch zerpflückt werden ist auch verständlich.
Aber wer bitte kam denn auf den Gedanken, dass wenn alle gleich Stimmberechtigt sind, ein Antrag in der gleichen Geschwindigkeit beschlossen werden kann, wie bei den etablierten Parteien?
Wer kam auf den Gedanken, auf einem Bundesparteitag es so zu handhaben wie eben „die Etablierten“, der möglichst Einigkeit und Geschlossenheit für die Medien transportieren soll?

Das wiederspricht dem Grundgedanken, so wie ich diesen verstanden hatte. Mit diesem HickHack des Bundesvorstands hatte ich echte Probleme. Köpfe statt Themen … kurzfristig für FORSA und Co. wahrscheinlich auch eine sinnvolle Strategie, aber meiner Meinung nach schlicht nicht mit dem vereinbar, was für mich die Piraten sein sollten.
Eventuell habe ich das auch nur falsch verstanden. Und eventuell ist es logistisch anders tatsächlich nicht möglich, als mit der alt hergebrachten Top-Bottom Politik.

Nur dann sind die Piraten eben eine von vielen Parteien. Ok, sie nutzen das Internet deutlich intensiver als „die Etablierten“, und Aufgrund ihres Gründungszeitpunkt verstehen prozentual deutlich mehr Mitglieder dieser Partei etwas von dem, wenn mal wieder über so etwas wie die Bestands-Daten-Auskunft abgestimmt wird.
Aber reicht mir das dann noch, um meine Zeit und Energie in diese Partei zu investieren?

Ja. Auch wenn ich das mit dem Grundgedanken eventuell falsch verstanden habe, bzw. dieser sehr sehr schwer real umzusetzen ist. Weil nämlich ein mir unbekannter Mensch, der ein Gespräch zwischen einem Arbeitskollegen und mir auf der Heimfahrt im Bus mitbekommen hatte, in dem ich mal wieder über Alles und Jeden wetterte sagte:

„Demokratie lebt vom mitmachen! Einfach sich nur drüber aufregen, aber sich nicht einbringen, wird die Lage nicht verbessern.“

Welcher Partei dieser Mensch angehörte weiß ich nicht. Aber mit dieser Aussage hat er Recht!

Von daher sage ich ja, die Piraten mögen ihre Probleme haben. Aber es ist aktuell die einzige Partei in der ich es mir vorstellen kann, positiv auf die aktuell Lage einzuwirken.

DSMDM: Heute: Der Markt

Das ist ein Blog-Eintrag, den habt Ihr bei mir schon häufiger gesehen. Dieser hier aber ist etwas besonderes, der ersten einer kleinen Reihe, die ich vorhabe zu schreiben. Klingt komisch, ist aber so!

Wer nun trotz des von mir gewählten Anfangs über die fünf Buchstaben und deren Bedeutung grübelt, es gab da mal eine Fernsehsendung, die Reihe gibt es glaube ich heute noch, und ist eine der deutschen Erfolgsgeschichten die man wirkliche gerne erzählt: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Sendung_mit_der_Maus

Ja, doch, ich muss mich als großer Fan der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“ outen. Die Art und Weise wie dort Wissen vermittelt wurde (und wohl auch immer noch wird, leider keine aktuelle gesehen), hat mich immer schon fasziniert. Natürlich würde man heute die Erklärungen auch komplexer vorgetragen verstehen, nur … stimmt das wirklich? Ich ertappe mich oft dabei das ich mir wünsche, bestimmte Fernsehformate würden genau diesen Stil der Wissensvermittlung verwenden. Nachrichten zum Beispiel.

Aber nein, wir sind ja „die Erwachsenen“, wir verstehen auch Zusammenhänge, wenn diese nicht in der Art von Herrn Maiwald oder Herrn Biemann vorgetragen werden.

Und genau an diesem Punkt ertappe ich mich auch sehr oft, dass ich daran wirklich zweifle. Eventuell glauben das auch manche Erwachsene, vielleicht sogar viele. Man weiß es nicht. Und aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, bestimmte Themen mal in diesem Geiste zu beschreiben. Deswegen also als neue eigene Reihe in „Bastis Welt“: Die Sendung mit der Maus, heute, der Markt:

Der Markt war früher ein Ort, an dem man Sachen tauschen konnte. Auch nach der Erfindung des Geldes gab es diesen Ort weiterhin, nur wurden dann nicht mehr Sachen direkt getauscht, sondern eben über den Umweg Geld. Das konnte man nämlich viel leichter transportieren, und, da es Geld in verschiedenen Größen gab, auch einfach bei der Handhabung. Tauschte man Sachen, also zum Beispiel ein ganzes Schwein, konnte es passieren, dass man nicht den kompletten Gegenwert für das Schwein erhalten konnte, und ein drei viertel Schwein ist in den meisten Fällen tot und transportiert sich deswegen auch nicht mehr selbst.

„Der Markt“ ist aber einer der Begriffe, die Ihre Bedeutung mit dem Laufe der Zeit verändert haben. Klingt komisch, ist aber so. Heutzutage versteht man unter „Der Markt“ das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage an Waren, Dienstleistungen und Rechten.

Aus dem Ort wurde also etwas, dass geregelt wird. Wer aber regelt den Markt? Auf diese Frage gibt es sehr viele Antworten, die Lieblings-Antwort der Menschen, die „dem Markt“ vertrauen lautet deswegen auch „der Markt“. An dieser Stelle wird es schwierig.

Der Markt regelt nur eines. Das “Der Markt” funktioniert. Angeblich gäbe es dann Wohlstand und Glück für alle. Das dem leider nicht so ist, belegen selbst Berichte, die von denen angefertigt werden, die dem Markt vertrauen. Dennoch wird das Stützen und Sichern des Marktes als Alternativlos angesehen.

Ende der Sendung.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151342669551583&set=a.402486811582.184264.352426141582&type=1

Nur ein Unfall …

… verursachte heute Morgen, dass ich zu spät zu meiner Arbeit kam. Natürlich, die Witterungsbedingungen in Bayern sind aktuell nicht Autofahrer-Freundlich, aber ich kann mich an kein Jahr hier erinnern, wo ich Aufgrund von Blechschaden so häufig zu spät kam.

Dabei wird die Sicherheitstechnik von Kraftfahrzeugen immer besser. Warum also ereignen sich Unfälle gefühlt häufiger? Es war auch kein Problem der Räumfahrzeuge, am Ende vom Winter sind die ja eingespielt, und fuhren auch.

Fahrzeuge werden von Menschen gelenkt. Menschen machen Fehler. Sicherlich kann man als erste Antwort es sich leicht machen, und sagen: „tja, da ist Mutti mal wieder zu schnell gefahren, als sie ihre Blagen in den Kindergarten gefahren hat.“, oder auch: „typisch Freude am Fahren, der war zu schnell“.

Freude am Fahren? Um 09:00 in Deutschland? Bei unangenehmen Witterungsbedingungen? Wohl kaum. Wahrscheinlicher halte ich beim Unfallverursacher (oder auch Beiden, über den Unfallhergang weiß ich nichts, nur das Vollsperrung war, und ein zweiter Sanker den Unfallort anfuhr) Sachzwänge ausschlaggebend waren. Hä? Na der Zwang „des Marktes“! Den es nicht zu verschrecken gilt. Der uns eben Flexibilität und Mobilität „aufzwingt“. Alternativlos! Zu jeder Tages und Jahreszeit.

Moment. Es war ja nur „ein Unfall“. Ok, Kollateralschaden, nicht weiter wichtig. Muss man eben in der heutigen Zeit der Globalisierung hinnehmen. Ach? Echt? Ah … ok, schlafen wir weiter, alternative Gesellschaftsformen sind für „uns Deutsche“ ja ein rotes Tuch …

KenFM über: Wie man sich embedded, so schläft man.
https://www.youtube.com/watch?v=Vpnoi5oiWa8 (42 Min.)

Volker Pispers – Halt‘ du sie dumm – ich halt‘ sie arm…
https://www.youtube.com/watch?v=eoAE5q0kcts (13 Min.)

KenFM über: WERDET MILITANT!
https://www.youtube.com/watch?v=QUqppJRDVgk (23 Min.)

 

http://www.idowa.de/home/artikel/2013/03/26/freising-schwerer-unfall-im-gegenverkehr-mit-zwei-verletzten.html