Alle Menschen sind gleich …

… aber manche sind gleicher.

Richtig, „Farm der Tiere„, ein Roman von Georg Orwell, den man ja sonst nur für „1984“ verantwortlich macht ;).

Dieses beiden Bücher, als natürlich auch die verfilmten Versionen davon z.b. Aufstand der Tiere„, sowie „Die Welle“ und „Wer den Wind sät“ waren rückschauend neben der Erziehung durch meine Eltern die Werke die ich heute anführen würde, um mein moralisch ethisches Weltbild zu beschreiben.

Allerdings wurde mir eben auch sehr früh beigebracht, keinen Menschen Aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft, seiner Religion oder einer erkennbaren Behinderung abzulehnen. Ich wusste mit sechs Jahren, was man bei Epileptiker machen muss, damit der sich bei einem Anfall möglichst wenig verletzt. Anwenden konnte ich das einmal in der U-Bahn in Berlin … die Blicke der Leute drum rum … Wahnsinn … nein, der beißt nicht, der hat nen Epi … einmal Krankenwagen bitte, danke …

Später habe ich dann gelernt, dass die besten Rollstuhlfahrer-Witze Rollstuhlfahrer erzählen, und sich ein Epileptiker nicht auf den Schlips getreten fühlt wenn man den Anfall selbst „Epi“ nennt. Mit einer Behinderung zu leben geht nämlich … und das auch gut. Was verletzt ist das „Abwertende“, dass Gefühl vermittelt zu bekommen nicht ganz „funktional“, „komplett“ zu sein.

Was? Ach so … welche Behinderung ich habe? Nichts dramatisches. Sehschwach. Ab meinem sechsten Lebensjahr Brille. Klar, nicht vergleichbar mit Rollstuhl, Epi oder anderen „voll krassen Sachen“. Und doch. Ja. Man mag es sich nicht vorstellen, aber, auch eine Seh-Behinderung ist eine Behinderung. Klar, die ist leicht „abstellbar“. Brille. Allerdings … der Umgang mit „Brille“ steht für „Kinder“ anscheinend auf keinem Lehrplan :D.

Ja, sorgfältig behandeln … putzen wenn man nix mehr sieht … das bekommt man gezeigt. Aber … was macht man im Sport? Und kommt mir jetzt nicht mit „Sportbrillen“ … schon mal mit ner Sportbrille „geköpft“ beim Fußball? 😉

Aber solche Feinheiten, dass man eben nicht jede Mütze tragen kann, weil einem die Bügel der Brille die vom Kopf schieben, dass sagt einem keiner. Das bestimmte Sportarten dann einfach „doof“ sind (man halt auf die Sehhilfe verzichten sollte, wenn man diese unbedingt betreiben muss), bekommt man noch vermittelt (schließlich kosten die Dinger richtig Geld).

Aber mir ging es um das Ausgrenzen. Und das erfährt man als Brille tragendes Kind dann eben doch. Natürlich, nichts ist fieser als Kinder untereinander. Aber das sind nicht die Dinge, die „hängen“ bleiben. Viel eher die Selbstverständlichkeit, der „besser sehenden“ das man eben „sehen“ kann. Immer. Egal ob die Brille nun beschlägt, oder eben nicht … Einschlafen mit Buch in der Hand … ist für Brillenträger eher selten.

Also … komische Reaktionen anderer Menschen noch einmal hinterfragen … vielleicht war das ja ganz anders gemeint, und die „komische Reaktion“ hat einen nachvollziehbaren Hintergrund … wenn sich beide Menschen die Zeit nehmen wollen und können, kann man damit unheimlich viel Frust und Unverständnis aus der Welt schaffen.

http://www.youtube.com/watch?v=8TJxnYgP6D8 (Kids React to Gay Marriage)

http://www.youtube.com/watch?v=fn_71-bMwmw (O anúncio que esta a comover o Mundo)

http://raul.de/leben-mit-behinderung/10-dinge-die-alle-eltern-ihren-kindern-uber-behinderungen-beibringen-sollten/

Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten …

Mit diesem Credo wurde letztendlich vor der Bundestags-Wahl die NSA Affäre für „beendet“ erklärt. Unser BIM faselte irgendwas von einem „Supergrundrecht“ auf Sicherheit.

Wenn man dieser Argumentation folgt, hatte Frau Merkel massiv etwas zu verbergen. Nur … war das etwas, was auf ihrem Handy geschah? Nein, eher nicht. In der Nebelwolke der Empörung über die späte (und damit für viele unechte) Empörung von Frau Merkel kam still und heimlich:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/29/merkel-gibt-widerstand-auf-deutsche-muessen-europas-banken-retten/

Irgend ein „Vertrauen“ zu unseren „Polit-Eliten“ stellt sich damit bei mir allerdings nicht ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VHuso4jIcps (29.10.2013 Nichtwissen – bis neulich Dienstag Volker Pispers!)

Am Ende vom Oktoberfest …

… bin ich mittlerweile sehr glücklich, dass es vorbei ist :D.

Natürlich, liegt in erster Linie daran, dass ich nur noch sehr sehr selten Alkohol trinke. Ist bei mir gesundheitlich bedingt. Bluthochdruck. Auf deutsch, ich vertrage zwar sehr viel (meine Frau sagt immer zu viel), habe aber mittlerweile das Problem, dass ich nach einem ordentlichen Vollrausch ca. zehn Tage lang einen messbar höheren Blutdruck mit mir rumtrage als ohne einen Vollrausch auf Alkohol.

Allerdings verurteile ich auch keinen dafür, dass er die Wiesn toll findet, und sich da gerne das Licht ausbläst … habe ich schließlich selbst lange genug so gemacht. Auch die Alkoholleichen, die man in diesen zwei Wochen überall im Umkreis von München antrifft … ja mei … gehört halt „dazu“.

http://www.muenchenkotzt.de/
zeigt natürlich nur die krassesten Entgleisungen, aber … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Heute, am Sonntag, hatten wir wieder Besuch von einer guten Freundin. Die erzählte dann auch gleich, wie sie die letzten zwei Wochen so überlebt hat. Sie selbst trinkt auch keinen Alkohol mehr, war aber einen Tag Vormittags mit zwei befreundeten Pärchen auf dem Oktoberfest. Sie selbst hat es Nachmittags verlassen, weil … wird zu voll, und die Massen an Besoffenen sind, wenn man selbst keinen Alkohol zu sich nimmt dann halt immer schwerer zu Ertragen.

Die Storys die dann aber so „nebenbei“ raus gekommen sind, waren zwei längere Beziehungen zu Bruch, und eine Freundschaft. Na gut äh … ja mei … das gehört halt „dazu“.

Der eigentliche Grund dieses Beitrags war aber das Gespräch mit meiner Frau beim Abendessen. Wie würde ein Fest, wie das Oktoberfest ausschauen, wenn dort andere Drogen als Alkohol verabreicht werden würden? Also … welche Klamotten, Fahrgeschäft, logistischen Aufbau und so weiter … eine meiner Meinung nach furchtbar interessante Frage.

Nehmen wir als erstes Beispiel THC. Statt einer „Maß“ gibt es dann „ne Bong“. Oder eventuell nur „ne halbe Bong“. Klamotten technisch wäre dann vermutlich so die Birkenstock-Müsli-Fraktion die Tonangebende. Bei den „Fahrgeschäften“ wird es aber echt schwierig. Alles was so schnell wackelt und rast ist auf THC ja eher „uncool“. Aber gut … ich könnte mir auch Buden vorstellen, die Tonkneten oder malen mit Fingerfarben anbieten. Der logistische Aufbau allerdings wäre vermutlich genau der gleiche, wie zum echten Oktoberfest. Mit vermutlich einem ganz gravierenden Unterschied … weniger Personalbedarf bei unseren Polizisten, da sehr wahrscheinlich die Anzahl der Gewaltdelikte deutlich niedriger wären, als beim „echten“ Oktoberfest. Belegen tun dies übrigens Statistiken zu Gewalttaten bei Europameisterschaften. Aus irgend einem Grund war die Anzahl solcher Delikte bei der Europameisterschaft in Holland/Belgien deutlich geringer als in allen anderen Ländern. Woran das wohl gelegen haben mag? Musikalisch letztendlich … hm … vermutlich nix besonderes … eher Lala … und schöne Welt Lieder ..

Nehmen wir als nächstes Amphetamin. Statt einer Maß gibt es nen Spiegel, ne Rasierklinge und nen Ziehröhrchen … bestellen kann man entweder nen halbes Gramm „so“ oder schon „ziehfertig“. Klamotten technisch … nix besonderes, geht durch alle Schichten. Fahrgeschäfte? Ja … alles wo man sich austoben kann … bis zu Buden, wo man mit Lego, Fischer-Technik und weiß der Geier was spielen kann. Logistik? Ja, wird anstrengend, vor allem da man noch Personal auch zwei Tage nach den Amphetamin-Wiesn braucht ;). Musik? Vermutlich alles was schnell und laut ist :D.

Das kann man so eigentlich mal für alle Drogen (LSD, MDMA, Heroin, Kokain) durchspielen. Und sich dann am Ende eventuell die Frage stellen, ob die Drogenpolitik Deutschlands, die ideologisch immer noch auf den ersten „War on Drugs“ aufbaut so der richtige Weg ist.

http://www.spiegel.de/panorama/wiesn-zuende-oktoberfest-zieht-bilanz-fuer-2013-a-926355.html
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/israel-marihuana-100.html

http://www.youtube.com/watch?v=dVGKg9ejzZc (Störsender.tv / 23 min. Video)

die humanistische Partei Deutschlands …

… gab es wohl schon einmal (HP), allerdings hat die sich recht schnell wieder verkrümelt.

Allerdings sollte es wohl eine Geben. Also … muss ja nicht die HP sein, aber eigentlich könnte man doch eine HPD gründen. Wobei das „D“ in diesem Fall nur wiederspiegeln soll, dass die Partei in Deutschland tätig ist. HPE wäre die Alternative, und 100% korrekt kann eigentlich nur HPdW sein ;).

Aber das ist dann nur im Deutschen verständlich. Achherje … um den richtigen Parteinamen zu finden, müsste es erst einmal eine Sprache geben, die ALLE! Menschen dieser Erde sprechen können … hm … also ein „Soundjingle“ … nicht mitgekommen? Macht nix, Humanismus gilt nun mal für alle Menschen …

Die Bruchrechnung des Tötens

Vielen ist bestimmt schon dieser Werbespot aufgefallen:
http://vimeo.com/72718945
der nun auch einen Preis gewonnen hat:
http://www.zeit.de/kultur/film/2013-09/filmpreis-mercedes-hitler

Aufgrund des Zeitungsartikels postete einer meiner FB-Freunde, dass er diesen Spot super findet, im O-Ton:
„ich find den ja genial … Bilder, Aussage, Auto … einfach nur geil!“.

*Schluck*.

Völlig ohne Frage ist der Werbefilm sehr gelungen. Schnitt, Ton, Perspektive, Story, Idee und sogar „Aufarbeitung“ der eigenen Vergangenheit. „Witze“ über Hitler. So weit so gut. Allerdings enthält er auch eine Aussage, die ich als sehr sehr bedenklich empfinde. Nämlich, dass die gezielte Tötung eines Menschen zukünftiges Leid verhindern könnte. Was im krassen Widerspruch zu meiner Überzeugung „Du sollst nicht töten“ steht.

Die meisten Menschen, denen man „Du sollst nicht töten“ um die Ohren (Augen) haut werden sagen: „Bibel“, oder „10 Gebote“ oder „Religion“. Daher kennen „wir“ dieses „Gebot“. Nun ist aber dieses „Gebot“ sehr stark interpretierbar. Es kann heißen, dass ich keinem Lebewesen auf Erden Leid zufügen darf (hey, hör sofort auf mit Meister Propper den Boden zu wischen … denk doch an die armen Bakterien) oder, man bezieht es „nur“ auf die Tötung anderer Menschen. Ich beziehe es auf Letzterem. Für mich ist dieses Gebot in seinem Sinn aber deutlich älter, als eines der Gebote, die Moses auf Steintafeln vom Berg Sinai runter getragen haben soll.

So ist bereits im Ägyptischen Totenbuch das sogenannten negative Sündenbekenntnis enthalten:
Nicht hab ich bewirkt das Leiden der Menschen,
Noch meinen Verwandten Zwang und Gewalt angetan.
Nicht habe ich das Unrecht an die Stelle des Rechtes gesetzt,
Noch Verkehrs gepflegt mit dem Bösen.“
Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig, dass die „Idee“ zu „du sollst nicht töten“ deutlich früher nieder geschrieben wurde, und selbst die Idee eines „göttlichen“ Totengericht nicht erst mit dem Juden oder Christentum entstand!

Das Christentum (oder Judentum) entwickelte diese Gebot dahingehend weiter, dass die „Rechtmäßigkeit“ des „Gebots“ nicht auf „Verwandte“ beschränkt wird. Sondern eben auf „alle“ Menschen anwendbar ist. Interessanterweise findet man auch in anderen „Kulturkreisen“ diese Ideen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus

Daher kann man durchaus schreiben, dass diese Idee, wenn auch nicht in der Formulierung, die in unseren Kulturkreisen Aufgrund der vorherrschenden Religion der letzten 2000 Jahre verwendet wird, über 4000 Jahre alt ist. Des weiteren ist sie meiner Meinung nach NICHT! an EINE! Religion gebunden. Mir ist durchaus Bewusst, dass im Namen des Glaubens schrecklichste Gräueltaten verübt wurden, die diese Idee pervertieren. Dies mindert aber die „Rechtmäßigkeit“ dieser Idee nicht, da diese eben älter ist, als sie von den „Religionen“ missbraucht wurde.

Und was hat das Alles nun mit der Überschrift und dem Eingangs verlinkten Video zu tun?

Ich verwende die Redewendung (oder auch Gebot) „Du sollst nicht töten“ Sinnbildlich für meine Überzeugung, dass kein Mensch über den Tot eines anderen Menschen bestimmen darf!

Konkret meine ich damit, dass ich die Tötung eines Menschen zur akuten Gefahren abwehr tolerieren muss, weil anderen Falls ein anderes „Gesetz“ der Ethik verletzt werden würde:
Jedem steht es frei zu leben, und sich nach seiner Vorstellung zu entfalten,  so lange er Andere damit nicht beeinträchtigt oder behindert, dass Gleiche zu tun.

Ein Kind aber umzubringen, weil es in der Zukunft schlimmste Verbrechen verüben würde ist etwas, was schlicht nicht gehen kann! Wer eine solche Idee toleriert, der toleriert eben auch den Einsatz von Drohnen, um Terroristen „gezielt“ zu töten. Der „Kollateralschaden“, sprich die Menschen die im Umfeld des Terroristen mit umkommt, wird als „notwendiges Übel“ dargestellt. Es ist doch immer besser, wenn nur vier Menschen sterben müssen, um tausende zu retten, die bei einem zukünftigen Anschlag dieses Terroristen umkommen könnten!
FALSCH! FALSCH! FALSCH!

Null Toleranz an diesem Punkt!

Kein Mensch ist „wichtiger“ als der Andere. Kein Mensch „wertvoller“ als der Andere. Eine „Berechnung“ ala: „Opfere Anzahl X Mensch, um Anzahl >X Mensch zu retten“ funktioniert nicht. Weder bei einen Menschen fremdbestimmt zu töten, um die ganze Menschheit zu retten, noch bei zehn Menschen, um die ganze Menschheit zu retten. Menschenleben sind keine Währung! Keine Zahl! Es sind Menschen! Gesetze der Logik/Mathematik sind daher in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht nicht anwendbar. <- Punkt

Vor ca. einem halben Jahr erschoss ein Polizist einen geistig gestörten Menschen in einem Brunnen in Berlin. Ich habe Mitleid mit diesem Polizist. Weil hier ein Mensch einen anderen Menschen töten musste, um sein eigenes Leben zu schützen. Auch wenn ich das Gebot „Du sollst nicht töten“ mit Händen und Klauen verteidige, so verurteile ich den Menschen, der geschossen hat nicht!

Es ist vollkommen korrekt, dass ein Polizist auf eine solche Situation besser vorbereitet sein sollte, so dass er den Aggressor nicht töten muss. Dem Menschen aber, der abgedrückt hat, dem mache ich keinen Vorwurf. Der ist in meinen Augen gestraft genug. Ich bekam bei der Ansicht des Videos nicht den Eindruck, dass er sich über seine Tat gefreut hätte. Sie geschah in Notwehr, auch wenn viele sagen werden, dass kann keine Notwehr für diesen Polizisten gewesen sein, der muss andere Möglichkeiten finden, um den Aggressor auszuschalten. Ja, … sollte er … Muss? Auch ein Polizist ist ein Mensch, und ein Mensch darf sein eigenes Leben immer verteidigen! In einer AKUTEN! Situation.

Das genaue Gegenteil der akuten Situation ist z.b. das geleakte Video der Apache-Crew:
http://youtu.be/nH5vaaarpqk?t=2m47s

Es war einmal in Amerika …

… da gab es Indinaner (also eigentlich indigene Völker Amerikas). Ganz ausrotten konnten „wir“ (europäische Auswanderer) „die“ nicht, aber das ist vermutlich nicht unser Verschulden.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen muss man sagen, dass auch in Amerika solche Gedanken wie „Humanismus“, „Toleranz“ und „Gleichberechtigung“ bei politischen Entscheidern und im „Volk“ allgemein vorhanden sein müssen. Sonst wäre so etwas wie der 13. Zusatzartikel (das ist die Story mit Lincoln) nicht möglich gewesen.

Gut, bis zur kompletten Abschaffung der Rassentrennung hat es dann noch etwas gebraucht, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Fakt ist aber, dass es bis 1964 offiziell eine nicht Gleichbehandlung von Weißen und „Schwarzen“ gegeben hat.

Was hat dies mit unserer aktuellen Lage zu tun? Also, ich meine so Themen wie Bundestagswahlk(r)ampf, PRISM, amerikanisches Wirtschaftssystem(Ideologie) und USA als Weltpolizei.

Meiner Meinung nach unheimlich viel. Der wirtschaftliche Erfolg Amerikas ist vor allem durch den Raubbau an Natur und! Mensch begründet. Bodenschätze, die vorher den Indianern gehörten, Sklaven, die geraubt aus ihrem Land, oder auch gleich in die Sklaverei geboren wurden und so weiter und so fort.

Aber, DAS! ist nichts ungewöhnliches. Haben die, die in Europa geblieben sind auch so gemacht. Gut, teilweise wurde Sklaverei früher abgeschafft, und so furchtbar viel Land gab es dann ja auch nicht mehr zu holen (also das mit Bodenschätzen), als Afrika auf dem Reißbrett aufgeteilt war.

Mein Problem sind ehrlich gesagt nicht die Amerikaner. Die stehen für mich sozusagen stellvertretend für das aktuelle Wirtschaftssystem(Ideologie). Das Problem ist die Macht, die Amerika konzentriert hat. Unabhängig, ob das nun die militärische,  finanzielle oder Medien Macht ist.

Es gab (und gibt vereinzelt noch) immer wieder Bestrebungen, den Kapitalismus zu zügeln. In den letzten acht Jahren nicht mehr so wirklich, davor unter Rot-Grün eigentlich das genaue Gegenteil von „zügeln“ und davor … ja, da gab es die deutlich deutlicher. Also … meine Finger finden kaum noch die Tasten, aber die Gesetzgebung unter Kohl war deutlich sozialistischer als nachfolgend Rot-Grün.

Kapitalismus als Wirtschaftssystem lehne ich nicht ab. Was ich ablehne, ist das Mantra, dass „der Markt“ das selbst regelt. Der Markt regelt nur eines! Dass das Kapital bei manchen mehr wird. Die Deregulierung des Finanzmarktes unter Rot-Grün zeigt das mit der nachfolgenden Immobilienblase und der darauf folgenden „Euro- Krise“ für jeden nachvollziehbar.

Äußert man aber, dass bestimmte Bereiche im Wirtschaftssystem eben doch staatlich reguliert gehören, ist man automatisch Kommunist. Herr Pispers erklärt das ganze deutlich unterhaltsamer:
http://www.youtube.com/watch?v=ZRoMP_V3zDU

Aber was bitte hat die Einleitung mit den aktuellen Geschehnissen zu tun? Ganz einfach. Wir folgen aktuell unreflektiert einem System welches nicht „human“ ist. Statt Kapitalismus oder Kommunismus hätte ich gerne Humanismus als Wirtschaftssystem. Und wir lassen uns von einem Land (USA) diktieren, wie wir uns sicher zu fühlen haben. Und um uns sicher zu fühlen, schlucken wir jede noch so große Kröte:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/pofalla-nebelkerzen-no-spy-abkommen

Vertrauen vs. Sicherheit

Ja wieso denn nun bitte Vertrauen gegen Sicherheit? Wenn es „Sicher“ ist, vertraue ich „dem Ganzen“ doch.

Soweit so gut. Das große Problem dabei ist nur, dass um sich „sicher“ zu fühlen, oftmals Bedürfnisse anderer Missachten werden müssen. So zu mindestens versucht „man“ uns unter unterschiedlichsten Buzz-Words das aktuelle Hick-Hack um PRISM/GHCQ und Co. zu verkaufen.

Unserem aktuellen BIM (Bundesinnenminister) kommen bei den Erklärungsversuchen zu dieser Thematik dann auch recht merkwürdige Begriffe in den Sinn wie zum Beispiel das „Supergrundrecht“ auf „Sicherheit“. Eigentlich muss man mit unseren Politik-Eliten aktuell wirklich Mitleid haben. Müssen Sie uns (normaler, führungsbedürftigen Bürger) doch aktuell erklären warum und wieso der Zweck die Mittel heiligt, obwohl, so zu mindestens schienen viele Bürger in der BRD und auch in anderen Ländern das verstanden zu haben, die Grundlage Ihres Handelns und Strebens ein Rechtsstaat sein sollte.

Natürlich werden in einem Rechtsstaat auch Fehler gemacht (Im Fall Molath scheint es derer vieler zu geben). Allerdings gibt es zu einem Rechtsstaat Gesetze. Zum Beispiel das Grundgesetz. Grundlage eines Rechtsstaat ist auch, dass diese Gesetze einsehbar sind. Sonst kann man sich an diese nicht halten.

Wenn nun aber herauskommt, dass es neben diesen einsehbaren Gesetzen noch Geheim-Gesetze gibt, die teilweise sogar das Grundgesetz aushebeln … ist das dann immer noch ein Rechtsstaat?
Abhören im Adenauer-Deutschland und in Neuland (Artikel, Telepolis, heise).

Wenn sich dann weiter herausstellt, dass es für die Personen, denen wir Bürger unser Vertrauen geschenkt haben (per Wahl), kein Problem zu sein scheint, dass es eben so ist, wie es aktuell ist, erhällt dieses Vertrauen einen sehr starken Dämpfer.

Dann fühle ich mich als Bürger nicht sicher vor meinen Politikern!

Wenn der durchaus richtige Ansatz von Frau Merkel, diese Probleme in globalen Gesprächen klären zu müssen als Highlight gefeiert wird frage ich mich natürlich … warum denn erst jetzt? Und, was bitteschön möchten die klären? Das es doch besser wäre, wirklich einen Rechtsstaat zu haben?

Ähm … das sollte doch aber die USA, Frankreich, UK usw. schon längst sein, oder? Also … die Länder, die dem guten kapitalistischen System angeschlossen sind, sind doch alles Rechtsstaaten. „Die Bösen“ sind entweder kommunistisch, oder islamistisch.

Wenn man dazu allerdings in Betracht zieht, dass es Geheimorganisationen gab und gibt, die versuchen bestimmte Strömungen zu unterbinden (Gladio z.b.), und dafür auch nicht vor Aktionen zurückschrecken, die unter sogenannter „Falscher Flagge“ geführt werden, fühle ich mich vor meinen Politikern immer weniger sicher. Und die Grundlage unseres Handelns, den Rechtsstaat, gibt es dann wohl nur auf dem Papier.
9/11, die NATO und der Krieg

KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 1) (50 Min, YT-Video)
KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 2) (50 Min, YT-Video)

Immer weiter so …

… uns geht es ja gut. Unbestreitbar. Eine Veränderung bedeutet immer auch die Möglichkeit, dass es sich „zum Schlechteren“ verändert. Daher wählen wir lieber „das bekannte“ Übel als das Unbekannte.

Aus diesem Grund rennen wir Alternativlos dem goldenen Kalb des Kapitalismus hinterher, und schlucken dabei jede noch so bitter schmeckende Kröte, um ja „den Markt“ nicht zu gefährden oder gar zu verunsichern. Ja, die Kröten dieses Systems heißen nicht Mord und Totschlag. Unsere Kröten haben Neuland gemäß andere Namen:

  • Echolon, PRISM, GHCQ
  • Transferleistungen im Form des Zinses-Zins von fleißig nach reich
  • Manipulation „der Meinung“ durch Geld-Eliten (Presse, ÖR, Lobbyismus)
  • Hörigkeit der Polit-Eliten gegenüber der Geld-Elite
  • Raubbau an Mensch! und Natur

Aber! Es ist unbestreitbar, dass es trotz Kapitalismus zu keinem offenen Krieg nach WWII mit deutscher Beteiligung kam. Ja, ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem ich nicht einmal Gewehre auf den Straßen gesehen habe. Nicht an Polizisten, nicht an Soldaten. Korrekt. Berlin. West. Gewehre trugen immer nur „die da drüben“. Die Bösen. Die Kommunisten.

Ich habe 1989 meine Mutter nicht verstanden, als sie nach dem Mauerfall sagte: „Und nun wird der Kapitalismus seine widerliche Fratze zeigen, die Notwendigkeit als das bessere System da zu stehen gibt es nun nicht mehr“.

Das sie aber auch gleich so Recht haben muss … natürlich, ja, „eigentlich“ darf ich mich doch gar nicht beschweren … ich hab nen Job, ein Einkommen, eine Mietwohnung die super in Schuss ist, in einer Stadt, die richtig reich ist, in einem Land wo ich nicht durch Favelas laufen muss, oder Angst haben muss das ich von einer verirrten Kugel/Rakete/Bombe getroffen werde. Also weiter so!

Mit den sehr guten Lebensbedingungen für mich bin ich aber nicht zu Frieden! Die Welt ist groß, und 3000 Jahre nach Platon und den ersten Erkenntnissen in Richtung Humanismus und Co. sollte es doch ENDLICH! für alle Menschen auf Erden genug zwischen den Zähnen, sauberes Wasser und einem Dach über dem Kopf reichen! Klar, liegt an der Überbevölkerung und Klima und … *MÖP* Nein! Liegt es eben nicht! 12 Millionen Menschen könnten wir Ernähren! Warum das dann trotzdem nicht funktioniert, kann man sich hier anhören:
http://marialourdesblog.com/kenfm-im-gesprach-mit-jean-ziegler-wir-lassen-sie-verhungern-die-massenvernichtung-in-der-dritten-welt/

Und nein … „wissen“ tue ich es nicht, *wie* das endlich gerecht und co. auf Erden zugehen kann. Eines aber weiß ich. Es wird sich nichts ändern, egal ob ich SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP wähle. Eventuell bei Piraten oder Linke. Aber das ist nur eine Vermutung. Daher meine Empfehlung für die nächste Bundestagswahl, wenn einem diese Ungerechtigkeit auch extrem anpisst … wählt NICHT! SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP. Super wäre ebenfalls Parteien mit rechtsradikalem Gedankengut zu meiden. Alles andere ist dann wirklich ein SIGNAL! an unsere „etablierten“, dass es total toll ist den „Markt“ zu stützen und unseren Wohlstand zu mehren … aber total scheiße wenn die Verteilung des Wohlstands weiterhin so abläuft wie aktuell.

Frühling ick hör dir trappsen …

Grün mit Sonne
Ja, wirklich Grün mit Sonne!

Ja, da war doch was … stimmt, vor knapp zwei Wochen haben wir noch gemosert, der Frühling möge endlich kommen, und das ständige Grau vertreiben.

Heute Morgen (naja, schon fast Mittag) auf dem Weg zur Arbeit viel mir auf, dass da mal wieder jemand mit dem grünen Farbeimer um sich geschmissen hat. Man könnte auch sagen das der Winter nun endlich vorbei ist.

Und nachdem ich in letzter Zeit eh nur viel politisch und gesellschaftskritischen Bla Blub gepostet habe, heute mal etwas zum Freuen :D.

Zu solchen Wetterumschwüngen braucht es ja auch Musik. Ich habe meinen Frühlings-Mix gefunden, netterweise darf ich mit Erlaubnis des Reiseführers diesen hier sogar zum Download anbieten:

_ad_ – set4Liquid_Sky_Berlin_(und_es_kommt_so_wie_es_kommen_musste)

Für Track-IDs und Feedback hier noch der Link zum Mixcloud-Angebot:
http://www.mixcloud.com/ElfriedeTechnic/_ad_-set4liquid_sky_berlin_und_es_kommt_so_wie_es_kommen_musste/

Für mögliche Nebenwirkungen wie ein Lächeln im Gesicht oder spontanes Mitwippen beschweren Sie sich bitte beim Reiseführer oder erschießen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Quo Vadis …

… Wohin gehst du?

Zurück nach Rom? Hm, nein, danke, eine erneute Kreuzigung (oder auch meine Erste) muss ich nicht erleben. Petrus hat damit ja auch nicht die Besten Erfahrungen gemacht. Wobei man sich an dieser Stelle schon wieder die Frage stellen kann, ob das nun „gut“ oder „schlecht“ war. Also, der Gang nach Rom von Petrus.

Das mit dem Kreuzigen ist heutzutage ja nicht mehr modern, vor allem auch, da „man“ wohl gemerkt hat, dass sich damit ein bestimmter Typ von Märtyrer schaffen lässt. Mehrere Weltreligionen bauen darauf auf, die größten währen das Christentum und der Islam.

Interessant ist dabei, dass anscheinend Herr Jesus damals wohl nichts anderes gemacht hat, als zu reden, und nach dem zu leben! was er geredet hat. Gut, laut der Geschichtsschreibung der Kirche waren auch ein paar Wunder dabei. Aber lassen wir die beiseite. Sehr wahrscheinlich ist leider, dass wenn ein solcher Mensch wie Jesus heutzutage wieder in Erscheinung treten würde dieser sehr schnell in einer geschlossenen Anstallt landen würde. Also Vorausgesetzt er hätte den Zugang zum Tempel erhalten, und etwas von „Pharisäer“ und so murmeln dürfen.

Damit stellt sich natürlich aktuell die Frage, wohin Jesus denn heutzutage überhaupt gehen würde, um solche Missstände anzuprangern. Achso. Stimmt. Missstände haben wir heutzutage ja gar keine mehr. Also kann man diese Frage auch nicht beantworten. Uns geht es ja allen wunderbar. Wir leben in einem freien Land, mit freier Presse, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und freien Wahlen. Also das Paradies auf Erden.

Da „wir“ das ja schon geschafft haben, und unser Model die alternativlose eierlegende Wollmilchsau darstellt, wird diese Freiheitsbegriff auch gerne als Grund angeführt wenn Verbündete „irgendwo“ auf der Welt aus „humanitären“ Gründen einreiten. Schließlich möchten wir das Paradies auf Erden für jeden Menschen, und da es uns mit diesem System ja so gut geht, ist das ein echter Exportschlager. Hat damals bei den Kreuzzügen schon super funktioniert, diese Ideen überzeugend mit Waffengewalt zu präsentieren.

Macht man heutzutage darauf aufmerksam, dass unser System eigentlich nur deswegen so super funktioniert, weil andere Völker oder Regionen der Erde bis auf das übelste ausgebeutet werden, ist man schon sehr nah in der Ecke der Verschwörungstheoretiker. Vor allem wenn man dann noch wagt, den Kommentar abzugeben, dass die Mittel, mit denen wir unsere aktuelles System verteidigen möchten die angeblichen Grundlagen „unseres“ Systems ad absurdum führen. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel von daher einfach ein „Weiter so“, wird schon werden …