Weihnachten ist nicht alle Tage

… aber warum eigentlich nicht?

Stellt sich zu Erst einmal die Frage, warum man denn täglich Weihnachten möchte. Aktuell kursieren in Foren, Twitter und „sozialen Netzwerken“ wieder die vielen Bilder und Beiträge, die die soziale Kälte „der Gesellschaft“ kritisieren, und sich wünschen, dass die Menschen immer so „offen“, „tolerant“ und „nächstenlieb“ sind wie eben zu Weihnachten.

Dabei stelle ich mir dann die Frage, was denn nun an Weihnachten so besonderes ist, dass so viele Menschen diese positiven Werte angeblich mehr leben. Zu erst … gar nix. Es ist ein Datum im Kalender. Ok, ja, Datum ohne Kalender ist komisch :D.
Aber!
Es ist wirklich erst mal nur ein Datum. Drei Tage nach dem jährlich immer zur fast gleichen Zeit statt findenden Ereignis, nämlich der Wintersonnenwende.

Ansonsten soll laut Geschichte der christlichen Kirche heute Nacht (also in der Nacht vom 24.12 auf den 25.12) Jesus geboren worden sein. Die Geburt eines solchen Menschen stelle ich nicht in Frage, auch die Geschichte mit dem Kreuz, also das Pontius Pilatus Herrn Jesus zur Kreuzigung verurteilte scheint ja historisch belegt zu sein. „Den Rest“, den die christliche Kirche zur Heiligsprechung und zum Mythos „Jesus Christus“ beigemengt hat ist mir persönlich absolut unwichtig.
Allerdings muss ich feststellen, dass ich gerade bei Menschen, die mir gegenüber erklären sie wären gläubige Christen (oder auch Muslime), die Werte „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ an den Tagen wo nicht Weihnachten ist, sehr sehr weit unterpriorisiert zu leben scheinen.

Oder um es anders zu formulieren … „den Glauben“ halte ich für verhandelbar, die Menschenrechte und die dazu herangezogenen Erkenntnisse von Platon und seinen Nachfolgern nicht!

Für wirklich sehr bedauerlich empfinde ich die anscheinend vorherrschende Haltung, dass diese moralisch ethischen Grundsätze, die deutlich älter sind als die christliche Kirche nur dann etwas „wert“ seien, bzw. beachtet werden müssten, wenn man „Gläubig“ ist.

Anders kann ich mir viele weltpolitische Ereignisse des Jahres nicht erklären, die einfach zeigen, dass selbst über 3000 Jahre später viele Menschen anscheinend immer noch davon überzeugt werden müssen, dass „Offenheit“, „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ auch Werte sind, die es lohnt gelebt zu werden, auch wenn nicht Weihnachten ist!

In diesem Sinne, allen ein besinnliches Fest wünscht euch
Bastian.

P.S: Sehr schön dazu auch der Artikel des Postillion von vor zwei Jahren:
http://www.der-postillon.com/2010/12/jesus-christus-hasst-weihnachten.html

Erwartungen anderer sind nicht die Eigenen …

Das müssen grade ganz viele Piraten auf dem Bundesparteitag erfahren. Was mich extrem wundert ist das anscheinend laute Gepolter nach „mehr“! „schneller“! „fertig“!

Wer bitteschön hat bei dem aktuellen System, welches genutzt wird, wirklich klaren Geistes denken können, dass die schiere Menge der Anträge zu schaffen ist? Wer bitteschön redet den Piraten ein, dass wenn keine Programmpunkte abgenickt werden dies ein riesen Problem darstellt?

Das nämlich wäre kein Problem!

Denn Programmpunkte „abnicken“, dass kann man bei den „Etablierten“. Und die will ich ja nicht. Weil „von Oben“ bestimmt wird was ich als treuer Parteigenosse zu denken habe.

Die Piraten, für das was sie bisher stehen, DAFÜR! wähle ich den Verein, und „verschwende“ meine Zeit ab und an mal zum Stammtisch zu gehen.
Auf Facebook, G+ oder Twitter das ein oder andere in Schriftform niederzulegen.
Mich mit Piraten und Nicht-Piraten zu unterhalten.

Weil ich Mensch bin. Ein Mensch, der sieht, dass das, was bisher von unseren „Parteien“ geliefert wurde ihm einfach nicht schmeckt. Da macht mein übersteigerte Gerechtigkeitssinn mir einen Strich durch die Rechnung.

Selbst wenn nur ein Antrag BESCHLOSSEN! wird, dann hat sich die Fahrt für die vielen vielen Teilnehmer gelohnt. Ja, kann ich verstehen. Hat nicht DEINEN! Erwartungen entsprochen. Ja, es ist echt blöd, dass wir uns nicht mit DEINEM (euren) Antrag beschäftigen konnten. Aber dafür haben wir diesen einen Antrag BESCHLOSSEN, und nicht abgenickt!

In diesem Sinne Danke ich allen Menschen, die Ihre Zeit nicht nur gestern und heute opfern, sondern auch nach dem #bpt112 die Kraft und Energie haben, weiter an einer besseren Welt zu arbeiten. Last euch nicht irre machen von irgendwelchen Politikcharts. Und habt Geduld! Der Spruch „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ bedeutet NICHT! das man Rom in zwei Tagen erbaut hätte.

Der Krieg des Friedens …

oder auch gerne „Bombing for Peace is like Fucking for Virginity“.

Ja, das Bild kennt man in der ein oder anderen Art. Ob diese Version hier mit Photoshop bearbeitet wurde, ist absolut irrelevant, es war das erste welches ich dank Tante Google gefunden hatte. Die zusätzlich einkopierten Elemente habe ich wahrgenommen, sind mir aber Wurscht.

Eigentlich sollte ich mir viel länger Gedanken darüber machen, wie ich diese Artikel aufbauen, und letztendlich schreiben sollte, denn wenn ich mir meine anderen Beiträge in meinem Blog noch einmal durchlese, und auf die Feedbacks hören würde, sollte ich mich dieses mal bemühen keine endlosen Schachtelendlossätze zu bilden, damit man „mich“ verstehen kann. Glücklicherweise gibt es Menschen, die zwar auch sehr schnell, aber auch unheimlich präzise argumentieren können. Davon gibt es ein Youtube-Video vom 22.08.2012, welches gestern auf Youtube im Channel NuoVisoTV hochgeladen wurde. Den Channel selbst … ja … viel „komisches“ und „och nö, nicht schon wieder dieses Thema“, das Interview aber sollte sich meiner Meinung nach wirklich JEDER! auf Erden einmal angehört haben. Augen aufmachen und zuschauen ist natürlich nicht verboten.

Eine knappe Stunde geht es, und ich halte es für extrem hörenswert!

Gemeint ist das Interview von Jo Menschenfreund mit Ken Jebsen.

In diesem sagt Ken Jebsen so viele tolle Sätze, die ich selbst gerne genau so formuliert hätte. Man könnte sagen, er spricht mir aus der Seele, geht dabei aber noch viel weiter, als ich dies eventuell gewagt hätte, und scheint auch über viel mehr Hintergrundwissen zu verfügen, als ich das bisher anhäufen konnte. Die Fahrstuhlmukke ist zwar grausam, aber man kann diese glücklicherweise in den meisten Fällen gut ausblenden.

Hier noch einmal die im Artikel verwendeten Links:

http://www.youtube.com/watch?v=v12St8qQnbU (Das Interview, Dauer 59 Minuten)


http://www.youtube.com/user/NuoVisoTv?feature=watch
 (YouTube-Channel NuoVisoTv)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen (Wikipedia-Artikel über Ken Jebsen)

[UPDATE 21.11.2012]
http://www.kenfm.de/wordpress/2012/11/20/deutsch-israelische/

Vinyl DJ vs. Digital DJ

  • Du hast doch nen Sync-Button
  • MP3 klingt scheiße
  • Lern mal richtig auflegen
  • Du kennst doch deine Mukke gar nicht, ich weiß schon beim Cover was drauf ist

Das sind so die am häufigsten zu hörenden Argumente dafür, dass der Vinyl-DJ „automatisch gut“, und der Digital-DJ „automatisch schlecht“ ist :D.

Zu mindestens nehme ich das so war, Statistiken und Erhebungen habe ich dazu nicht, aber nach mittlerweile zehn Jahren „Computer auflegen“, davon nun ca. sechs mit nem Controller, und drei weiteren „mobil“ mit Laptop ist das so „meine Sammlung“ von „Sprüchen“ die ich mir zu dieser Thematik anhören, lesen oder auch in Videos anschauen durfte.

Dabei fasziniert mich am meisten die „Denkmauer“ im Schädel von Menschen, wo ich eher erwarten würde, dass diese „neuem“ offen gegenüberstehen. So … Tolerant und Unvoreingenommen. Schließlich sind viele „von denen“ dafür bekannt, einen Musikgeschmack zu haben, der weit weit weg ist vom „Mainstream“ und „kommerziellen Scheißdreck“. Beim Thema Vinyl vs. Digital scheint es damit aber vorbei zu sein. Das erinnert teilweise extrem an mir bekannte Diskussionen aus der IT, ob nun „vi“ oder „emacs“ der bessere Editor, oder ob Chrome oder Firefox der bessere Browser sei :).

Ja auch ich bekomme Krämpfe und Unmuts-Zuckungen, wenn ich nen digital Kollegen sehe, der mit der OnBoard Soundkarte seines Laptops mit Maus seine 48 – 96 KB/s MP3s von Youtube-Quellen durch seinen Beatport-Player jagt, bzw. durch seine bei seinem 3,50 € Controller beiliegende Version von Traktor LE. Allerdings … selbst hier … muss man ja sagen, dass wenn es dem Großteil der Leute taugt, die eine gute Zeit haben und trotzdem voll auf der Tanzfläche abgehen … was ist daran dann falsch?

Genau! Nix! Aber ein bischen Mauer im Kopf darf ich auch haben :P.

Meiner Meinung nach ist der DJ aber absolut irrelevant. Er mag sich zwar als Zeremonienmeister seines Stammes sehen, allerdings hat er ein sehr großes Problem. Der Schamane/Priester/Druide eines Stammes, hatte noch Stämme, bei denen auch Festivitäten nach recht starren Ritualen abliefen. Da kam keiner der „Gäste“ auf die Idee, zum Schamanen zu gehen, und nachzufragen ob sie als nächstes „The Girl From Ipanema“ trommeln könnten. Denn was sind denn eigentlich „Partys“ oder „die Dizze“ oder … genau. Ritualisierte Balz-Tempel bei denen auch Pärchen ihr gutes Leben feiern können, und sich auch mit „anderen“ zu freuen.

Von daher ist für mich ein „guter DJ“ jemand, der auch aus „Scheiße“ Gold macht, um feier- und gute Laune Willigen eine geile Party zu liefern. Ob er dies dann mit Vinyl, digital oder per Kamm-Blasen schafft … DAS! ist doch absolut zweitrangig.

Das kleine Alles-Wunder, oder zu viel verlangt?

So weit sind wer also … ja, pardon, ist mir grade erst vor die Füße gefallen:
http://www.heise.de/hardware-hacks/artikel/Erste-Schritte-mit-dem-Raspberry-Pi-1573973.html

Ein kleiner Computer mit Ethernet und zwei USB-Schnittstellen. Achso … HDMI kann die Schachtel auch. Also auch ne GPU … diese Rechenpower sollte doch locker reichen, für zum Beispiel solche Geräte:
http://221797201482629875.weebly.com/modding-the-tribe.html

nen richtig guten Sequenzer + Effektgerät auf SW Basis zu basteln.

Wenn ich mir überlege, dass ich auf meinem Fail-Handy Galaxy Ace(1), dass vom Reaktionsverhalten manchmal selbst mit telefonieren absolut überfordert ist, ruckel und aussetzerfrei nen 8 Spursequenzer  läuft, wo das arme Ding noch mit WLAN, GPRS, UMTS/G3 und Bildschirmausgabe beschäftigt ist … welche Power hätte dann diese Schachtel, wenn man die GPU selbst auch noch zu Berechnung von Audio-Signalen hernehmen würde. Mit einem darauf angepassten Linux sollte das gehen. Die GPU/Bildschirmausgabe bräuchte man für den von mir angedachten Verwendungszweck nicht, das nämlich könnte dann nen Controller ala „Lemur“ übernehmen, bzw. auch jeder andere Hardware-Controller mit optischem Feedback.

Schicke Gehäuse für den Raspberry gibt es ja auch:

Damit könnte man die Schachtel als „Missing-Link“ nutzen, den es bei der Nutzung von Analog-Kram mit DIN Sync Anschluss oder MIDI/OSC immer noch gibt. Hä? Ja Ja … ok, nicht ganz Missing-Link, kleine Schachteln mit MIDI2DIN gibt es schon recht lange … und Laptops mit einem darauf laufenden Ableton (oder ner anderen DAW) auch. Nur … so nen Laptop mag doch „Künstler“ nicht immer mitschleppen. Das Gewicht vom Analog-Equip reicht doch schon. Wenn man nun so ne kleine Schachtel dabei haben könnte, die man „zu Hause“ auch über ne Web-Oberfläche steuern könnte (Ex/Import von Settings, Sequenzes, Automationsdaten), „On-Stage“ dann aber nur mit seinem Controller … … … verdammte Wunschträume 😛 … Ich find die Idee richtig gut, nur leider absolut nicht die Zeit den Beweis anzutreten das des wirklich was wär …

[Update 21.11.2013]
Na geht doch 😀
http://de-bug.de/musiktechnik/archives/7730.html

 

Schreck in der Abendstunde …

… oder, wenn man über das, was man „damals“ so gemacht hat in Wikipedia lesen kann.

Nein, keine Sorge :). Nicht namentlich (also ich) benannt, aber, wenn man auf einmal „Worte“ für einen Teil seiner Vergangenheit findet, die einem bis heute nicht bekannt waren, ist das emotional schon recht heftig. Man kann es vielleicht damit vergleichen, als wäre mein Vater oder meine Mutter in ihrer Zeit in Woodstock gewesen, und würden jetzt den Wikipedia Artikel dazu finden *g*.

In Berlin geboren und aufgewachsen macht ich mit 16 meine ersten „Erfahrungen“ mit dieser komischen „Techno Bewegung“. Mit 18 könnte ich von mir behaupten war ich gut dabei, und ab 19 voll. Der Artikel soll kein „damals war alles Besser“ sein, sondern nur meine aktuelle Überraschung festhalten.

Wie das Leben so will, und man nicht auf die Erfahreneren hören will, und wer will das schon als „Jugendlicher“, kann es passieren, dass das Leben einen nicht 100% gesellschaftskonformen Weg nimmt. Über meine damaligen Erfahrungen mit der Freizeitpharmazie möchte ich nicht prahlen oder glorifizieren. Aber, sie sind halt ein Teil meines Lebens. Das ich es in der Form übertrieb, dass auch mehrere Nervenklinikaufenthalte notwendig waren, dass ist der negative Teil. Vor ein paar Stunden fand ich den positiven, im Internet mit Bildern und Audiodateien sogar belegt.

Mein letzter „Wohnsitz“ vor der Nervenklinik war nämlich ein Bauwagen hinter dem „Tacheles“. Das der vorher mal „Spiral Tribe“ gehört hatte wusste ich damals schon. Was ich „wiederentdeckt“ habe, ist der Grund, warum es mich damals „da hin“ zog. Logischerweise verdrängt man negative Erlebnisse. Man denkt nicht mehr drüber nach. Dummerweise werden die positiven Erlebnisse damit ebenfalls verschüttet. Wenn einem dann was vor die Füße fällt, dass man sich auch an die positiven Sachen erinnern kann, ist das wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.

http://www.spiral-tribe.org/understand/page15.html

Zeigt nämlich genau diesen Bauwagen :). Zu der Zeit wo ich ihn bewohnte, war der vordere (hell) nicht mehr an der gleichen Stelle, damit ihr wisst, welches Bild ich genau meine, erlaube ich es mir hier ebenfalls zu posten:

Die Spiral Tribe Webseite selbst ist für mich wie so ein Tagebuch, was man nach knapp 20 Jahren auf einmal wieder findet. Gefunden hab ich die über einen Wikipedia Eintrag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spiral_Tribe
Damit war ich dann damals also ein Teil der
http://de.wikipedia.org/wiki/Freetekno
„Bewegung“ … den Jungs von Spiral Tribe hatte ich nämlich kurz bevor ich in die Klinik gewandert bin meine SH-101 vermacht. Eine der wenigen sinnvollen Entscheidungen, die ich damals getroffen habe :). Ich denke mal, die wird dem ein oder anderen schöne Momente beschert haben. Und ich bin grade nur glücklich :).

Der Wert Mensch, oder warum Menschlichkeit nicht berechenbar ist

Achtung, dieser Artikel wird kompliziert!

Das bedeutet, dass man wahrscheinlich viel Zeit aufbringen muss, wenn man alle genannten Quellen lesen, verstehen und verifizieren möchte. Um dir werter Leser Zeit zu sparen nenne ich am Anfang die Namen der Personen auf die ich mich beziehe:

Grade bei Andreas Popp und die Wissensmanufaktur bin ich mir noch nicht 100% sicher, ob ich ihn in die Ecke der Verschwörungs-Theoretiker stecken sollte, oder eben nicht. Das ich dennoch diesen Artikel schreibe liegt einfach daran das viele der Aussagen von Herrn Popp für mich Sinn ergeben, und ich deswegen meinen eigenen Anspruch verletze. Den Anspruch den ich an mich selbst bei „solchen Themen“ habe ist, dass ich sehr ungerne „angebliches Wissen“ weiterverbreite von Menschen, denen es nur darum geht, Unmut, Neid und andere unschöne menschliche Eigenschaften zu schüren. Bei der „Kurzrecherche“ sind auch mir Beiträge von ihm aufgefallen, wo man sehr schnell geneigt ist, ihn in die Ecke der Verschwöhrungstheoretiker zu stecken. Dies sollte als Vorwarnung genügen, wenn du geneigter Leser deine Zeit nicht verschwenden möchtest, weil du jetzt schon zu wissen glaubst, wohin die Reise geht.

Folgende Videos habe mich unter anderem dazu gebracht diesen Artikel zu veröffentlichen:

http://www.youtube.com/watch?v=xcolDPx-Bt8
http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU (Achtung! Zwei Stunden)
http://www.youtube.com/watch?v=qYVCmZnsh6g
http://www.youtube.com/watch?v=e05oEabNZAY

Nachdem du nun dir diese Videos angeschaut hast brauche ich nichts mehr zu schreiben, die Überschrift sollte Aussage genug sein. Um ehrlich zu sein, geht es mir aktuell nicht gut, Bluthochdruckprobleme. Aber, ich werde dieses Thema zukünftig noch einmal aufgreifen, dazu „rumort“ es aktuell im Kopf viel zu sehr, als einfach schweigen zu können!

[UPDATE 18.11.2012]
Ein schlauer Mensch und guter Freund sagte:
Bei „Wissenschaftlern“ die Ihre eigene Werke besprechen und dabei über den grünen Klee loben, sollte man Vorsicht walten lassen!
Als studierter BWLer sagte aber auch er, dass die Analysen im Bezug auf “Zinses-Zins-System und Wachstum (BIP)“ korrekt sind.
Von daher lohnt sich den verlinkten Vortrag von Herrn Popp doch anzuschauen, er macht zu Mindestens ein paar Punkte sehr schön verständlich klar (Was eigentlich ist Geld, Diskussionskultur in Politik-Talkshows, ESM).

Auf die Lösungsansätze scheint dies leider nicht zu passen, und auch der Aussage „das er nicht verführen wolle, dass hatten wir schon“ sollte man sehr sehr vorsichtig gegenüberstehen.

Glaub doch was du willst …

… solange es der Glauben an „meinen“ Gott ist.

Denn ansonsten bist du ein Heide, und je nach dem Mäßigungsgrad der betreffenden Religion muss ich dich töten oder nur bekehren (was letztendlich auf das Gleiche rauskommt).

So kann man durchaus die „Religions-Politik“ der letzten 2000 Jahre kurz zusammenfassen. Dabei hatte das Christentum durchaus sehr gute Ansätze, und sogar einen Menschen Namens Jesus, der anscheinend sehr viele sehr kluge Sachen gesagt haben soll. Auch der Islam mit seinem Propheten Mohammed ist in vielen Punkten vielversprechend, auch wenn ich mich dort dank meiner Geburt und dem Kulturkreis in dem ich aufgewachsen bin nicht so gut auskenne wie im Christentum.

Dem Christentum schreibt man für die damalige Zeit bahnbrechende Ideen zu, zum Beispiel das es nur einen Gott gibt, doch halt. Die Idee hatten schon die Juden. Die Christen brachten dann die „Dreifaltigkeit“ bestehend aus Vater, Sohn und heiliger Geist mit ins Spiel, als auch die Idee, dass Gott uns bereits vergeben hat, da sein Sohn „für uns“ am Kreuze gestorben und wiederauferstanden ist sowie die Grundhaltung „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“ (Möp, nein das mit der Nächstenliebe hatten die Juden auch schon). Die 10 Gebote, die Moses mit vom Berg brachte blieben leicht umgestellt erhalten. Interessant finde ich bei den 10 Geboten, dass fünf von Ihnen bereits im Ägyptischen Totenbuch enthalten sind, dort im sogenannten negativen Sündenbekenntnis. Also ist es durchaus nicht falsch, dass alle drei „großen“ Religionen den gleichen Ursprung haben, und für sich in Anspruch nehmen, dass nur Sie DEN! richtigen Gott kennen.

Nur „wer“ ist denn Gott? Jesus soll ja sein Sohn sein, wer, wenn nicht er hätte, sozusagen genetisch bedingt den besten Draht zu ihm? Nur, und das lässt mich extrem wundern, beschreibt er seinen Vater kaum. Nun ist Gottes Sohn schon mal auf Erden, und es gibt keine schmutzigen Geheimnisse? Im Thomasevangelium, wenn man sich dieses durchliest erhält man oft Beschreibungen von dem Reich seines Vaters, also das Königreich oder Himmelreich, in welches wir alle eingehen sollen. Erstaunlicherweise sind die zeitliche Bezüge aber auf das „Jetzt“ und nicht das Leben nach dem Tode ausgerichtet. So interpretiert scheint es also möglich zu sein, dass Himmelreich auf Erden zu seiner Lebzeit zu erlangen. Wenn man sich diese Evangelium durchliest, so findet man schlicht keine Beschreibungen wie Gott ist. Manche Wesenszüge werden angerissen, diese Andeutungen sind dann aber auch schon alles. Nach nun 38 Jahren Lebenserfahrung stelle ich mir also erneut die Frage wer also ist Gott? Und nachdem ich meiner Frau von dem vorherigen Artikel stammenden Teil des Evangeliums erkläre, kommen mir sehr merkwürdige Gedanken, die mich die letzten drei Tage nicht losgelassen haben:

  • keiner konnte mir bisher glaubhaft von der Existenz Gottes berichten
  • keiner konnte seine „Person“ oder „Stofflichkeit“ nachweisen
  • und selbst sein Sohn erzählt nix konkretes über ihn

Nun könnte man einfach sagen, Gott gibt es nicht. Nun musste ich aber selbst in sehr schwierigen Situationen meines Lebens feststellen, dass es unheimlich hilfreich sein kann, einen „Gott“ zu haben, den man anbeten (bitten) kann, und einem dies das Lösungsorientierte Denken früher ermöglicht, als wenn man das beten unterlässt. Man könnte also sagen, ich habe meinen Gott gefunden, aber es ist meiner, mein Gott im Geiste! Wenn du magst, glaub an ihn, aber sei dir bewusst, jeder ist Gott in sich selbst, es macht keinen Sinn, an meinen Gott zu glauben.

Huch? Ja, was? Nein … das kann nicht so einfach sein. Unmöglich! Für dieses Geisteskonstrukt sind nicht die letzten 2000 Jahre unzählige Menschen getötet, gefoltert und verfolgt worden. Wenn nämlich dein Gott die Nächstenliebe predigt, und du mit den fünf Geboten kein Problem hast, habe ich nämlich kein Problem auch an deinen Gott zu glauben. Aber dann haben sich wirklich die Menschen den Schädel eingeschlagen, nur weil der Name des Gottes nicht der richtige war, sie aber dennoch alle das gleiche wollten. Meine Güte … was wäre das eine Erkenntnis, das jeder Gott in sich selbst ist, und Glaubenskriege so nötig wären wie sich um ein Spielzeug streiten!

Lil Louis – Blackout (Phase 1 – Original 1989 Mix)

Jesus … ein Mann ohne Humor?

Kein Tag scheint aktuell zu vergehen, an dem sich die eine oder andere Glaubensrichtung aufführt, als hätte man ihnen das Lieblingsspielzeug weggenommen.
Der einleitende Satz macht vermutlich schon deutlich, dass ich selbst kein Problem darin sehe, „zentrale Elemente des Glaubens“ zu verunglimpfen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Institutionen „Kirche“ oder „Moschee“ andere Elemente als „zentral“ empfinden als ich, als auch meiner Überzeugung, dass wenn es einen Menschen wie Jesus gegeben hat, dieser sicherlich nicht „humorlos“ gewesen sein kann.

Sicherlich würde ich es mir nicht anmaßen, in unseren Freisinger Dom während einer Messe mit einem Plakat selbiger Karikatur zu marschieren, um die dort anwesenden Menschen von meiner Einstellung zu „überzeugen“. Kein Kiffer würde ja auch auf die Idee kommen, bei einer Wein-Messe mit einem Plakat aufzutauchen, auf dem er die Besucher davon überzeugen möchte, dass Wein trinken viel schädlicher ist, als eben der Konsum von Cannabinoiden. Mal abgesehen davon, dass der Kiffer wahrscheinlich andere Beschäftigungsmöglichkeiten favorisiert, als Überzeugungsarbeit zu leisten.

Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass man in der heutigen Zeit mit Steinwürfen, Fahnen verbrennen und angebliche Massenunruhen auf derartige Provokationen reagieren muss. Wobei ich mich hier deutlich von diesem hässlich produzierten und über Youtube verbreiteten Video distanzieren muss, und dies in keinster Weise so „locker“ sehen kann, wie das Comic mit Jesus auf der Caricatura. Dazu ist dieses Youtube Machwerk einfach zu sehr darauf ausgerichtet, Menschen, die einer bestimmten Glaubensrichtung anhängen gezielt zu beleidigen. Aber! Auch „unsere“ Kirchenvertreter reagieren ähnlich auf das Comic wie manche radikalisierte Imame in anderen Ländern. Und da frage ich mich dann schon, wie man als „westliche Welt“ von der „muslimischen“ fordern kann, auf dem Teppich zu bleiben, und das ganze nicht „so Ernst“ zu nehmen.

Das Problem liegt meines Erachtens in der Grundhaltung. Und die scheint auf beiden „Seiten“ die Gleiche zu sein:
„Beleidige nicht meine Götzen, sonst gibt es Haue“!

Ob die „Haue“ dann „nur“ verbal geäußert, oder ihren Ausdruck in der Form der Gewalt findet, dass ist noch einmal ein anderes Thema, aber es ist meines Erachtens das Gleiche Problem: Es wurde vorher eine Götze beleidigt. Bitte was? Jesus eine Götze? Wie? Hä?

Richtig! So wie die vielen Gruppierungen der christlichen Kirche Jesus, den heiligen Geist oder Maria darstellen ist es eine Götze im Geiste! Der Begriff wird „heilig“, eine Verunglimpfung des Begriffs als: „du glaubst nicht, und du beleidigst meinen Glauben“ interpretiert. Und wenn ich das nicht so sehe, bin ich eben in den Augen der Kirche kein richtig gläubiger Christ.

Damit kann ich leben. Allerdings glaube ich auch fest daran, dass wenn ich die ethisch moralischen Grundlagen der christlichen Kirche beherzige, versuche nach diesen zu Leben, dass wenn es einen „Gott“ geben sollte, und es auch zu einem jüngsten Gericht kommen sollte, ich diesem Gott fest in die Augen schauen kann: „Ja, nach meinem besten Wissen und Gewissen habe ich versucht nach deinen an Moses gegebenen Regeln zu leben“.

Und dazu muss ich nicht daran glauben, dass Maria Spaß nur mit dem heiligen Geist hatte, und Jesus über das Wasser ging!

In diesem Sinne: Amen.



http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik
http://de.wikipedia.org/wiki/10_Gebote#Verh.C3.A4ltnis_zu_alt.C3.A4gyptischen_Texten
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomasevangelium
(22) Jesus sah Kleine, die gesäugt wurden. Er sprach zu seinen Jüngern:
„Diese Kleinen, die gesäugt werden, gleichen denen, die ins Königreich eingehen.“
Sie sprachen zu ihm: „Werden wir als Kleine ins Königreich eingehen?“
Jesus sprach zu ihnen:
„Wenn ihr die zwei zu eins macht und
wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere und
wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, so daß das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich ist, und
wenn ihr Augen macht anstelle eines Auges und eine Hand anstelle einer Hand und einen Fuß anstelle eines Fußes, ein Bild anstelle eines Bildes,
dann werdet ihr in [das Königreich] eingehen.“

Lil Louis – Blackout (Phase 1 – Original 1989 Mix)