Die Bruchrechnung des Tötens

Vielen ist bestimmt schon dieser Werbespot aufgefallen:
http://vimeo.com/72718945
der nun auch einen Preis gewonnen hat:
http://www.zeit.de/kultur/film/2013-09/filmpreis-mercedes-hitler

Aufgrund des Zeitungsartikels postete einer meiner FB-Freunde, dass er diesen Spot super findet, im O-Ton:
„ich find den ja genial … Bilder, Aussage, Auto … einfach nur geil!“.

*Schluck*.

Völlig ohne Frage ist der Werbefilm sehr gelungen. Schnitt, Ton, Perspektive, Story, Idee und sogar „Aufarbeitung“ der eigenen Vergangenheit. „Witze“ über Hitler. So weit so gut. Allerdings enthält er auch eine Aussage, die ich als sehr sehr bedenklich empfinde. Nämlich, dass die gezielte Tötung eines Menschen zukünftiges Leid verhindern könnte. Was im krassen Widerspruch zu meiner Überzeugung „Du sollst nicht töten“ steht.

Die meisten Menschen, denen man „Du sollst nicht töten“ um die Ohren (Augen) haut werden sagen: „Bibel“, oder „10 Gebote“ oder „Religion“. Daher kennen „wir“ dieses „Gebot“. Nun ist aber dieses „Gebot“ sehr stark interpretierbar. Es kann heißen, dass ich keinem Lebewesen auf Erden Leid zufügen darf (hey, hör sofort auf mit Meister Propper den Boden zu wischen … denk doch an die armen Bakterien) oder, man bezieht es „nur“ auf die Tötung anderer Menschen. Ich beziehe es auf Letzterem. Für mich ist dieses Gebot in seinem Sinn aber deutlich älter, als eines der Gebote, die Moses auf Steintafeln vom Berg Sinai runter getragen haben soll.

So ist bereits im Ägyptischen Totenbuch das sogenannten negative Sündenbekenntnis enthalten:
Nicht hab ich bewirkt das Leiden der Menschen,
Noch meinen Verwandten Zwang und Gewalt angetan.
Nicht habe ich das Unrecht an die Stelle des Rechtes gesetzt,
Noch Verkehrs gepflegt mit dem Bösen.“
Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig, dass die „Idee“ zu „du sollst nicht töten“ deutlich früher nieder geschrieben wurde, und selbst die Idee eines „göttlichen“ Totengericht nicht erst mit dem Juden oder Christentum entstand!

Das Christentum (oder Judentum) entwickelte diese Gebot dahingehend weiter, dass die „Rechtmäßigkeit“ des „Gebots“ nicht auf „Verwandte“ beschränkt wird. Sondern eben auf „alle“ Menschen anwendbar ist. Interessanterweise findet man auch in anderen „Kulturkreisen“ diese Ideen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus

Daher kann man durchaus schreiben, dass diese Idee, wenn auch nicht in der Formulierung, die in unseren Kulturkreisen Aufgrund der vorherrschenden Religion der letzten 2000 Jahre verwendet wird, über 4000 Jahre alt ist. Des weiteren ist sie meiner Meinung nach NICHT! an EINE! Religion gebunden. Mir ist durchaus Bewusst, dass im Namen des Glaubens schrecklichste Gräueltaten verübt wurden, die diese Idee pervertieren. Dies mindert aber die „Rechtmäßigkeit“ dieser Idee nicht, da diese eben älter ist, als sie von den „Religionen“ missbraucht wurde.

Und was hat das Alles nun mit der Überschrift und dem Eingangs verlinkten Video zu tun?

Ich verwende die Redewendung (oder auch Gebot) „Du sollst nicht töten“ Sinnbildlich für meine Überzeugung, dass kein Mensch über den Tot eines anderen Menschen bestimmen darf!

Konkret meine ich damit, dass ich die Tötung eines Menschen zur akuten Gefahren abwehr tolerieren muss, weil anderen Falls ein anderes „Gesetz“ der Ethik verletzt werden würde:
Jedem steht es frei zu leben, und sich nach seiner Vorstellung zu entfalten,  so lange er Andere damit nicht beeinträchtigt oder behindert, dass Gleiche zu tun.

Ein Kind aber umzubringen, weil es in der Zukunft schlimmste Verbrechen verüben würde ist etwas, was schlicht nicht gehen kann! Wer eine solche Idee toleriert, der toleriert eben auch den Einsatz von Drohnen, um Terroristen „gezielt“ zu töten. Der „Kollateralschaden“, sprich die Menschen die im Umfeld des Terroristen mit umkommt, wird als „notwendiges Übel“ dargestellt. Es ist doch immer besser, wenn nur vier Menschen sterben müssen, um tausende zu retten, die bei einem zukünftigen Anschlag dieses Terroristen umkommen könnten!
FALSCH! FALSCH! FALSCH!

Null Toleranz an diesem Punkt!

Kein Mensch ist „wichtiger“ als der Andere. Kein Mensch „wertvoller“ als der Andere. Eine „Berechnung“ ala: „Opfere Anzahl X Mensch, um Anzahl >X Mensch zu retten“ funktioniert nicht. Weder bei einen Menschen fremdbestimmt zu töten, um die ganze Menschheit zu retten, noch bei zehn Menschen, um die ganze Menschheit zu retten. Menschenleben sind keine Währung! Keine Zahl! Es sind Menschen! Gesetze der Logik/Mathematik sind daher in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht nicht anwendbar. <- Punkt

Vor ca. einem halben Jahr erschoss ein Polizist einen geistig gestörten Menschen in einem Brunnen in Berlin. Ich habe Mitleid mit diesem Polizist. Weil hier ein Mensch einen anderen Menschen töten musste, um sein eigenes Leben zu schützen. Auch wenn ich das Gebot „Du sollst nicht töten“ mit Händen und Klauen verteidige, so verurteile ich den Menschen, der geschossen hat nicht!

Es ist vollkommen korrekt, dass ein Polizist auf eine solche Situation besser vorbereitet sein sollte, so dass er den Aggressor nicht töten muss. Dem Menschen aber, der abgedrückt hat, dem mache ich keinen Vorwurf. Der ist in meinen Augen gestraft genug. Ich bekam bei der Ansicht des Videos nicht den Eindruck, dass er sich über seine Tat gefreut hätte. Sie geschah in Notwehr, auch wenn viele sagen werden, dass kann keine Notwehr für diesen Polizisten gewesen sein, der muss andere Möglichkeiten finden, um den Aggressor auszuschalten. Ja, … sollte er … Muss? Auch ein Polizist ist ein Mensch, und ein Mensch darf sein eigenes Leben immer verteidigen! In einer AKUTEN! Situation.

Das genaue Gegenteil der akuten Situation ist z.b. das geleakte Video der Apache-Crew:
http://youtu.be/nH5vaaarpqk?t=2m47s

Es war einmal in Amerika …

… da gab es Indinaner (also eigentlich indigene Völker Amerikas). Ganz ausrotten konnten „wir“ (europäische Auswanderer) „die“ nicht, aber das ist vermutlich nicht unser Verschulden.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen muss man sagen, dass auch in Amerika solche Gedanken wie „Humanismus“, „Toleranz“ und „Gleichberechtigung“ bei politischen Entscheidern und im „Volk“ allgemein vorhanden sein müssen. Sonst wäre so etwas wie der 13. Zusatzartikel (das ist die Story mit Lincoln) nicht möglich gewesen.

Gut, bis zur kompletten Abschaffung der Rassentrennung hat es dann noch etwas gebraucht, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Fakt ist aber, dass es bis 1964 offiziell eine nicht Gleichbehandlung von Weißen und „Schwarzen“ gegeben hat.

Was hat dies mit unserer aktuellen Lage zu tun? Also, ich meine so Themen wie Bundestagswahlk(r)ampf, PRISM, amerikanisches Wirtschaftssystem(Ideologie) und USA als Weltpolizei.

Meiner Meinung nach unheimlich viel. Der wirtschaftliche Erfolg Amerikas ist vor allem durch den Raubbau an Natur und! Mensch begründet. Bodenschätze, die vorher den Indianern gehörten, Sklaven, die geraubt aus ihrem Land, oder auch gleich in die Sklaverei geboren wurden und so weiter und so fort.

Aber, DAS! ist nichts ungewöhnliches. Haben die, die in Europa geblieben sind auch so gemacht. Gut, teilweise wurde Sklaverei früher abgeschafft, und so furchtbar viel Land gab es dann ja auch nicht mehr zu holen (also das mit Bodenschätzen), als Afrika auf dem Reißbrett aufgeteilt war.

Mein Problem sind ehrlich gesagt nicht die Amerikaner. Die stehen für mich sozusagen stellvertretend für das aktuelle Wirtschaftssystem(Ideologie). Das Problem ist die Macht, die Amerika konzentriert hat. Unabhängig, ob das nun die militärische,  finanzielle oder Medien Macht ist.

Es gab (und gibt vereinzelt noch) immer wieder Bestrebungen, den Kapitalismus zu zügeln. In den letzten acht Jahren nicht mehr so wirklich, davor unter Rot-Grün eigentlich das genaue Gegenteil von „zügeln“ und davor … ja, da gab es die deutlich deutlicher. Also … meine Finger finden kaum noch die Tasten, aber die Gesetzgebung unter Kohl war deutlich sozialistischer als nachfolgend Rot-Grün.

Kapitalismus als Wirtschaftssystem lehne ich nicht ab. Was ich ablehne, ist das Mantra, dass „der Markt“ das selbst regelt. Der Markt regelt nur eines! Dass das Kapital bei manchen mehr wird. Die Deregulierung des Finanzmarktes unter Rot-Grün zeigt das mit der nachfolgenden Immobilienblase und der darauf folgenden „Euro- Krise“ für jeden nachvollziehbar.

Äußert man aber, dass bestimmte Bereiche im Wirtschaftssystem eben doch staatlich reguliert gehören, ist man automatisch Kommunist. Herr Pispers erklärt das ganze deutlich unterhaltsamer:
http://www.youtube.com/watch?v=ZRoMP_V3zDU

Aber was bitte hat die Einleitung mit den aktuellen Geschehnissen zu tun? Ganz einfach. Wir folgen aktuell unreflektiert einem System welches nicht „human“ ist. Statt Kapitalismus oder Kommunismus hätte ich gerne Humanismus als Wirtschaftssystem. Und wir lassen uns von einem Land (USA) diktieren, wie wir uns sicher zu fühlen haben. Und um uns sicher zu fühlen, schlucken wir jede noch so große Kröte:
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/pofalla-nebelkerzen-no-spy-abkommen

Vertrauen vs. Sicherheit

Ja wieso denn nun bitte Vertrauen gegen Sicherheit? Wenn es „Sicher“ ist, vertraue ich „dem Ganzen“ doch.

Soweit so gut. Das große Problem dabei ist nur, dass um sich „sicher“ zu fühlen, oftmals Bedürfnisse anderer Missachten werden müssen. So zu mindestens versucht „man“ uns unter unterschiedlichsten Buzz-Words das aktuelle Hick-Hack um PRISM/GHCQ und Co. zu verkaufen.

Unserem aktuellen BIM (Bundesinnenminister) kommen bei den Erklärungsversuchen zu dieser Thematik dann auch recht merkwürdige Begriffe in den Sinn wie zum Beispiel das „Supergrundrecht“ auf „Sicherheit“. Eigentlich muss man mit unseren Politik-Eliten aktuell wirklich Mitleid haben. Müssen Sie uns (normaler, führungsbedürftigen Bürger) doch aktuell erklären warum und wieso der Zweck die Mittel heiligt, obwohl, so zu mindestens schienen viele Bürger in der BRD und auch in anderen Ländern das verstanden zu haben, die Grundlage Ihres Handelns und Strebens ein Rechtsstaat sein sollte.

Natürlich werden in einem Rechtsstaat auch Fehler gemacht (Im Fall Molath scheint es derer vieler zu geben). Allerdings gibt es zu einem Rechtsstaat Gesetze. Zum Beispiel das Grundgesetz. Grundlage eines Rechtsstaat ist auch, dass diese Gesetze einsehbar sind. Sonst kann man sich an diese nicht halten.

Wenn nun aber herauskommt, dass es neben diesen einsehbaren Gesetzen noch Geheim-Gesetze gibt, die teilweise sogar das Grundgesetz aushebeln … ist das dann immer noch ein Rechtsstaat?
Abhören im Adenauer-Deutschland und in Neuland (Artikel, Telepolis, heise).

Wenn sich dann weiter herausstellt, dass es für die Personen, denen wir Bürger unser Vertrauen geschenkt haben (per Wahl), kein Problem zu sein scheint, dass es eben so ist, wie es aktuell ist, erhällt dieses Vertrauen einen sehr starken Dämpfer.

Dann fühle ich mich als Bürger nicht sicher vor meinen Politikern!

Wenn der durchaus richtige Ansatz von Frau Merkel, diese Probleme in globalen Gesprächen klären zu müssen als Highlight gefeiert wird frage ich mich natürlich … warum denn erst jetzt? Und, was bitteschön möchten die klären? Das es doch besser wäre, wirklich einen Rechtsstaat zu haben?

Ähm … das sollte doch aber die USA, Frankreich, UK usw. schon längst sein, oder? Also … die Länder, die dem guten kapitalistischen System angeschlossen sind, sind doch alles Rechtsstaaten. „Die Bösen“ sind entweder kommunistisch, oder islamistisch.

Wenn man dazu allerdings in Betracht zieht, dass es Geheimorganisationen gab und gibt, die versuchen bestimmte Strömungen zu unterbinden (Gladio z.b.), und dafür auch nicht vor Aktionen zurückschrecken, die unter sogenannter „Falscher Flagge“ geführt werden, fühle ich mich vor meinen Politikern immer weniger sicher. Und die Grundlage unseres Handelns, den Rechtsstaat, gibt es dann wohl nur auf dem Papier.
9/11, die NATO und der Krieg

KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 1) (50 Min, YT-Video)
KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 2) (50 Min, YT-Video)

Immer weiter so …

… uns geht es ja gut. Unbestreitbar. Eine Veränderung bedeutet immer auch die Möglichkeit, dass es sich „zum Schlechteren“ verändert. Daher wählen wir lieber „das bekannte“ Übel als das Unbekannte.

Aus diesem Grund rennen wir Alternativlos dem goldenen Kalb des Kapitalismus hinterher, und schlucken dabei jede noch so bitter schmeckende Kröte, um ja „den Markt“ nicht zu gefährden oder gar zu verunsichern. Ja, die Kröten dieses Systems heißen nicht Mord und Totschlag. Unsere Kröten haben Neuland gemäß andere Namen:

  • Echolon, PRISM, GHCQ
  • Transferleistungen im Form des Zinses-Zins von fleißig nach reich
  • Manipulation „der Meinung“ durch Geld-Eliten (Presse, ÖR, Lobbyismus)
  • Hörigkeit der Polit-Eliten gegenüber der Geld-Elite
  • Raubbau an Mensch! und Natur

Aber! Es ist unbestreitbar, dass es trotz Kapitalismus zu keinem offenen Krieg nach WWII mit deutscher Beteiligung kam. Ja, ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem ich nicht einmal Gewehre auf den Straßen gesehen habe. Nicht an Polizisten, nicht an Soldaten. Korrekt. Berlin. West. Gewehre trugen immer nur „die da drüben“. Die Bösen. Die Kommunisten.

Ich habe 1989 meine Mutter nicht verstanden, als sie nach dem Mauerfall sagte: „Und nun wird der Kapitalismus seine widerliche Fratze zeigen, die Notwendigkeit als das bessere System da zu stehen gibt es nun nicht mehr“.

Das sie aber auch gleich so Recht haben muss … natürlich, ja, „eigentlich“ darf ich mich doch gar nicht beschweren … ich hab nen Job, ein Einkommen, eine Mietwohnung die super in Schuss ist, in einer Stadt, die richtig reich ist, in einem Land wo ich nicht durch Favelas laufen muss, oder Angst haben muss das ich von einer verirrten Kugel/Rakete/Bombe getroffen werde. Also weiter so!

Mit den sehr guten Lebensbedingungen für mich bin ich aber nicht zu Frieden! Die Welt ist groß, und 3000 Jahre nach Platon und den ersten Erkenntnissen in Richtung Humanismus und Co. sollte es doch ENDLICH! für alle Menschen auf Erden genug zwischen den Zähnen, sauberes Wasser und einem Dach über dem Kopf reichen! Klar, liegt an der Überbevölkerung und Klima und … *MÖP* Nein! Liegt es eben nicht! 12 Millionen Menschen könnten wir Ernähren! Warum das dann trotzdem nicht funktioniert, kann man sich hier anhören:
http://marialourdesblog.com/kenfm-im-gesprach-mit-jean-ziegler-wir-lassen-sie-verhungern-die-massenvernichtung-in-der-dritten-welt/

Und nein … „wissen“ tue ich es nicht, *wie* das endlich gerecht und co. auf Erden zugehen kann. Eines aber weiß ich. Es wird sich nichts ändern, egal ob ich SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP wähle. Eventuell bei Piraten oder Linke. Aber das ist nur eine Vermutung. Daher meine Empfehlung für die nächste Bundestagswahl, wenn einem diese Ungerechtigkeit auch extrem anpisst … wählt NICHT! SPD/CDU/CSU/Grüne/FDP. Super wäre ebenfalls Parteien mit rechtsradikalem Gedankengut zu meiden. Alles andere ist dann wirklich ein SIGNAL! an unsere „etablierten“, dass es total toll ist den „Markt“ zu stützen und unseren Wohlstand zu mehren … aber total scheiße wenn die Verteilung des Wohlstands weiterhin so abläuft wie aktuell.

Quo Vadis …

… Wohin gehst du?

Zurück nach Rom? Hm, nein, danke, eine erneute Kreuzigung (oder auch meine Erste) muss ich nicht erleben. Petrus hat damit ja auch nicht die Besten Erfahrungen gemacht. Wobei man sich an dieser Stelle schon wieder die Frage stellen kann, ob das nun „gut“ oder „schlecht“ war. Also, der Gang nach Rom von Petrus.

Das mit dem Kreuzigen ist heutzutage ja nicht mehr modern, vor allem auch, da „man“ wohl gemerkt hat, dass sich damit ein bestimmter Typ von Märtyrer schaffen lässt. Mehrere Weltreligionen bauen darauf auf, die größten währen das Christentum und der Islam.

Interessant ist dabei, dass anscheinend Herr Jesus damals wohl nichts anderes gemacht hat, als zu reden, und nach dem zu leben! was er geredet hat. Gut, laut der Geschichtsschreibung der Kirche waren auch ein paar Wunder dabei. Aber lassen wir die beiseite. Sehr wahrscheinlich ist leider, dass wenn ein solcher Mensch wie Jesus heutzutage wieder in Erscheinung treten würde dieser sehr schnell in einer geschlossenen Anstallt landen würde. Also Vorausgesetzt er hätte den Zugang zum Tempel erhalten, und etwas von „Pharisäer“ und so murmeln dürfen.

Damit stellt sich natürlich aktuell die Frage, wohin Jesus denn heutzutage überhaupt gehen würde, um solche Missstände anzuprangern. Achso. Stimmt. Missstände haben wir heutzutage ja gar keine mehr. Also kann man diese Frage auch nicht beantworten. Uns geht es ja allen wunderbar. Wir leben in einem freien Land, mit freier Presse, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und freien Wahlen. Also das Paradies auf Erden.

Da „wir“ das ja schon geschafft haben, und unser Model die alternativlose eierlegende Wollmilchsau darstellt, wird diese Freiheitsbegriff auch gerne als Grund angeführt wenn Verbündete „irgendwo“ auf der Welt aus „humanitären“ Gründen einreiten. Schließlich möchten wir das Paradies auf Erden für jeden Menschen, und da es uns mit diesem System ja so gut geht, ist das ein echter Exportschlager. Hat damals bei den Kreuzzügen schon super funktioniert, diese Ideen überzeugend mit Waffengewalt zu präsentieren.

Macht man heutzutage darauf aufmerksam, dass unser System eigentlich nur deswegen so super funktioniert, weil andere Völker oder Regionen der Erde bis auf das übelste ausgebeutet werden, ist man schon sehr nah in der Ecke der Verschwörungstheoretiker. Vor allem wenn man dann noch wagt, den Kommentar abzugeben, dass die Mittel, mit denen wir unsere aktuelles System verteidigen möchten die angeblichen Grundlagen „unseres“ Systems ad absurdum führen. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel von daher einfach ein „Weiter so“, wird schon werden …

 

Ich glaub mich würgt was …

… nämlich die Angst.
Die scheint viele Menschen in Deutschland zu würgen, und weil würgen ja sehr unangenehm ist, möchte man Angst nicht haben. Angst haben wir vor allem vor einer nicht finanziell abgesicherten Zukunft. Oder vor Achmed, dem Terroristen. Gut das wir nicht vor Klaus, dem Nazi Angst haben, kommt ja auch keiner auf die Idee Terrorzellen staatlich zu finanzieren. Aber ich schweife ab.

Bleiben wir bei der Angst im Allgemeinen. Durch bessere Überwachung bräuchten wir weniger Angst haben (http://bestandsdatenauskunft.de/), und Angst müssten dann doch nur noch diejenigen haben, die eh Dreck am Stecken haben. Dann ist das doch Super, also das mit der zusätzlichen Überwachung. Natürlich. Wenn man in die Köpfe der Menschen direkt reinschauen könnte eine klasse Sache. Kann man aber nicht! Damit ist das einfach ein Superfail, dem Glauben anzuhängen mit zusätzlicher Überwachung ein „Mehr“ an Sicherheit gewährleisten zu können.

Und noch ganz ohne den neuen Regelungen und Gesetzgebungen zur Bestandsdatenauskunft kommt dann so etwas daher:
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gekaufter-doktortitel-hausdurchsuchung-bei-bloggerin-a-895217.html

Da habe ich ja aktuell richtig Glück, dass mein Blog noch nicht so viel gelesen wird. „Verdachtsmomente“ biete ich in meinen Artikeln ja zur Genüge. Urheberrechtsverletzung … Aufruf zur Gewalt … Kommunistische Revolutionsgedanken … Blasphemie … Also … nein, eigentlich nicht, wenn man die Artikel aufmerksam liest. Aber so kann man die auch interpretieren. Man kann eben NICHT! in die Köpfe der Menschen reinschauen. Und das ist auch gut so!

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei

Das Problem der Piraten …

… ist … das sie derer viele haben. Ob es mehr Probleme sind, als dies andere Parteien haben wage ich zu bezweifeln. Andere. Das trifft es wahrscheinlich genauer. Und eventuell sind das gar keine Probleme. Ein „Problem“ kann für den Einen eines sein, für den Anderen aber nicht.

Was mich persönlich an den Piraten begeisterte war, zu mindestens hatte ich dies so verstanden, dass eben keine Top-Bottom Politik gefahren werden sollte. Jedes Parteimitglied ist gleich stimmberechtigt, und wie man an den bisherigen Bundesparteitagen gesehen hat (kann man in diesem Channel auf YT auch noch finden: http://www.youtube.com/user/PiratenStreaming) wird von dem Recht seine Meinung einzubringen sehr regen Gebrauch gemacht.

Das dieses … ich möchte es mal Grundcredo nennen … neue Probleme mit sich bringt liegt in der Natur der Sache. Das dann Parteimitglieder enttäuscht sind, dass Ihre Anträge nicht angenommen, oder auf der Zielgeraden noch zerpflückt werden ist auch verständlich.
Aber wer bitte kam denn auf den Gedanken, dass wenn alle gleich Stimmberechtigt sind, ein Antrag in der gleichen Geschwindigkeit beschlossen werden kann, wie bei den etablierten Parteien?
Wer kam auf den Gedanken, auf einem Bundesparteitag es so zu handhaben wie eben „die Etablierten“, der möglichst Einigkeit und Geschlossenheit für die Medien transportieren soll?

Das wiederspricht dem Grundgedanken, so wie ich diesen verstanden hatte. Mit diesem HickHack des Bundesvorstands hatte ich echte Probleme. Köpfe statt Themen … kurzfristig für FORSA und Co. wahrscheinlich auch eine sinnvolle Strategie, aber meiner Meinung nach schlicht nicht mit dem vereinbar, was für mich die Piraten sein sollten.
Eventuell habe ich das auch nur falsch verstanden. Und eventuell ist es logistisch anders tatsächlich nicht möglich, als mit der alt hergebrachten Top-Bottom Politik.

Nur dann sind die Piraten eben eine von vielen Parteien. Ok, sie nutzen das Internet deutlich intensiver als „die Etablierten“, und Aufgrund ihres Gründungszeitpunkt verstehen prozentual deutlich mehr Mitglieder dieser Partei etwas von dem, wenn mal wieder über so etwas wie die Bestands-Daten-Auskunft abgestimmt wird.
Aber reicht mir das dann noch, um meine Zeit und Energie in diese Partei zu investieren?

Ja. Auch wenn ich das mit dem Grundgedanken eventuell falsch verstanden habe, bzw. dieser sehr sehr schwer real umzusetzen ist. Weil nämlich ein mir unbekannter Mensch, der ein Gespräch zwischen einem Arbeitskollegen und mir auf der Heimfahrt im Bus mitbekommen hatte, in dem ich mal wieder über Alles und Jeden wetterte sagte:

„Demokratie lebt vom mitmachen! Einfach sich nur drüber aufregen, aber sich nicht einbringen, wird die Lage nicht verbessern.“

Welcher Partei dieser Mensch angehörte weiß ich nicht. Aber mit dieser Aussage hat er Recht!

Von daher sage ich ja, die Piraten mögen ihre Probleme haben. Aber es ist aktuell die einzige Partei in der ich es mir vorstellen kann, positiv auf die aktuell Lage einzuwirken.

Hat mal jemand ein Stop-Schild?

Nein, nicht das, welches eingeführt werden sollte um die Augen vor bestimmten Dingen zu verschließen. Ihr wisst schon, dass von der Leyen. Sondern eines, welches die bedingungslose Akzeptanz des Turbo-Kapitalismus und „Globalisierung“ stoppt?

Natürlich geht es uns in diesem System aktuell blendend. Wenn man dies mit anderen Staaten oder Regionen der Erde vergleicht. Aber wirklich niemand kann bestreiten, dass die Verteilung der „Reichtümer“ sehr ungerecht geregelt ist, und „in diesem System“ vor allem immer ungerechter wird!

Anders ist die Konzentrierung der Reichtümer auf immer weniger Personen nicht zu erklären. Wer diesen Zusammenhang bestreitet, dem empfehle ich 0,1% – Das Imperium der Milliardäre, ein Buch von Hans-Jürgen Krysmanski, Soziologe. Wer keine Lust hat, dass Buch zu lesen, der kann sich auch ein zwei Stunden Interview zu Gemüte führen, Konsumentengerecht aufgeteilt in zwei Teilen a eine Stunde:
http://www.youtube.com/watch?v=FCqt97Jw7uk
http://www.youtube.com/watch?v=GXN07ujNeME

Nach den vielen schwierigen Zusammenhängen hier noch etwas zum Entspannen:
http://www.youtube.com/watch?v=V0Llf7tB-uY

Toleranz und Nächstenliebe

Die er wohl gelebt hat, waren die Gründe, warum man Jesus von Nazareth gekreuzigt hat. Laut Auslegung der christlichen Kirche ist er für uns gestorben, Gott hat uns vergeben, und seitdem sind wir an der Startlinie erst einmal frei von Sünde.

Nun möchte der Zentralrat der Muslime zwei muslimische Feiertage in der Form gesetzlich verankert wissen, dass Muslime an diesen religiösen Feiertagen frei nehmen dürfen. Genau so, wie das evangelische Gläubige z.b. zum Reformationstag in Berlin dürfen.

Dort ist der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag mehr, sondern ein Feiertag, an dem ich mir unbezahlt frei nehmen darf. Und GENAU DAS! fordern eben die Muslime. Also mitnichten ein gesetzlicher Feiertag wie der Spiegel so schön vernebelnd schreibt.

Dem Herrn Wolfgang Bosbach der CDU fällt dazu ein, dass es in Deutschland keine muslimische Tradition gäbe. Seinem Kollegen Herrn Patrick Sensburg, dass man doch erst einmal die christlichen Feiertage schützen solle. Mit Blick auf Berlin gibt er zu bedenken, dass dies so nicht sein könne, an einem stillen Feiertag, mit den vielen Partys und so.

Lassen wir diesen Zusammenhang kurz wirken, und erinnern uns, welche Werte Jesus zu seiner Lebzeit vermittelt und gelebt haben soll.

Der würde sich doch, sofern er noch im Grabe wäre so schnell drehen, das man dafür 20 französische Atommeiler stilllegen könnte! Ich muss mich als Mensch schämen, den gleichen religiösen Grundwerten anzugehören wie diese beiden Menschen!

Auf der einen Seite feststellen, dass immer weniger Menschen Bock haben den Feiertag nach der katholischen Auslegung zu begehen, und mehr oder minder im gleichen Atemzug zu betonen, der muslimische Glauben hätte hier keine Tradition.

Und das zu einem Feiertag zum Gedenken an Jesus Christus seinen Tod!

Aber halt! Toleranz und Nächstenliebe soll man jedem Menschen entgegenbringen. Also ich wohl auch den Herren der CDU. Na gut. Dann halt nur ein Ratschlag an diese Menschen. Reden Sie doch bitte mal mit einem Priester Ihrer Religion, was er zu den Aussagen, in diesem Zusammenhang hält. Danke.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zentralrat-der-muslime-fordert-gesetzliche-islamische-feiertage-a-891385.html

http://islam.de/22113

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/9413/hunger-gefallt-mir-nicht

Nur ein Unfall …

… verursachte heute Morgen, dass ich zu spät zu meiner Arbeit kam. Natürlich, die Witterungsbedingungen in Bayern sind aktuell nicht Autofahrer-Freundlich, aber ich kann mich an kein Jahr hier erinnern, wo ich Aufgrund von Blechschaden so häufig zu spät kam.

Dabei wird die Sicherheitstechnik von Kraftfahrzeugen immer besser. Warum also ereignen sich Unfälle gefühlt häufiger? Es war auch kein Problem der Räumfahrzeuge, am Ende vom Winter sind die ja eingespielt, und fuhren auch.

Fahrzeuge werden von Menschen gelenkt. Menschen machen Fehler. Sicherlich kann man als erste Antwort es sich leicht machen, und sagen: „tja, da ist Mutti mal wieder zu schnell gefahren, als sie ihre Blagen in den Kindergarten gefahren hat.“, oder auch: „typisch Freude am Fahren, der war zu schnell“.

Freude am Fahren? Um 09:00 in Deutschland? Bei unangenehmen Witterungsbedingungen? Wohl kaum. Wahrscheinlicher halte ich beim Unfallverursacher (oder auch Beiden, über den Unfallhergang weiß ich nichts, nur das Vollsperrung war, und ein zweiter Sanker den Unfallort anfuhr) Sachzwänge ausschlaggebend waren. Hä? Na der Zwang „des Marktes“! Den es nicht zu verschrecken gilt. Der uns eben Flexibilität und Mobilität „aufzwingt“. Alternativlos! Zu jeder Tages und Jahreszeit.

Moment. Es war ja nur „ein Unfall“. Ok, Kollateralschaden, nicht weiter wichtig. Muss man eben in der heutigen Zeit der Globalisierung hinnehmen. Ach? Echt? Ah … ok, schlafen wir weiter, alternative Gesellschaftsformen sind für „uns Deutsche“ ja ein rotes Tuch …

KenFM über: Wie man sich embedded, so schläft man.
https://www.youtube.com/watch?v=Vpnoi5oiWa8 (42 Min.)

Volker Pispers – Halt‘ du sie dumm – ich halt‘ sie arm…
https://www.youtube.com/watch?v=eoAE5q0kcts (13 Min.)

KenFM über: WERDET MILITANT!
https://www.youtube.com/watch?v=QUqppJRDVgk (23 Min.)

 

http://www.idowa.de/home/artikel/2013/03/26/freising-schwerer-unfall-im-gegenverkehr-mit-zwei-verletzten.html