Geld … was war das doch gleich?

Über viele Dinge des täglichen Lebens denkt man nicht mehr nach. Geld ist für uns in Deutschland heutzutage der €, und offizielles Zahlungsmittel. Da man vieles was mit dem Thema zusammenhängt gar nicht mehr in Frage stellt, akzeptiert man oftmals auch Entscheidungen unserer aktuellen Regierung, die ein „komisches Gefühl“ hinterlassen.

Empfehlen möchte ich dazu eine der letzten Radiosendungen von „KenFM“, damals noch beim RBB. Dauer der Sendung war vier Stunden. Das ist viel Holz, aber unterhaltsam präsentiert, wenn man mit dem Aufbau der Sendung klarkommt. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir lieber so eine Sendung anhöre, als Frauentausch XXL mit Bauer sucht Frau bei Maischberger … oder so :D.

http://vimeo.com/33908662

Fortschritt oder Rückschritt?

Mit meiner Geburt habe ich richtig Glück gehabt. Zeitpunkt als auch Ort gefallen mir, und mittlerweile würde ich sogar behaupten größtenteils mit dem Leben an sich einigermaßen klar zu kommen. Ich hätte ja auch in einem „dritte Welt Land“ oder vor 500 Jahren geboren werden können.

Aber nein, dass Schicksal meinte es so gut zu mir, dass ich zu einer Zeit in einem Land geboren wurde, wo alles super und perfekt war.

Was? Ihr meint, 1974 war nicht alles super und perfekt? Ja, ok, gut, Amis und Russen spielten Rüstungs-Mau-Mau, Politiker waren damals schon korrupt und Bretton Woods schon Geschichte.

Ist halt immer eine Frage des Standpunktes, oder, mit was man es vergleicht. Wenn ich mich jetzt mit einem Menschen vergleiche, der in Afrika auf die Welt gekommen ist, muss ich sagen ist! alle super und perfekt. Das war wahrscheinlich sogar schon vor 500 Jahren so,  oder wann genau war das doch gleich mit dem Beginn des Sklavenhandels im großen Stil? Nicht so wichtig, mir geht es ja gut.

Aber, die Überschrift lautet ja „Fortschritt oder Rückschritt“. Nur, um das beantworten zu können, müsste man erst einmal für sich selbst beantworten, was man unter Fortschritt versteht, also, was man genau meint. Ich stelle mir diese Frage unter dem Gesichtspunkt der „Humanität“. Also, dem was wir eigentlich sein wollen, uns angeblich vom Tier „erhebt“ als „Krone der Schöpfung“.

Das soll ja der „Verstand“ sein. Der es uns ermöglicht, „anders“ zu sein als „die Tiere“. Problem ist nur, dass sich mit diesem Verstand positives als auch negatives „denken“ lässt. Was dann positiv oder negativ ist, hängt wieder vom Standpunkt und auch dem „Gedachten“ ab. Als große Denker der Geschichte nehme ich unter anderem die Griechen war. Gut, die haben sich damals noch nicht 100% gegen das Sklaventum ausgesprochen, aber viele „Grundgedanken“, die dann von vielen Philosophen weitergedacht wurden stammen aus dieser Zeit. Auch Jesus von Nazareth hat anscheinend viele schlaue Sachen gesagt, und teilweise sogar vorgelebt, auch wenn von dem, was er wirklich gesagt haben soll dank christlicher Kirche nur wenig bzw. gar nix unverfälschtes (bzw. nicht instrumentalisiertes) überliefert sein dürfte.

Nun sind diese Gedanken schon ein etwas Älter, und wenn ich mir das aktuelle Weltgeschehen anschaue, dann würde ich sagen, erleben wir seit der Erfindung des Zinses-Zins nur noch ein Rückschritt. Das liegt leider daran, dass dieses System „per se“ darauf ausgerichtet ist, sich selbst zu zerstören. Man nennt es heut zu Tage einfach „Kapitalismus“. Die eigentlich bessere Idee ist der „Kommunismus“, hat sich aber angeblich nicht durchgesetzt, und ist nach dem Zusammenbruch der UDSSR schlicht nicht mehr zu empfehlen.

Interessant ist dabei allerdings, dass die Rettung der Banken, nichts anderes als Kommunismus ist! Nur leider anders rum. Aber, es ging mir ja eher um so etwas wie „Humanismus“, nicht um vorherrschende Wirtschaftssysteme. Allerdings scheint dies eng mit einander verknüpft zu sein. „Unsere“ Produktivität hat sich seit 1960 vervielfacht. Komischerweise reicht das aber bisher nicht dazu aus, dass wir alle nur noch eine Arbeitswoche von sagen wir einmal acht Stunden hätten. Was mich wundert, warum nehmen wir es als gegeben hin, dass wir immer MEHR! immer viel viel MEHR! produzieren und dienstleisten müssen. Verkauft wird uns dieses „immer mehr“ mit dem Umstand, dass wir sonst nicht „am Markt“ bestehen würde. „Der Markt“ macht dies unabdingbar. Wir wären sonst nicht mehr wettbewerbsfähig. Aber, mit wem genau stehen wir denn im Wettbewerb? Mit anderen Menschen? Selten. Mit anderen Firmen? Häufig öfter. Mit anderen Staaten? Auch sehr oft. Was wäre dann also so schlimm, diesen Wettbewerb „zu verlieren“? Dann wären wir nicht mehr „die Stärkeren“. Aber … seit über 4000 Jahren sind doch diese Ideen wie Humanismus schon geboren. Und, dass ist doch das, was wir alle anstreben sollten. DAS! erhebt uns doch von den Tieren.

Nein. Es gilt immer noch das Recht des Stärkeren! Heute meines Erachtens mehr denn je. Und das finde ich extrem traurig. Weil es für mich bedeutet, dass der ganze tolle „Fortschritt“ ein Rückschritt darstellt! Ja, natürlich sind Erfindungen wie Internet, Telefon, Auto, Flugzeug usw. toll. Aber wozu nutzen wir das? Um den Reichtum weniger zu mehren. Auf Kosten Aller! Und dabei habe ich noch richtig viel Glück, weil ich muss nicht in einer Uranmine arbeiten!

KenFM über: Das Märchen von Mali oder – Inszenierter Terror, um Bodenschätze zu beschaffen


Surviving Progress – Endstation Fortschritt ?

Erwartungen anderer sind nicht die Eigenen …

Das müssen grade ganz viele Piraten auf dem Bundesparteitag erfahren. Was mich extrem wundert ist das anscheinend laute Gepolter nach „mehr“! „schneller“! „fertig“!

Wer bitteschön hat bei dem aktuellen System, welches genutzt wird, wirklich klaren Geistes denken können, dass die schiere Menge der Anträge zu schaffen ist? Wer bitteschön redet den Piraten ein, dass wenn keine Programmpunkte abgenickt werden dies ein riesen Problem darstellt?

Das nämlich wäre kein Problem!

Denn Programmpunkte „abnicken“, dass kann man bei den „Etablierten“. Und die will ich ja nicht. Weil „von Oben“ bestimmt wird was ich als treuer Parteigenosse zu denken habe.

Die Piraten, für das was sie bisher stehen, DAFÜR! wähle ich den Verein, und „verschwende“ meine Zeit ab und an mal zum Stammtisch zu gehen.
Auf Facebook, G+ oder Twitter das ein oder andere in Schriftform niederzulegen.
Mich mit Piraten und Nicht-Piraten zu unterhalten.

Weil ich Mensch bin. Ein Mensch, der sieht, dass das, was bisher von unseren „Parteien“ geliefert wurde ihm einfach nicht schmeckt. Da macht mein übersteigerte Gerechtigkeitssinn mir einen Strich durch die Rechnung.

Selbst wenn nur ein Antrag BESCHLOSSEN! wird, dann hat sich die Fahrt für die vielen vielen Teilnehmer gelohnt. Ja, kann ich verstehen. Hat nicht DEINEN! Erwartungen entsprochen. Ja, es ist echt blöd, dass wir uns nicht mit DEINEM (euren) Antrag beschäftigen konnten. Aber dafür haben wir diesen einen Antrag BESCHLOSSEN, und nicht abgenickt!

In diesem Sinne Danke ich allen Menschen, die Ihre Zeit nicht nur gestern und heute opfern, sondern auch nach dem #bpt112 die Kraft und Energie haben, weiter an einer besseren Welt zu arbeiten. Last euch nicht irre machen von irgendwelchen Politikcharts. Und habt Geduld! Der Spruch „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ bedeutet NICHT! das man Rom in zwei Tagen erbaut hätte.

Der Wert Mensch, oder warum Menschlichkeit nicht berechenbar ist

Achtung, dieser Artikel wird kompliziert!

Das bedeutet, dass man wahrscheinlich viel Zeit aufbringen muss, wenn man alle genannten Quellen lesen, verstehen und verifizieren möchte. Um dir werter Leser Zeit zu sparen nenne ich am Anfang die Namen der Personen auf die ich mich beziehe:

Grade bei Andreas Popp und die Wissensmanufaktur bin ich mir noch nicht 100% sicher, ob ich ihn in die Ecke der Verschwörungs-Theoretiker stecken sollte, oder eben nicht. Das ich dennoch diesen Artikel schreibe liegt einfach daran das viele der Aussagen von Herrn Popp für mich Sinn ergeben, und ich deswegen meinen eigenen Anspruch verletze. Den Anspruch den ich an mich selbst bei „solchen Themen“ habe ist, dass ich sehr ungerne „angebliches Wissen“ weiterverbreite von Menschen, denen es nur darum geht, Unmut, Neid und andere unschöne menschliche Eigenschaften zu schüren. Bei der „Kurzrecherche“ sind auch mir Beiträge von ihm aufgefallen, wo man sehr schnell geneigt ist, ihn in die Ecke der Verschwöhrungstheoretiker zu stecken. Dies sollte als Vorwarnung genügen, wenn du geneigter Leser deine Zeit nicht verschwenden möchtest, weil du jetzt schon zu wissen glaubst, wohin die Reise geht.

Folgende Videos habe mich unter anderem dazu gebracht diesen Artikel zu veröffentlichen:

http://www.youtube.com/watch?v=xcolDPx-Bt8
http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU (Achtung! Zwei Stunden)
http://www.youtube.com/watch?v=qYVCmZnsh6g
http://www.youtube.com/watch?v=e05oEabNZAY

Nachdem du nun dir diese Videos angeschaut hast brauche ich nichts mehr zu schreiben, die Überschrift sollte Aussage genug sein. Um ehrlich zu sein, geht es mir aktuell nicht gut, Bluthochdruckprobleme. Aber, ich werde dieses Thema zukünftig noch einmal aufgreifen, dazu „rumort“ es aktuell im Kopf viel zu sehr, als einfach schweigen zu können!

[UPDATE 18.11.2012]
Ein schlauer Mensch und guter Freund sagte:
Bei „Wissenschaftlern“ die Ihre eigene Werke besprechen und dabei über den grünen Klee loben, sollte man Vorsicht walten lassen!
Als studierter BWLer sagte aber auch er, dass die Analysen im Bezug auf “Zinses-Zins-System und Wachstum (BIP)“ korrekt sind.
Von daher lohnt sich den verlinkten Vortrag von Herrn Popp doch anzuschauen, er macht zu Mindestens ein paar Punkte sehr schön verständlich klar (Was eigentlich ist Geld, Diskussionskultur in Politik-Talkshows, ESM).

Auf die Lösungsansätze scheint dies leider nicht zu passen, und auch der Aussage „das er nicht verführen wolle, dass hatten wir schon“ sollte man sehr sehr vorsichtig gegenüberstehen.