2016 das Jahr des Affen

Ja, ok, ist richtig, ist erst vom 07.02.2016 auf den 08.02.2016.

Soll aber nen Superjahr werden. Also noch mehr super als die vorherigen. Wobei einem natürlich, wenn man die Jahresrückblicke der TV-Sender noch einmal Revue passieren lässt schon auffallen könnte, dass irgendwie merkwürdige Indikatoren verwendet werden, um zu erkennen, dass etwas super oder nicht super ist.

Da hat der Hagen Rether schon Recht, dass dieses komische BIP irgendwie alles ausdrückt, außer dem, was uns glücklich macht :D.

Volker Pispers hört übrigens auf. Erstmal. Ich prognostiziere, der kommt noch mal wieder.

Für mich persönlich war 2015 wirklich super, ich sag, ich bin wieder gesund! Das waren jetzt zwei Jahre. Schon lang. Entsprechend groß ist natürlich die Freude in meinem Umfeld. Aber ich bin mir recht sicher, noch größer bei mir.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein Jahr mit weniger Kriegen, weniger Armen und weniger mehr Reichen.

Was man noch gesehen haben sollte:
Hagen Rether: LIEBE (Update 2015)

Jetzt ist aber Schluss! Der 3Sat-Jahresrückblick

Holger „Holgi“ Klein über Ressentiments & Werte – Jung & Naiv: Folge 249

Ich bin Gott

Natürlich nicht.

Aber ich erschaffe meinen Gott!

So wie jeder Mensch. Ok, fast jeder Mensch. Es mag Menschen geben, die glauben tatsächlich an kein höheres Etwas als den Menschen. Ist in Ordnung. Warum auch nicht?

Aber hier soll es nicht um die Götter (oder Nicht-Götter) anderer Menschen gehen, sondern um meinen. Ist ja schließlich mein Blog.

Ich bin tatsächlich der Ansicht, dass es so viele Götter gibt wie Menschen. Die können sich ähnlich sein. Die Götter der Katholiken und Evangelen sind ja sehr ähnlich. Auch die Götter der Muslimen, Juden und Christen sind sehr ähnlich.

Manchen sagen, dass sei der gleiche Gott.

Ohne mich könnte mein Gott nicht existieren. Den gibt es nur, weil ich daran glaube. Aber ob das der Gleiche ist, an den du eventuell glaubst … wer kann das sagen?

Macht mich das nun zu einem besseren Menschen? Macht es dich zu einem besseren Menschen, wenn es tatsächlich der Gleiche wäre?

Warum muss es dabei ein „besser“ geben? Ein „ich habe Recht“?
Warum muss das gewertet werden?

Man könnte doch einfach mal die Götter der anderen in Ruhe lassen, und sich mit seinem beschäftigen. Das ist doch ausreichend. Mein Gott wird doch nicht besser dadurch, dass mehr Menschen an ihn glauben. Ich kann doch zufrieden damit sein, dass ich an ihn glaube.

Des weiteren glaube ich daran, dass es mal einen Menschen gegeben hat, der Jesus von Nazereth hieß. Ich glaube auch, dass der an das Kreuz genagelt wurde.
War er Gottes Sohn?
Natürlich!
So wieder jeder Mensch Gottes Sohn oder Tochter ist. Nach meinem Glauben sitzt jeder Mensch zur Rechten seines Gottes.

Ich glaube auch daran, dass es einen Menschen Mohammed gegeben hat. Ich glaube aber nicht daran, dass er das Siegel der Propheten ist. Ja natürlich war er von Gott gesandt. Das ist nach meiner Auffassung aber jeder Mensch.

Jeder Mensch ist ein Prophet. Jeder Mensch kann in Gottes Namen reden.
Religion ist Opium fürs Volk. Wie wahr.

Aber so wie Jesus für unsere Sünden gestorben ist, so das wir ohne Schuld gebohren werden, so glaube ich fest daran, dass es „die Hölle“ nicht gibt. Genau so wie den Himmel auf Erden, machen wir Menschen uns die Hölle auf Erden.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Aber!
Liebe dich!

Macht brauchst Du nur, wenn Du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe um es zu erledigen. – Charlie Chaplin.

Update 18.01.2016:

Tolle Werte …

… mit denen ich aufgewachsen bin.

Ihr wisst schon, so dieser westliche Werte-Kanon von Freiheit, Demokratie, Solidarität, Frieden, Nächstenliebe.

Mein Großvater brachte mir sehr früh bei, dass man für andere Gehbehinderte oder ältere Leute den Sitzplatz räumt. Dazu muss man aber auch schauen, und sich seiner Umgebung bewusst sein. Eher ein Auge für die Nöte des Nächsten haben, als für die Eigenen. Macht gebiert Verantwortung. Und sei es nur die Macht einen Sitzplatz zu räumen.

Nun haben wir 2015, und ich kann selbst mit sehr gutem Willen nicht sehen, dass die, die Macht ausüben auch nur ansatzweise etwas von diesem westlichen Werte-Kanon vertreten. Unsere Politikschauspieler nicht, und deren Auftraggeber, der Geldadel erst recht nicht.

Religion sei das Opium für das Volk schrieb Marx, heutzutage nennt sich das eben „westlicher Werte-Kanon“ … den man auch unbedingt am Hindukusch und sonst wo auf der Welt verteidigen muss.

Wer die Pervertierung dieses Kanons sehen möchte, der muss nur in die Ukraine schauen. Oder nach West-Papua. Oder hier nach Deutschland, wenn man sich das gekrampfe um TTIP und CETA näher anschaut.

Ausreichen würde dazu allerdings auch der Blick auf die Straße. Wenigstens saufen die Jungen genügend, dass die Alten vom Flaschenpfand leben können.

Die Schuld

Damit bin ich aufgewachsen.

Der Schuld. Der eigenen. Also, nicht der Persönlichen, aber die, die vom deutschem Volke ausging.

Dem deutschen Volke. Herje, was für ein Terminus. Bei dem verspüre ich körperliches Unbehagen.

Natürlich ist die Frage nach „der Schuld“ eine bedeutende. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse aber tatsächlich zweitrangig, wenn die gleichen Fehler erneut begangen werden.

Die Menschen der Völker, Glaubensrichtungen und Systeme werden erneut aufeinander gehetzt. Diesmal ist „der Feind“ dann nicht der Jude, sondern der radikale Islamgläubige oder eben der Kommunist.

Damit möchte ich die Verbrechen der Nazi-Zeit nicht relativieren.
Ich habe Angst davor, dass solche Verbrechen wieder möglich werden. Dieses mal dann nicht „wissenschaftlich-genetisch“ begründet. Eventuell nicht in Deutschland. Aber in anderen Teilen der Welt.
Ich habe Angst davor, dass „Krieg“ als eine „Lösung“ angesehen wird.

Krieg kann nur zerstören. Krieg bringt nichts „in Ordnung“. Natürlich. Wenn der Krieg dann läuft, dann sollte eine Partei ihn gewinnen, damit er schnell vorbei ist.

Aufgeben? Nein, wir nicht.

Vielleicht wäre aber genau das die richtige Idee … den Krieg aufgeben, bevor er beginnt!

Die Bruchrechnung des Tötens

Vielen ist bestimmt schon dieser Werbespot aufgefallen:
http://vimeo.com/72718945
der nun auch einen Preis gewonnen hat:
http://www.zeit.de/kultur/film/2013-09/filmpreis-mercedes-hitler

Aufgrund des Zeitungsartikels postete einer meiner FB-Freunde, dass er diesen Spot super findet, im O-Ton:
„ich find den ja genial … Bilder, Aussage, Auto … einfach nur geil!“.

*Schluck*.

Völlig ohne Frage ist der Werbefilm sehr gelungen. Schnitt, Ton, Perspektive, Story, Idee und sogar „Aufarbeitung“ der eigenen Vergangenheit. „Witze“ über Hitler. So weit so gut. Allerdings enthält er auch eine Aussage, die ich als sehr sehr bedenklich empfinde. Nämlich, dass die gezielte Tötung eines Menschen zukünftiges Leid verhindern könnte. Was im krassen Widerspruch zu meiner Überzeugung „Du sollst nicht töten“ steht.

Die meisten Menschen, denen man „Du sollst nicht töten“ um die Ohren (Augen) haut werden sagen: „Bibel“, oder „10 Gebote“ oder „Religion“. Daher kennen „wir“ dieses „Gebot“. Nun ist aber dieses „Gebot“ sehr stark interpretierbar. Es kann heißen, dass ich keinem Lebewesen auf Erden Leid zufügen darf (hey, hör sofort auf mit Meister Propper den Boden zu wischen … denk doch an die armen Bakterien) oder, man bezieht es „nur“ auf die Tötung anderer Menschen. Ich beziehe es auf Letzterem. Für mich ist dieses Gebot in seinem Sinn aber deutlich älter, als eines der Gebote, die Moses auf Steintafeln vom Berg Sinai runter getragen haben soll.

So ist bereits im Ägyptischen Totenbuch das sogenannten negative Sündenbekenntnis enthalten:
Nicht hab ich bewirkt das Leiden der Menschen,
Noch meinen Verwandten Zwang und Gewalt angetan.
Nicht habe ich das Unrecht an die Stelle des Rechtes gesetzt,
Noch Verkehrs gepflegt mit dem Bösen.“
Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig, dass die „Idee“ zu „du sollst nicht töten“ deutlich früher nieder geschrieben wurde, und selbst die Idee eines „göttlichen“ Totengericht nicht erst mit dem Juden oder Christentum entstand!

Das Christentum (oder Judentum) entwickelte diese Gebot dahingehend weiter, dass die „Rechtmäßigkeit“ des „Gebots“ nicht auf „Verwandte“ beschränkt wird. Sondern eben auf „alle“ Menschen anwendbar ist. Interessanterweise findet man auch in anderen „Kulturkreisen“ diese Ideen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus

Daher kann man durchaus schreiben, dass diese Idee, wenn auch nicht in der Formulierung, die in unseren Kulturkreisen Aufgrund der vorherrschenden Religion der letzten 2000 Jahre verwendet wird, über 4000 Jahre alt ist. Des weiteren ist sie meiner Meinung nach NICHT! an EINE! Religion gebunden. Mir ist durchaus Bewusst, dass im Namen des Glaubens schrecklichste Gräueltaten verübt wurden, die diese Idee pervertieren. Dies mindert aber die „Rechtmäßigkeit“ dieser Idee nicht, da diese eben älter ist, als sie von den „Religionen“ missbraucht wurde.

Und was hat das Alles nun mit der Überschrift und dem Eingangs verlinkten Video zu tun?

Ich verwende die Redewendung (oder auch Gebot) „Du sollst nicht töten“ Sinnbildlich für meine Überzeugung, dass kein Mensch über den Tot eines anderen Menschen bestimmen darf!

Konkret meine ich damit, dass ich die Tötung eines Menschen zur akuten Gefahren abwehr tolerieren muss, weil anderen Falls ein anderes „Gesetz“ der Ethik verletzt werden würde:
Jedem steht es frei zu leben, und sich nach seiner Vorstellung zu entfalten,  so lange er Andere damit nicht beeinträchtigt oder behindert, dass Gleiche zu tun.

Ein Kind aber umzubringen, weil es in der Zukunft schlimmste Verbrechen verüben würde ist etwas, was schlicht nicht gehen kann! Wer eine solche Idee toleriert, der toleriert eben auch den Einsatz von Drohnen, um Terroristen „gezielt“ zu töten. Der „Kollateralschaden“, sprich die Menschen die im Umfeld des Terroristen mit umkommt, wird als „notwendiges Übel“ dargestellt. Es ist doch immer besser, wenn nur vier Menschen sterben müssen, um tausende zu retten, die bei einem zukünftigen Anschlag dieses Terroristen umkommen könnten!
FALSCH! FALSCH! FALSCH!

Null Toleranz an diesem Punkt!

Kein Mensch ist „wichtiger“ als der Andere. Kein Mensch „wertvoller“ als der Andere. Eine „Berechnung“ ala: „Opfere Anzahl X Mensch, um Anzahl >X Mensch zu retten“ funktioniert nicht. Weder bei einen Menschen fremdbestimmt zu töten, um die ganze Menschheit zu retten, noch bei zehn Menschen, um die ganze Menschheit zu retten. Menschenleben sind keine Währung! Keine Zahl! Es sind Menschen! Gesetze der Logik/Mathematik sind daher in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht nicht anwendbar. <- Punkt

Vor ca. einem halben Jahr erschoss ein Polizist einen geistig gestörten Menschen in einem Brunnen in Berlin. Ich habe Mitleid mit diesem Polizist. Weil hier ein Mensch einen anderen Menschen töten musste, um sein eigenes Leben zu schützen. Auch wenn ich das Gebot „Du sollst nicht töten“ mit Händen und Klauen verteidige, so verurteile ich den Menschen, der geschossen hat nicht!

Es ist vollkommen korrekt, dass ein Polizist auf eine solche Situation besser vorbereitet sein sollte, so dass er den Aggressor nicht töten muss. Dem Menschen aber, der abgedrückt hat, dem mache ich keinen Vorwurf. Der ist in meinen Augen gestraft genug. Ich bekam bei der Ansicht des Videos nicht den Eindruck, dass er sich über seine Tat gefreut hätte. Sie geschah in Notwehr, auch wenn viele sagen werden, dass kann keine Notwehr für diesen Polizisten gewesen sein, der muss andere Möglichkeiten finden, um den Aggressor auszuschalten. Ja, … sollte er … Muss? Auch ein Polizist ist ein Mensch, und ein Mensch darf sein eigenes Leben immer verteidigen! In einer AKUTEN! Situation.

Das genaue Gegenteil der akuten Situation ist z.b. das geleakte Video der Apache-Crew:
http://youtu.be/nH5vaaarpqk?t=2m47s

Vertrauen vs. Sicherheit

Ja wieso denn nun bitte Vertrauen gegen Sicherheit? Wenn es „Sicher“ ist, vertraue ich „dem Ganzen“ doch.

Soweit so gut. Das große Problem dabei ist nur, dass um sich „sicher“ zu fühlen, oftmals Bedürfnisse anderer Missachten werden müssen. So zu mindestens versucht „man“ uns unter unterschiedlichsten Buzz-Words das aktuelle Hick-Hack um PRISM/GHCQ und Co. zu verkaufen.

Unserem aktuellen BIM (Bundesinnenminister) kommen bei den Erklärungsversuchen zu dieser Thematik dann auch recht merkwürdige Begriffe in den Sinn wie zum Beispiel das „Supergrundrecht“ auf „Sicherheit“. Eigentlich muss man mit unseren Politik-Eliten aktuell wirklich Mitleid haben. Müssen Sie uns (normaler, führungsbedürftigen Bürger) doch aktuell erklären warum und wieso der Zweck die Mittel heiligt, obwohl, so zu mindestens schienen viele Bürger in der BRD und auch in anderen Ländern das verstanden zu haben, die Grundlage Ihres Handelns und Strebens ein Rechtsstaat sein sollte.

Natürlich werden in einem Rechtsstaat auch Fehler gemacht (Im Fall Molath scheint es derer vieler zu geben). Allerdings gibt es zu einem Rechtsstaat Gesetze. Zum Beispiel das Grundgesetz. Grundlage eines Rechtsstaat ist auch, dass diese Gesetze einsehbar sind. Sonst kann man sich an diese nicht halten.

Wenn nun aber herauskommt, dass es neben diesen einsehbaren Gesetzen noch Geheim-Gesetze gibt, die teilweise sogar das Grundgesetz aushebeln … ist das dann immer noch ein Rechtsstaat?
Abhören im Adenauer-Deutschland und in Neuland (Artikel, Telepolis, heise).

Wenn sich dann weiter herausstellt, dass es für die Personen, denen wir Bürger unser Vertrauen geschenkt haben (per Wahl), kein Problem zu sein scheint, dass es eben so ist, wie es aktuell ist, erhällt dieses Vertrauen einen sehr starken Dämpfer.

Dann fühle ich mich als Bürger nicht sicher vor meinen Politikern!

Wenn der durchaus richtige Ansatz von Frau Merkel, diese Probleme in globalen Gesprächen klären zu müssen als Highlight gefeiert wird frage ich mich natürlich … warum denn erst jetzt? Und, was bitteschön möchten die klären? Das es doch besser wäre, wirklich einen Rechtsstaat zu haben?

Ähm … das sollte doch aber die USA, Frankreich, UK usw. schon längst sein, oder? Also … die Länder, die dem guten kapitalistischen System angeschlossen sind, sind doch alles Rechtsstaaten. „Die Bösen“ sind entweder kommunistisch, oder islamistisch.

Wenn man dazu allerdings in Betracht zieht, dass es Geheimorganisationen gab und gibt, die versuchen bestimmte Strömungen zu unterbinden (Gladio z.b.), und dafür auch nicht vor Aktionen zurückschrecken, die unter sogenannter „Falscher Flagge“ geführt werden, fühle ich mich vor meinen Politikern immer weniger sicher. Und die Grundlage unseres Handelns, den Rechtsstaat, gibt es dann wohl nur auf dem Papier.
9/11, die NATO und der Krieg

KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 1) (50 Min, YT-Video)
KenFM im Gespräch mit: Philip Klever (Teil 2) (50 Min, YT-Video)

Quo Vadis …

… Wohin gehst du?

Zurück nach Rom? Hm, nein, danke, eine erneute Kreuzigung (oder auch meine Erste) muss ich nicht erleben. Petrus hat damit ja auch nicht die Besten Erfahrungen gemacht. Wobei man sich an dieser Stelle schon wieder die Frage stellen kann, ob das nun „gut“ oder „schlecht“ war. Also, der Gang nach Rom von Petrus.

Das mit dem Kreuzigen ist heutzutage ja nicht mehr modern, vor allem auch, da „man“ wohl gemerkt hat, dass sich damit ein bestimmter Typ von Märtyrer schaffen lässt. Mehrere Weltreligionen bauen darauf auf, die größten währen das Christentum und der Islam.

Interessant ist dabei, dass anscheinend Herr Jesus damals wohl nichts anderes gemacht hat, als zu reden, und nach dem zu leben! was er geredet hat. Gut, laut der Geschichtsschreibung der Kirche waren auch ein paar Wunder dabei. Aber lassen wir die beiseite. Sehr wahrscheinlich ist leider, dass wenn ein solcher Mensch wie Jesus heutzutage wieder in Erscheinung treten würde dieser sehr schnell in einer geschlossenen Anstallt landen würde. Also Vorausgesetzt er hätte den Zugang zum Tempel erhalten, und etwas von „Pharisäer“ und so murmeln dürfen.

Damit stellt sich natürlich aktuell die Frage, wohin Jesus denn heutzutage überhaupt gehen würde, um solche Missstände anzuprangern. Achso. Stimmt. Missstände haben wir heutzutage ja gar keine mehr. Also kann man diese Frage auch nicht beantworten. Uns geht es ja allen wunderbar. Wir leben in einem freien Land, mit freier Presse, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und freien Wahlen. Also das Paradies auf Erden.

Da „wir“ das ja schon geschafft haben, und unser Model die alternativlose eierlegende Wollmilchsau darstellt, wird diese Freiheitsbegriff auch gerne als Grund angeführt wenn Verbündete „irgendwo“ auf der Welt aus „humanitären“ Gründen einreiten. Schließlich möchten wir das Paradies auf Erden für jeden Menschen, und da es uns mit diesem System ja so gut geht, ist das ein echter Exportschlager. Hat damals bei den Kreuzzügen schon super funktioniert, diese Ideen überzeugend mit Waffengewalt zu präsentieren.

Macht man heutzutage darauf aufmerksam, dass unser System eigentlich nur deswegen so super funktioniert, weil andere Völker oder Regionen der Erde bis auf das übelste ausgebeutet werden, ist man schon sehr nah in der Ecke der Verschwörungstheoretiker. Vor allem wenn man dann noch wagt, den Kommentar abzugeben, dass die Mittel, mit denen wir unsere aktuelles System verteidigen möchten die angeblichen Grundlagen „unseres“ Systems ad absurdum führen. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel von daher einfach ein „Weiter so“, wird schon werden …

 

Ich glaub mich würgt was …

… nämlich die Angst.
Die scheint viele Menschen in Deutschland zu würgen, und weil würgen ja sehr unangenehm ist, möchte man Angst nicht haben. Angst haben wir vor allem vor einer nicht finanziell abgesicherten Zukunft. Oder vor Achmed, dem Terroristen. Gut das wir nicht vor Klaus, dem Nazi Angst haben, kommt ja auch keiner auf die Idee Terrorzellen staatlich zu finanzieren. Aber ich schweife ab.

Bleiben wir bei der Angst im Allgemeinen. Durch bessere Überwachung bräuchten wir weniger Angst haben (http://bestandsdatenauskunft.de/), und Angst müssten dann doch nur noch diejenigen haben, die eh Dreck am Stecken haben. Dann ist das doch Super, also das mit der zusätzlichen Überwachung. Natürlich. Wenn man in die Köpfe der Menschen direkt reinschauen könnte eine klasse Sache. Kann man aber nicht! Damit ist das einfach ein Superfail, dem Glauben anzuhängen mit zusätzlicher Überwachung ein „Mehr“ an Sicherheit gewährleisten zu können.

Und noch ganz ohne den neuen Regelungen und Gesetzgebungen zur Bestandsdatenauskunft kommt dann so etwas daher:
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gekaufter-doktortitel-hausdurchsuchung-bei-bloggerin-a-895217.html

Da habe ich ja aktuell richtig Glück, dass mein Blog noch nicht so viel gelesen wird. „Verdachtsmomente“ biete ich in meinen Artikeln ja zur Genüge. Urheberrechtsverletzung … Aufruf zur Gewalt … Kommunistische Revolutionsgedanken … Blasphemie … Also … nein, eigentlich nicht, wenn man die Artikel aufmerksam liest. Aber so kann man die auch interpretieren. Man kann eben NICHT! in die Köpfe der Menschen reinschauen. Und das ist auch gut so!

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gedanken_sind_frei

Toleranz und Nächstenliebe

Die er wohl gelebt hat, waren die Gründe, warum man Jesus von Nazareth gekreuzigt hat. Laut Auslegung der christlichen Kirche ist er für uns gestorben, Gott hat uns vergeben, und seitdem sind wir an der Startlinie erst einmal frei von Sünde.

Nun möchte der Zentralrat der Muslime zwei muslimische Feiertage in der Form gesetzlich verankert wissen, dass Muslime an diesen religiösen Feiertagen frei nehmen dürfen. Genau so, wie das evangelische Gläubige z.b. zum Reformationstag in Berlin dürfen.

Dort ist der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag mehr, sondern ein Feiertag, an dem ich mir unbezahlt frei nehmen darf. Und GENAU DAS! fordern eben die Muslime. Also mitnichten ein gesetzlicher Feiertag wie der Spiegel so schön vernebelnd schreibt.

Dem Herrn Wolfgang Bosbach der CDU fällt dazu ein, dass es in Deutschland keine muslimische Tradition gäbe. Seinem Kollegen Herrn Patrick Sensburg, dass man doch erst einmal die christlichen Feiertage schützen solle. Mit Blick auf Berlin gibt er zu bedenken, dass dies so nicht sein könne, an einem stillen Feiertag, mit den vielen Partys und so.

Lassen wir diesen Zusammenhang kurz wirken, und erinnern uns, welche Werte Jesus zu seiner Lebzeit vermittelt und gelebt haben soll.

Der würde sich doch, sofern er noch im Grabe wäre so schnell drehen, das man dafür 20 französische Atommeiler stilllegen könnte! Ich muss mich als Mensch schämen, den gleichen religiösen Grundwerten anzugehören wie diese beiden Menschen!

Auf der einen Seite feststellen, dass immer weniger Menschen Bock haben den Feiertag nach der katholischen Auslegung zu begehen, und mehr oder minder im gleichen Atemzug zu betonen, der muslimische Glauben hätte hier keine Tradition.

Und das zu einem Feiertag zum Gedenken an Jesus Christus seinen Tod!

Aber halt! Toleranz und Nächstenliebe soll man jedem Menschen entgegenbringen. Also ich wohl auch den Herren der CDU. Na gut. Dann halt nur ein Ratschlag an diese Menschen. Reden Sie doch bitte mal mit einem Priester Ihrer Religion, was er zu den Aussagen, in diesem Zusammenhang hält. Danke.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zentralrat-der-muslime-fordert-gesetzliche-islamische-feiertage-a-891385.html

http://islam.de/22113

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/9413/hunger-gefallt-mir-nicht

Auf ein Neues, 2013, oder auch warum eigentlich 2013?

Frohes Neues!

Hat es die Welt mal wieder geschafft, die Jahreszahl im gregorianischen Kalender zu erhöhen. Was? Achso, ja, ok, die Menschen dieser Welt haben das geschafft. „Der Welt“ selbst ist die Jahreszahl wahrscheinlich völlig egal, solange man mit „Der Welt“ nicht so ein komisches Print-Erzeugnis meint.

Tatsächlich „passiert“ ist natürlich nix, die Erdachse existiert noch, auch unser Sonnensystem schaut recht stabil aus, die Ozon-Schicht gibt es auch noch, und  keiner meiner Bekannten hat sich beim Jahreswechsel eine Verletzung Aufgrund unsachgemäßem Feierns zugezogen. Ich auch nicht, man könnte sagen, ja auch ich bin gut gerutscht :D.

Aber, nun haben wir ein neues Jahr, und vor allem hatten wir wieder den Monatsersten. Bemerkenswert finde ich, dass das Wort „Kalender“ auf das lateinische Calendarium (Schuldbuch) zurückgeht. Der Kalender enthielt neben den „Kalenden“ (der Erste eines jeden Monats) auch die  NonenIden und Terminalien. Mit der Kalenderreform des Gaius Iulius Caesar wurde der römische Kalender vom julianischen Kalender abgelöst, der dann wiederum vom gregorianischen.

Was also genau feiert man dann beim Erhöhen der Jahres-Anzahl? In unserem Breitengraden eigentlich das Vertreiben der bösen Geister. So zu Mindestens hatte es mir meine Mutter erklärt, als ich recht jung fragte, warum denn an Silvester Feuerwerk verwendet wird. Natürlich hatte ich diese Frage damals nicht in diesem Wortlaut gestellt, mir geht es nur darum, dass dieses Brauchtum anscheinend nicht von der christlichen Kirche komplett verhindert/verboten werden konnte, sondern sich bis in die heutige Zeit hält.

Natürlich wurde seitens der christlichen Kirche vieles versucht, um alle „ursprüngliche“ Gründe für den Feiertag in Misskredit zu bringen, und auch mit neuen Gründen dem Feiertag einen neuen Sinn zu geben, was der christlichen Kirche bei fast allen Jahresfesten auch gelungen ist. Das es dieses Brauchtum aber anscheinend gegen den Willen der christlichen Kirche bis heute geschafft hat zu „überleben“ freut mich. So findet man selbst bei Wikipedia zur Erklärung von Silvester diesen Abschnitt:

Das Feuerwerk sollte in animistischen Glauben früher „böse Geister“ vertreiben und drückt heute auch Vorfreude auf das neue Jahr aus.

Aber so unterschiedlich die Brauchtümer sind, mit denen das neue Jahr begrüsst wird, so unterschiedlich sind auch die Bestimmung des eigentlichen Zeitpunktes. In allen Kulturen (auch denen mit Mondkalendern) finden sich nämlich Hinweise dass das nachvollziehbare Ereignis der Wintersonnenwende etwas mit dem Jahreswechsel zu tun hat. Allerdings ist die Bestimmung der Solstitien deutlich schwieriger als die Bestimmung der Mondphase, aus diesem Grund haben sich wahrscheinlich die Mondkalender recht lange gehalten. Den ersten Sonnenkalender hatten wohl die Mayas, „bei uns“ dauerte das etwas länger, richtig, Kollege Cäsar machte das mit seiner Kalenderreform, die griechische Variante war da wohl einfach zu kompliziert, obwohl ich darüber echt froh bin. 2013 klingt einfach besser als „Jahr 8 als Merkel Archon war“.

Somit ist für mich Silvester zwar weniger wichtig als die Wintersonnenwende, ich freue mich aber jedes mal wenn mit Krach (Feuerwerk macht das ja auch) ein Brauchtum gepflegt wird, welches aufzeigt, dass selbst übermächtig erscheinende Gruppierungen nicht alles gleichbügeln können :).

In diesem revolutionären Geiste euch ein friedliches Jahr 2013.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kalendersysteme