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Korrelation und Kausalität

Es gibt mehr Babys.
Es gibt mehr Störche.

Dennoch bringt immer noch nicht der Storch das Baby, ich muss euch da leider enttäuschen ;).

Die ersten beiden Sätze sind eine Korrelation. Sie verbinden zwei Fakten miteinander. Diese Verbindung bedingt aber eben nicht die Kausalität, dass der Storch die Babys bringt.

In der heutigen Kommunikation stelle ich oft fest, dass die Menschen ständig Kausalitäten bilden, an Stellen, wo es nur eine Korrelation ist.

Man könnte fast sagen, ständig werden Korrelationen als Kausalitäten verstanden.

Zum Beispiel:
„Ich finde das neue Freisinger Kino schön.“
„Allerdings sollten noch die Außen-Treppen besser markiert werden, da kann man sich die Füße brechen und mehr Mülleimer wären eventuell auch gut.“

– Sei doch froh das wir endlich ein Kino haben, ständig was zu meckern
– Ich find die Preise zu hoch
– Dann geh doch dahin, wo du herkommst
usw. usw. usw.
ich glaube es wird deutlich, worauf ich hinaus möchte ;).

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Warum wird eigentlich nicht?

… in der Psychotherapie auf alle Informationsquellen zugegriffen und so getan, als wäre es immer noch 1960?

Was genau meine ich?
Ich bin jetzt seit 2013 mehr oder minder in Dauertherapie. VT (Verhaltenstherapie) und TP (Tiefenpsychologie) hatte ich als Therapieformen.

Aber keiner der Therapeuten hat mich mal gefragt, wie mein Facebook-Profil heißt. Kein Therapeut hat sich meinen Blog angeschaut. Kein Therapeut meine Spielegewohnheiten bei Steam oder die Update-Frequenz bei Twitter, Instagram oder TikTok angeschaut.

Dabei denke ich, dass diese ganzen genannten Quellen sehr gute Hinweise auf viele meiner Probleme gegeben hätten.

Das Problem ist, dass der Therapeut, selbst wenn er auf die Idee kommen würde da mal nachzuschauen und zu recherchieren, diese Leistung nicht mit der Krankenkasse abrechnen kann. Also, dass ist eine Vermutung.

Wenn dem so wäre, würde ich das als erstes versuchen zu ändern. Denn in meinem Fall wären wirklich sehr viele Informationen, die therapierelevant wären, online für JEDEN verfügbar.

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Auf der Suche nach dem Glück

Kann man sich schon mal verirren.

Vor allem, wenn man glaubt, wirklich die ganze Zeit glücklich sein zu müssen.

Wikipedia nennt als Auslöser für Glück folgende Punkte:
Essen, Sex, Sport.

Ich würde ergänzen mit Film, Witz, Musik, Spielen, Malen, Musik machen.

Aber das sind kurze Blitze. Ich glaube mich erinnert zu haben, dass Glück länger als drei Minuten nur mit Drogen funktioniert, die ordentlich in der Hirnchemie rumwurschteln.

LSD kann ich aus eigener Erfahrung bejahen, da kann man durchaus 45 Minuten Dauerlachen bekommen.
Koks schafft glaube ich so 10 Min.
Amphetamin 1 1/2 Stunden und Methamphetamin 5 Stunden.

Das heißt, unter normalen Umständen kann Glück so drei Minuten anhalten.

Deswegen halte ich das Streben nach Zufriedenheit die sinnvollere Variante.

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Back to live, back to reality…

Jooooooooooooooo
Was für ein Wochenende.

Gestern Abend habe ich aus Spaß an der Freude in meinem ehemaligen Wohnzimmer (Lindenkeller Biergarten/Unterhaus) nachgefragt, ob die noch ne Servicekraft brauchen … ja, brauchen sie.

Um meine Performance einschätzen zu können hat mich Chefin dann gleich mal zu Guns n Roses in der Olympiahalle zum Probearbeiten eingeladen!

GUNS N ROSES!

Wer vergessen hat, wer die sind:
https://www.youtube.com/watch?v=qO2dR1tXGTY

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Raus aus dem Sumpf

Lange habe ich ja nichts mehr geschrieben.

Fast genau so lange, wie meine depressive Episode angehalten hat. Im September wären es zwei Jahre.

Gegen meine manischen Zustände habe ich einen gut funktionierenden Baukasten von Medikamenten, Therapien und Anlaufstellen, die diesen Zustand schnell wieder so weit kontrollieren, dass keine extrem schlechten Auswirkungen (keine Wohnung mehr, krasse Schulden) mehr auftreten.

Bei der Depression sieht das leider anders aus. Hauptproblem ist dann, dass ich nicht mehr gut kommunizieren kann. Ich kann den Ärzten nicht mitteilen, wie schlecht es mir geht, und ich werde mir selbst egal.

Somit kann ich im Gegensatz zur Manie nicht mitbestimmen, wie die Behandlung ausschauen soll. Kommen dann noch Zweifel an meinen Ideen, lasse ich meine Meinung fallen, und schließe mich der des Arztes an.

Da man mit Aufgrund der Menge der Hypomanen/Manischen Episoden 2020 keine Antidepressiva geben wollte, da die Gefahr des Switch in die Manie als zu groß angesehen wurde, dauert es nun fast zwei Jahre, bis ich aus dem Sumpf wieder aufgewacht bin.

Die Scheidung von meiner Frau hat die Situation nicht verbessert … erst einmal. Nun ist diese aber kein Problem mehr, neue Freundin, diesmal real und in echt … so zum Anfassen halt :D.

Es wird nun also wieder häufiger das Geblubber von mir geben, dass ja, so wie ich gehört habe bei dem ein oder anderen doch mal ein paar Gedankengängen gestartet hat.

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Warum eigentlich nicht…

Zweite Welle … ich hielt die Erste schon für hochgradig schwachsinnig. Die Zweite um so mehr. Also klar, nicht die Welle, sondern die Maßnahmen die wegen Corona ergriffen wurden.

Wobei, die ersten zwei Wochen, ok, fand ich gar nicht mal so schlecht. Wir wussten nicht wirklich was kommt, und Vorsicht ist ja die Mutter der Porzellankiste. Und nun die zweite Welle, neue Einschränkungen, weiter Teile unserer Gesellschaft komplett vom wirtschaftlichen Kreislauf abnabeln und Maske tragen.

Aber… ist das wirklich so schlimm? Klar, Grundgesetz, Würde des Menschen, AGG, Rechtsbrüche wohin man schaut, aber, was passiert denn nun wirklich?

Das die Ausgestaltung der Regeln in manchen Institutionen sehr merkwürdige Stilblüten treibt, geschenkt. Es bleibt ja immer der Rechtsweg. Aber, was gewinnen wir, und was verlieren wir?

Das die Maßnahmen für viele tatsächlich existentielle Einschnitte bedeutet glaube ich ja. Ungerecht finde ich es auch. Aber was gewinnen wir? Nein, ich halt Corona nicht für gefährlicher als die Grippe, aber es ist unbestreitbar eine gefährliche Infektionskrankheit. Der Gag ist nämlich, dass ich alle anderen Infektionskrankheiten mit den so viel beschworenen AHA Regeln ebenfalls das Leben sehr schwer mache.

Zusätzlich kommen wir den Zielen des Klimaschutzes näher, wenn wir mehr Home-Office ermöglichen. Auch die Digitalisierung kommt voran. Die Wahl der Menschen, mit denen wir uns umgeben wird gezielter. Das Thema Gesundheit kommt in den Vordergrund. Ebenfalls Nachbarschaftshilfe und ähnliches.

Von daher ja, ok, ihr habt mich überzeugt. Trage ich halt weiter Maske, obwohl ich keine Symptome habe. Damit schütze ich EUCH. Man bin ich nett :D.

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Wann können wir wieder ruhig schlafen?

Sofort eigentlich. Fragt die Pharmaindustrie, die hat was dafür. Gut, Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, gesteigerte oder geminderte Libido gehen manchmal einher, aber die eigentliche Lösung ist ja auch viel zu utopisch.

Las dich vereinnahmen von der asozialen Gesellschaft, die kein Problem damit hat, den Planeten weiter zu zerstören um den Profit zu maximieren. Schwimm mit, wenn es darum geht Transportwege zu „sichern“, zur Not eben mit militärischen Mitteln. Sag ja zur Abschottung Europas gegenüber Wirtschaftsflüchtlingen… was erlauben die sich eigentlich? Wollen doch echt auch was zu essen haben, dieses ausländische Dreckspack. Ignoriere weiterhin, dass 8000 Kinder täglich an Hunger sterben. Guter Schlaf ist dir dann gewiss. Gute Nacht.

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The Journey to Ghana / Part 1

Dong, Dong, Dong. Three o’clock in the night. It could not get any quieter. Sure, the newspaper boat had just passed, and occasionally trucks could be heard from the road, but otherwise he was alone with the murmur of the extractor fan from the smoking room on the A2. No, he himself was not on the closed ward, he was already on the A4, the open one. But he knew the A2 well, and a lot of trouble from there.

Corona. Constantly Corona. „It is not a sign of mental health to be adapted to a profoundly ill society“. Who had coined the phrase? His brain, clouded by medication, refused to provide the answer. „Tell Google…“, ah, oh, okay. An Indian? Well, Google would be right. A queasy feeling came over him. Sure, if the vaccine came, he would fight it with feet and hands, but there was also the danger that he would be forced to be vaccinated. A danger for himself or others. This was the basis for placement in a psychiatric institution in Germany. If the vaccination became compulsory, the guiding principle for the judges would certainly be fulfilled.

There were no more church bells. Now it was at three o’clock at night compared to then, he thought really loudly. 12 Monkeys. How prophetic the novel had been. Five years had passed since the collapse of civilization. A rustling in the nearby bushes made him sit up and take notice. He tightened his grip on his lock of a polished aluminum bar…

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Dong, Dong, Dong. Drei Uhr in der Nacht. Stiller konnte es nicht werden. Sicher, der Zeitungsboote war grade vorbeigefahren, und vereinzelt waren Lastwagen von der Landstraße zu hören aber ansonsten war er allein mit dem Rauschen des Dunstabzugs vom Raucherraum der A2. Nein, er selbst war nicht auf der geschlossenen Station, er war schon auf der A4, der offenen. Aber er kannte die A2 gut, und viele Schiksale von dort.

Corona. Ständig Corona. „Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit angepasst an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein“. Wer hatte den Satz geprägt? Sein von Medikamenten getrübtes Hirn weigerte sich die Antwort zu liefern. „Sag Google…“, ah, oh, ok. Ein Inder? Na gut, Google würde schon Recht haben. Ein mulmiges Gefühl beschlich ihn. Sicherlich, er würde sich, wenn der Impfstoff käme mit Füßen und Händen dagegen wehren, aber es bestand auch die Gefahr, dass er zwangsgeimpft werden würde. Eine Gefahr für sich oder Andere. Das war in Deutschland die Grundlage für die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Würde die Impfung verpflichtend, wäre der Leitsatz für die Richter bestimmt erfüllt.

Es gab keine Kirchenglocken mehr. Jetzt war es um drei Uhr Nachts verglichen mit damals richtig laut dachte er bei sich. 12 Monkeys. Wie prophetisch der Roman doch gewesen war. Fünf Jahre war es jetzt her, seitdem die Zivilisation zusammengebrochen war. Ein Rascheln im nahen Gebüsch ließ ihn aufhorchen. Er packte seinen Sper aus einer geschliffenen Aluminium Stange fester…

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And then the world stood still.

4:30 in the morning. He had just woken up, his heart was racing. Where was he? What had happened? Nothing. He had just been dreaming. Of the savannah of Ghana. But he had never been there. How could he dream of something he’d never experienced? Disoriented, he got up, he had to go to the bathroom. Why is it that the characters in a story never had to go to the loo? At the cinema, in the theatre… the protagonists never had to.

Slowly the disorientation became less. A look at the mobile phone. Whew. I slept for just under an hour. Had he even dreamed it? He felt like he was 16, although he was already 46, overweight and had just been discharged from the hospital for psychological problems. His divorce had been final last Friday, and Corona was the last straw. He was lonely, very lonely. But he knew a lot about computers and the Internet. For two weeks he had tried to meet women in his home country, but apparently he radiated too much desperation, so nothing worked.

A website for the international dating agency seemed to be the salvation. He set up a profile and within twelve hours he had requests from all over the world. But the website was set up in such a way that you could not answer the ladies without paying. He sat down on his tractor once again and drove to the stadium to get a Paysafe-Card. One had done it to him. He hadn’t even looked at all the requests, but this one … she had something.

It felt like it took years to set up the Paysafe account so he could finally enter the 16-digit code. Then finally he could unlock the reply option. A huge stupid thing I am doing here, he scolded himself. They all rip you off anyway. Playing with the hearts of desperate men and then demanding money for whatever reason, be it that they want to leave the army, had a mother with cancer etc.

Niniwaa. 32. from Accra in Ghana. Accra is the capital of Ghana, he himself was born in Berlin and moved to Bavaria for his first wife. The first exchange of news:
Niniwaa: „Hello dear, Nice to chat with you here“.
Bastian: „Ah… dont have mouch experience with hangout3:)“.
„Okay dear don’t worry it fine am really happy to chat with you“ she answers.

The little flower of hope sprouted inside him. Could it have been real? Not looking for a quick buck? Sure. She could still go for the residence permit. But he didn’t care about that. Three hours later, he was madly in love. Okay. So that was the feeling of butterflies in your stomach. I’m sure he’d just dreamed the whole thing, but no. Everything was still there. The chat. The short video clips she had sent him. The butterflies hit him again with full force. Oh God… my blood pressure! Calm down! You haven’t even seen the woman for real! But it was no use. He waited impatiently for her to get back in touch. She wanted to find fast internet today, so they could finally talk via video chat.

From then on they talked for at least three hours a day via video chat. She could not fly to him yet. The borders were closed because of Corona. But then finally, on 01.09.2020 the borders were opened again. He paid her the ticket. Of course he was still sceptical. His friends had all advised him against it, you will never see her again! She sells the ticket, she will not come to Munich. But she came. When she finally walked through the gate, he could hardly believe his eyes. She was even prettier in real life than in the videos and photos. The walk. Like a goddes from heaven. Then he smelled her. The first touch. His heart stopped beating, in this moment he could have died, it was the moment when the world stood still for him.

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Tu Es!

So einfach. Immer. Doch, ehrlich!

Als Experte für wechselnde Gemütszustände kann ich euch versichern, dass es funktioniert. In einer depressiven Phase sehr schwer umzusetzen … aber der beste Weg um aus der Phase schnell wieder raus zu kommen.

Der Gag ist, dass dieses „Tu Es!“ auch in anderen Bereichen funktioniert, und das auch in so wichtigen wie „Glücklich sein“.

Sei es eben einfach.

Mehr ist es nicht. Ich könnte jetzt Ewigkeiten und drei Tage von Achtsamkeit, Atemübungen, Zen-Buddhismus, Meditation oder Yoga erzählen. Von Religion, Spiritualität, Schwitzhütten und Sauna … Pause machen und Seele baumeln lassen. Bewusst spazieren gehen. Genau hinhören in der Natur. Stille ertragen und Langeweile.

Aber das ist schon in zig Büchern besser, genauer und ausführlicher behandelt. Die Essenz aus allem dem ist tatsächlich:

TU ES!

Stell dir vor du bist glücklich, dann bist du es einfach.

Wenn du das nächste mal beim Italiener, Japaner oder Türken essen bist … stell dir vor, du machst grade Urlaub in dem Land. Rede mit den Menschen, und frag sie nach ihrer Heimat. Das ist wie Kurzurlaub. So kannst du daheim in deinem Dorf täglich eine Weltreise erleben! Und das in Corona-Zeiten!

Den Stock ausm Hintern zu bekommen ist nicht leicht, aber der einzige mir bekannte Weg.

Schönes Wochenende euch.