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Wie war denn das? / Teil 01

Die Reihe soll meinen Werdegang beschreiben, wie und wann ich mit meiner Krankheit gelebt habe … also ein Erfahrungsbericht von der Jugend bis heute.

Den ersten Kontakt mit psychiatrischer Betreuung hatte ich schon mit zehn. Mein damaliges Problem war, dass ich schon mit fünf lesen konnte, und damals auch schon recht fit war, was das Kommunikationstechnische anging. Die andere Kinder konnte sich dagegen nur mit physischen Aktionen wehren, und so war ich in meiner frühen Schulzeit wohl das, was man so unter „Prügelknabe“ versteht.

Aus dem Grund hatte ich schon mit zehn einen Schulpsychologen und einen Sozialarbeiter. Hat nicht so wirklich geholfen. Auch in der Oberstufe hatte ich noch eine weile mit Anfeindungen zu kämpfen, dass änderte sich erst, als Iman Özgül sich meiner annahm. Iman war zur damaligen Zeit amtierender deutscher Junioren-Meister im Shotokan-Karate … da ich in ner Ganztagsschule war, hatten wir zur Mittagszeit immer mindestens eine Stunde Pause, die wir dann zum Training nutzten .. mit 13 war ich dann auch in der Schülerzeitung aktiv, und seitdem war das mit den Anfeindungen Geschichte.

Abgeschlossen habe ich meine Schulzeit dann mit dem erweiterten Hauptschulabschluss, hier in Bayern nennt sich das „Quali“. Meine Mutter wollte, dass ich weiter zur Schule gehe … ich hatte andere Pläne … 1990 schrieb ich eine Bewerbung, hatte dann ein Vorstellungsgespräch … und dann eben auch einen Ausbildungsvertrag … Kaufmann im EH, Fachrichtung Computer und Büroelektronik.

Seit meinem sechsten Lebensjahr machte ich nämlich dank Nachbarsjungen schon mit Computern rum. Ich konnte erst BASIC (mit acht) und dann Englisch ;). Aber das vertiefen wir dann in Teil 2.