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Die Stunde der Wiedergutmachung

Jetzt können wir es der Welt zeigen.

Jetzt können wir der Welt helfen.

Jetzt kann unsere Stunde schlagen.

Nicht in dem wir erobern. Nicht in dem wir ein Imperium werden. Sondern damit, dass wir wirklich helfen. Mit Geld, mit Taten, mit Wissen, mit Angeboten an Hilfe. Das goldene Zeitalter ist zum Greifen nah. Lasst uns zugreifen.

[UPDATE Ostersonntag 12.04.2020 01:40]
Die oben geschriebenen Zeilen entstanden aus dem Bettchen direkt nach der Rede unseres Bundespräsidenten.

Auf FB habe ich noch folgende Antwort an einen meiner FB-Buddys geschrieben:
Also ich empfand die Rede halt als Wasser auf meine Mühlsteine, er kommt zu den gleichen Schlüssen wie ich, was die positiven Aspekte der Krise anbelangt.

Gestern ausm Bettchen noch mit dem aufgeblasenem Schlaufernsprecher, neudeutsch Tablet folgendes postuliert:

https://blog.acidsaris.de/2020/04/die-stunde-der-wiedergutmachung/

Klar, hat so nen bisschen was von „Seit 08:32 wird zurückgeforscht“, ist aber eben meiner Schulbildung geschuldet, in der wir wirklich jedes Jahr Auswirkungen der NS-Zeit, WIR! sind Schuld, WIR! sind schlecht, Stell dich in die Ecke und schäm dich … naja, verstehst bestimmt schon auf was ich hinaus will. Mach das mal in ner Klasse mit 80% Ausländeranteil jedes Jahr mit .

Und jetzt habe ich eben das Gefühl das von „uns Deutschen“ mit der gleichen Akribie, der gleichen Sorgfalt, ja fast schon fanatisch anmutenden Präzision statt „das Böse“ nun „das Gute“ von uns ausgehen kann.

Müssen wer nur aufpassen das wir nicht übers Ziel hinaus schießen, sondern auch darauf achten, dass dem, dem wir helfen möchten das Gesicht wahren lassen und endlich auch mal andere Kulturen respektieren und nicht wieder ein Alleinstellungsrecht fordern weil wir die Weisheit mit Löffel konsumiert haben.

Aber ich habe eben das Gefühl, dass wir uns JETZT endlich für das was wir der Welt angetan haben nachhaltig Entschuldigen können. Reparation in Form von Wiedergutmachung.

Last uns eben die Millionen Toten die wir verursacht haben nun retten! Damit fällt für mich das Trauma meiner Schulzeit ab. Ein extrem befreiendes Gefühl .