Kategorien
Allgemein

Jesus von Nazareth, der Meister der Pull-Kommunikation

Was? Ein Text über Jesus? Hast du echt nichts besseres zu tun? Nein, gerade nicht. War jetzt eine Stunde mit dem Hund draußen, bin über den Lindenkeller“berg“ gelaufen und bin gut am Schnaufen. 140 KG+ fordern eben ihren Tribut.

Ich war mit Latschen draußen.

„Jesus war ein guter Mann, der hatte immer Latschen an…“

Aha! Du Spinner hältst dich für Jesus!

Äh nein, meine erste akute Erkrankung hatte zur Folge, dass ich mich für den heiligen Geist hielt. Den fand ich cooler. So der Superman unter den virtuellen Freunden.

Dieser heilige Geist kann einen nämlich „beseelen“ … aber das nur am Rande.

Was meine ich jetzt mit Pull-Kommunikation. Ich weiß nicht mal, ob es das schon gibt, oder ob ich hier ein neues Wort kreiert habe, meinen tue ich damit, dass man eben nicht versucht den Anderen zu „pushen“, ihm also die eigenen Gedankenwelt aufzudrängen, sondern das man erst einmal eine Basis zur gemeinsamen Kommunikation schaft.

Und das tat Jesus wohl immer wieder mit seinen Gleichnissen. Er sagte nicht „so und so musst du handeln damit du XYZ erreichst“ … also … nicht oft oder? Er sprach viel öfter in Gleichnissen, die den Anderen dazu verleiten sollten selbst zu überlegen. Damit dieser zu einer Erkenntnis kommen konnte. Eine viel einprägsamere Geschichte als wenn ich dich umföhne!

Ich habe das Gefühl in einer Zeit zu leben, in der jeder versucht den anderen umzuföhnen! Angefangen von den Medien, über den Politikern, eigentlich ALLE! JEDER! Zu jederzeit! Die Aufmerksamkeitsspanne reicht für die 130 Twitterzeichen, und oftmals nicht einmal das. Wir urteilen in Sekundenbruchteilen, weil wir alle das Gefühl haben, dass man das von uns erwartet. Weil Zeit ist Geld, und Geld ist kostbar!

Geld ist ein Scheiß :D. Es ist eine Idee. Es ist die Idee, dass ich für das Geld etwas kaufen kann. Wenn jetzt der Bäcker Morgen aber beschließt das er die bunt tätowierte Baumleiche nicht mehr mag, bekomme ich kein Brot. Versuch mal dem 50 Euro Schein eine Schippe in die Hand zu drücken, und sag ihm, er soll ein Loch buddeln.

Geld ist geschenktes Vertrauen. Das Vertrauen darauf, dass es funktioniert. Und das tut es auch. Es ist praktisch. Ich muss nicht mehr zwei Hühner gegen ein Paar Schuhe tauschen. Es reduziert aber auch in meinen Augen die kommunikativen und sozialen Fähigkeiten. Es vereinfacht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Vielleicht muss wirklich jemand wieder in den Tempel und die Händler rausschmeißen. Ich glaube man braucht dazu heute keine Peitsche mehr! Wir haben uns ja weiterentwickelt, und ich glaube an den Gewaltverzicht.

Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Jesus wagen in Form der Art und Weise, wie wir miteinander sprechen. Vielleicht gelingt dann die Quadratur des Kreises oder kurz, der Weltfrieden.

Morgen steht er wieder auf! Ich trage heute schon mein Oster-T-Shirt: „Gamers dont die, they just respawn!“.

Jesus hatte halt einen drei Tage Lag zum Respawn. Ist das jetzt respektlos? Vielleicht verstehen manche das so. Ich halte es nur für zeitgenössisch formuliert.

Eben in der Sprache, in der ich lebe. Weil … in welcher Zeit lebte Jesus? Was hat er denn wirklich gesagt? Wie hat er es gesagt? Ob er bei bestimmten Aussagen die Augenbrauen hob? Zuckte er mit den Achseln? Verzog er das Gesicht? Alles Informationen die nicht überliefert sind. Ich fände Sie aber unheimlich spannend zu klären. Natürlich kann man das nicht. Warum Zeitmaschinen nicht funktionieren können hat Harald Lesch super allgemeinverständlich präsentiert:
https://www.youtube.com/watch?v=h5numuNTtnE

Also kann man sich nur „Gedanken“ dazu machen. Man könnte das als Zeitverschwendung betrachten. Aber. Zeit haben wir aktuell Dank des Corona-Lockdowns.

Mit der Körpersprache könnten Aussagen von Jesus ganz anders gemeint gewesen sein, als wir diese heute interpretieren. Ich behaupte nicht Recht zu haben. Ich stelle diese These einfach mal in den Raum.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir mit den Kirchen die Aufgabe, die Aussagen zu interpretieren an Andere abgeschoben haben. Die haben das dann ja studiert. Theologie. Aber. Jesus ist für alle da. Meiner Meinung nach fordert er JEDEN! auf, sich Gedanken zu machen, nicht, sich Gedanken machen zu lassen.

Wo lassen Sie denken? ;).