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Der Choleriker in mir …

ist vorhanden. Gar keine Frage. Ich habe ihn nur normalerweise sehr gut im Griff, wenn es mir gut geht.

Anstrengend wird es, wenn ich schlecht schlafe und ich mit einem Blutdruck von 210 zu 130 aufwache. Dann bekomme ich mich nur sehr schwer wieder in den Griff, mit Atemübungen und Yoga komme ich so auf 180 zu 110 Blutdruck.

Richtig gut helfen tut schwimmen / tauchen. Damit droppe ich unmittelbar auf 120 zu 80.

Nun bin ich aktuell auf der A4 in der KBO Taufkirchen, und die letzten drei Tage waren sehr anstrengend. Freitag und Samstag konnte ich cholerische Anfälle nicht zu 100% vermeiden. Das lag unter anderem daran, dass ich sowohl Freitag als auch Samstag nur drei Stunden verteilt über die Nacht geschlafen habe und mit Blutdruck indizierter Migräne aufgewacht bin. Am Samstag Morgen hatte mir meine oberschlaue Oberärztin dann sogar das Summatriptan wieder gestrichen so das ich einmal richtig eskalierte. Der Schlag ging auf die Wand in unserem Stations-Fahrstuhl, die nun eine kleine Beule hat.

Des Weiteren wollte ich mich gestern dann entlassen lassen, die Bereitschaftsärztin konnte mir das dann noch einmal ausreden, und als Fr. Hess (Pflege) sich gestern eine halbe Stunde Zeit nahm mit mir zu reden habe ich noch einmal nachgedacht.

Ich bin immer noch der Meinung, dass mein eingeschlagener Weg, eine Langzeit-Sucht-Therapie anzustreben der richtige Weg für mich ist. Schließlich ist das Craving nach Amphetamin oder LSD seit ich keine Medikamente mehr nehme von Tag zu Tag stärker, und auch mein Alkoholkonsum ist aktuell nicht ohne (ca. fünf Bier über den Tag verteilt).

Ich denke aber nun, dass ich MIT der Station A4 eine Lösung finden kann, und sei es, dass ich am Montag auf die A5 (Sucht offen) verlegt werde.

Aber bitte denkt dran, im Umgang mit mir … eigentlich bin ich Choleriker wie mein Großvater Väterlicherseits, und an schlechten Tagen kann man mich zum Explodieren bringen.