Raus aus dem Sumpf


Lange habe ich ja nichts mehr geschrieben.

Fast genau so lange, wie meine depressive Episode angehalten hat. Im September wären es zwei Jahre.

Gegen meine manischen Zustände habe ich einen gut funktionierenden Baukasten von Medikamenten, Therapien und Anlaufstellen, die diesen Zustand schnell wieder so weit kontrollieren, dass keine extrem schlechten Auswirkungen (keine Wohnung mehr, krasse Schulden) mehr auftreten.

Bei der Depression sieht das leider anders aus. Hauptproblem ist dann, dass ich nicht mehr gut kommunizieren kann. Ich kann den Ärzten nicht mitteilen, wie schlecht es mir geht, und ich werde mir selbst egal.

Somit kann ich im Gegensatz zur Manie nicht mitbestimmen, wie die Behandlung ausschauen soll. Kommen dann noch Zweifel an meinen Ideen, lasse ich meine Meinung fallen, und schließe mich der des Arztes an.

Da man mit Aufgrund der Menge der Hypomanen/Manischen Episoden 2020 keine Antidepressiva geben wollte, da die Gefahr des Switch in die Manie als zu groß angesehen wurde, dauert es nun fast zwei Jahre, bis ich aus dem Sumpf wieder aufgewacht bin.

Die Scheidung von meiner Frau hat die Situation nicht verbessert … erst einmal. Nun ist diese aber kein Problem mehr, neue Freundin, diesmal real und in echt … so zum Anfassen halt :D.

Es wird nun also wieder häufiger das Geblubber von mir geben, dass ja, so wie ich gehört habe bei dem ein oder anderen doch mal ein paar Gedankengängen gestartet hat.