Gott braucht es nicht…


… immer. Oder bei Jedem. Manche verstehen Konzepte wie „Du sollst nicht töten“ auch dann als gutes Konzept, wenn es Gott nicht gibt.

Die Idee Gott ist aber hilfreich in Situationen wo Menschen verzweifelt sind. Verzweifelt sind Menschen oft in Notsituationen, wo sie Kriegen oder den Folgen von Naturkatastrophen ausgesetzt sind.

Natürlich ist im Namen der Religion viel schlechtes passiert. Im Namen des Brotes und des Wassers aber auch. Trotzdem nehme ich Beides noch zu mir. Warum ist es so schwer für Menschen, zu akzeptieren, dass die Religionen für manche Menschen überlebensnotwendige Hilfen bieten können? Und nicht verstehen möchten, dass wenn man diese Menschen beleidigt, weil man Sachen sagt wie: „Ja, danke, ne, Religion, ist nix für mich, ich denke lieber selbst“?

Es ist eben keine Kausalität wenn ich sage: „Ich glaube an Gott“, dass ich das Kopftuch super finde. Oder die Idee der unbefleckten Empfängnis. Oder die Idee der Unversehrtheit der Frau (Jungfräulichkeit). Oder eben das Denken einstelle, und statt dessen Ideologien hinterher renne, die nur zum Machterhalt des damals herrschenden Klerus dienten.

Ich kann tatsächlich Beides. Also an Gott glauben UND denken. An Gott glauben, wenn ich ihn brauche. Brauchen tue ich ihn dann, wenn ich mal wieder alle Menschen um mich herum mit meinen Fragen genervt habe, und keiner mehr mit mir reden will. Weil, ich mache etwas ganz ganz schlimmes. Ich mache das, was ich sage.

ACTA NON VERBA.

Sollte es mal einen Grabstein geben von mir, hätte ich das gerne auf dem stehen.