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Wie war den das? / Teil 5

Nach den ersten elf Monaten Psychiatrie ging ich wieder arbeiten. In der Tat bin ich schon einen Monat lang aus der Klinik nach dem Hamburger Modell wieder arbeiten gegangen. LEA Berlin, KFZ-Zulassungsstelle.

Das waren täglich fast zwei Stunden Fahrt … einfach. Aber gut, nach dem Monat hatte ich dann auch meine erste Wohnung. Aber … die nächste Phase bahnte sich schon an, und als ein Kumpel mir das Angebot machte, im Osten auf ein noch nicht fertig gestelltes Hotel aufzupassen sagte ich ja.

Ich ließ mich wieder krankschreiben und zog nach Lohof … das ist in der Nähe von Zerbst (Magdeburg). Nach zwei Monaten war die Episode auch wieder vorbei, da im Hotel eingebrochen, und ich übel zusammengeschlagen wurde.

Aufenthalt Nr. Zwei in der NKS …. diesmal nur sechs Monate. Den Job hatte ich auch nicht mehr, und diesmal wurde auch betreutes Einzelwohnen beantragt. Ca. ein einhalb Jahre eierte ich so rum, nächste Phase, diesmal aber nur drei Monate Aufenthalt in der NKS.

Dort lernte ich dann auch meine erste feste Freundin kennen, die Beziehung hielt fünf Jahre. Leider ging es ihr immer schlechter, je besser es mir ging.

1999 fing ich dann wieder an zu arbeiten, diesmal bei der iConnect e-commerce solutions GmbH … zum Zeitpunkt meines Arbeitsbeginns noch iConnect GbR …. aber da von das nächste mal mehr.

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Wie war denn das? / Teil 4

Tja … leider hat Corona meine Reihe unterbrochen. Aber machen wir nun weiter. Im letzten Teil beschrieb ich ja, wie ich von zu Hause rausflog.

Natürlich kümmerte ich mich nicht um eine Wohnung. Hatte ja genügend Kumpels, bei denen ich übernachten konnte. Aber irgendwann war auch das ausgelutscht.

Zum Glück gab es damals noch das Tacheles, und den Hinterhof davon, auf dem Spiral-Tribe bei seinem Durchzug durch Europa den ein oder anderen Bauwagen hatte stehen lassen. Einen davon schnappte ich mir.

Interessanterweise hatte ich innerhalb von zwei drei Wochen wirklich alles, was man so zum Leben brauchte …. Selbst ein Bett, Bettdecke, Laken und ähnliches bekam ich über Spenden zusammen. Die Sanitären Anlagen vom Tacheles konnte ich nutzen, so das auch Duschen möglich war.

Zu Essen bekam ich auch, allein wenn man Morgens (04:00) beim Bäcker einfach mal fragte, ob man die Kuchen Ränder von den Blechen haben konnte kam man mit ner Tüte und zwei Kilo Kuchenrand zurück. Ansonsten war Aufgrund der Touristendichte auch das altbekannte „haste mal ne Mark“ echt simpel.

Man könnte also sagen, mir ging es gut … bis darauf, dass ich damals meinen ersten starken manischen Schub bekam. Und der war echt heftig. Über viele Umwege landete ich dann in der NKS (Nerven Klinik Spandau) und es brauchte elf Monate, bis ich wieder „in der Spur“ war.

Davon dann das nächste mal mehr.

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Wuff

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Kommunikations-Strategien

Das Thema ist schon ziemlich alt. In der heutigen Zeit findet man fast nur noch (zu mindestens die Google-Suche lässt das vermuten) etwas dazu, wenn es im Geschäftsumfeld genutzt wird.

Dabei ist „Propaganda“ eben auch eine Kommunikationsstrategie.

Des Weiteren scheinen sich viele Menschen nur dann damit zu beschäftigen, wenn sie aus einer Diskussion „ausbrechen“ möchten, weil ihnen die Argumente ausgehen, oder sich einfach überfahren fühlen.

Manche wählen dann die Strategie der Taube (dem Vogel), die einfach alle Schachfiguren umschmeißt und aufs Spielbrett kackt.

Manche schaffen einen Schritt weiter und schaffen es zu kommunizieren, dass es ihnen jetzt zu viel ist.

Wiederum andere versuchen dann maximal Emotional zu triggern, um den anderen zum schreien oder ähnliches zu bewegen.

Das sind aber alles sogenannte „destruktive Kommunikationsstrategien“.

In der ganzen Corona-Zeit habe ich eine (ja, genau EINE) sinnvolle Kommunikations-Strategie dazugelernt, die des „Talking Stick“ (Redestab).

Diese Art der Kommunikation konnte ich bisher noch nicht ausprobieren, obwohl … falsch … in den 90er Jahren bei meiner Familien-Therapie (bin ja schon lange psychisch krank) hatten wir ein Redekissen .. stimmt .. ja, so haben „wir“ das weitergeführt.

Zwar nicht mit den gleichen Regeln; also das mit dem Wiederholen finde ich ja bahnbrechend … ja .. genau, Wikipedia-Artikel lesen, ich gehe davon aus, dass wenn ihr an dieser Stelle im Text seid, dass ihr den Wikipedia-Artikel schon gelesen habt. Aber zu mindestens im Ansatz kommts hin …

Das waren meine paar Cents dazu, den Rest könnt ihr hier lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikationspolitik

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Kaufe nicht beim Juden …

so hieß das früher im dunkelsten Zeitalter unserer deutschen Geschichte.

Die Überschrift ist übelster Click-Bait, dass ist mir durchaus bewusst, aber das Thema ist mir eben auch extrem wichtig.

Kauft bitte nicht bei Amazon. Nicht weil die irgendwas irgendwie glauben, sondern einfach aus dem Grund, dass die alles handeln, und jedem Kleinen das Geschäft kaputt machen. Support your local Dealer. Auch wenn er das gewünschte eventuell nicht unmittelbar „da“ hat, auch wenn es den ein oder anderen Euro mehr kostet … Kauft lokal!

Weil ich möchte auch noch in zwanzig Jahren eine Innenstadt haben, wo es Geschäfte, auch Buchläden usw. gibt, die einen Besuch der Innenstadt attraktiv machen … weil nur Fresschenbuden, so schön die auch sein mögen … ne, dass reicht dann nicht.

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-24-april-2020-100.html
https://www.zdf.de/comedy/heute-show/what-the-fakt-coronavirus-covid19-donald-trump-usa-pandemie-102.html#xtor=CS5-50

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Es war einmal ein Coroni

… der versetze die ganze Menschheit in Angst und Schrecken.

Coroni war sehr klein, so klein, dass man ihn mit bloßem Auge gar nicht sehen konnte. Dafür war Coroni aber extrem stark. Es gab ganz ganz viele von ihnen.

Und immer wenn Coroni von einem Menschen zum anderen Menschen weiterging, wurden sie immer mehr.

Das versetzte die Königin derart in Angst, dass sie ihren Untertanen verbot das Haus zu verlassen. Auch verbot sie fast allen Alchemisten über Coroni auch nur zu sprechen. Nur ihre Hofalchemisten durften sich zu Coroni äußern, und das taten sie dann jeden Tag.

Jeden Tag musste ein Marktschreier auf dem Marktplatz die Zahlen verkünden, wie viele Menschen Coroni schon besucht hatten, und wie viele den Besuch von Coroni mit ihrem Dahinscheiden bezahlen mussten.

Coroni war natürlich gar nicht darauf aus, dass die Menschen verstarben, denn damit verringerte sich die Möglichkeit weitere Menschen zu besuchen, aber manchmal übertrieb es Coroni mit ihrer Freude, endlich wieder einen neuen Menschen besucht zu haben.

Die Hofalchemisten nutzt täglich ihren Abakus, um die Zahl der verstorbenen zusammen zu rechnen. Sie vergaßen dabei aber die Zahl der Menschen, bei denen Coroni schon zu Besuch gewesen, und bei denen gar nix schlimmes passiert war wieder abzuziehen.

Die Untertanen der Königin glaubten diesen Zahlen natürlich, schließlich kamen diese von den Hofalchemisten, und die, ja die, da konnte man sich sicher sein, verzählten sich nie!

Aber die anderen Alchemisten, die ja gar nicht über Coroni sprechen durften heckten einen Plan aus. Sie würden einfach Nachts, wenn die Stadwächter ihre Patrouillen machten, Plakate an den Mausern befestigen.

Thomas war einer diese Alchemisten, und von ihm soll diese Geschichte handeln.

In einer dieser Nächte, wo sie zu zweit die Plakate an den Wänden befestigten, Thomas Freund Bastian half ihm dabei, konnten sie so viele Plakate kleben, dass sie gar keine mehr hatten. Daraufhin besorgten Sie sich einfach Farbe und Pinsel, und fingen an, an den Mauern des Königspalastes ihre eigenen Zahlen zu schreiben, und die Forderung, dass auch sie, also die anderen Alchemisten endlich über Coroni reden durften.

Als die Königin am nächsten Tag von den Schmierereien an ihrer Palastmauer aufmerksam gemacht worden war, soll sie einen Tobsuchtsanfall erlitten haben. Rasend vor Zorn befahl sie ihrer Stadtwache, dass nun noch viel mehr Wächter nachts patrouillieren.

Und so kam es natürlich wie es kommen musste. Thomas und Bastian wurden von der Stadtwache bei frischer Tat, also genau in dem Moment, wo sie wieder an die Palastmauer schrieben erwischt.

Zur Verwunderung von Thomas und Bastian wurden sie nicht verhaftet. Nein, die Stadtwächter halfen ihnen sogar, weil sie bei einem Satz einen Buchstaben vergessen hatten.

Und so war natürlich die Königin am nächsten Tag noch wütender, und lies die Stadtmauern dicht machen. Sie befahl auch, alles Papier und Pappe und alle Pinsel und Farbeimer einzusammeln.

Doch auch das funktionierte nicht, weil Thomas und Bastian die Farbeimer sehr gut versteckt hatten. Wenn die Wächter mal in die Nähe der Farbeimer und Pinsel kamen wurde einfach über die Tunnel, die es unter der Stadt gab, die Sachen einfach zu einem Freund von Thomas und Bastian gebracht.

Die Königin wurde immer wütender. Und sie verbat daraufhin alle Musik in ihrer Stadt. Die Musiker wussten nun natürlich gar nicht mehr, wie sie etwas verdienen könnten, um sich etwas zu essen zu kaufen.

Die Musiker wollten sich das nicht gefallen lassen. Nur weil der Palast der Königin bemalt wurde, musste doch nicht die Musik verboten werden. Daher spielten sie ganz laut vor den Palastmauern.

Das macht die Königin noch viel viel wütender, und sie verbat allen, auch nur irgendwas zu machen. Alle mussten zu Hause bleiben, nur wer sich etwas zu Essen kaufen wollte, der durfte auf den Markt, und die Händler, die Gemüse, Fleisch, Fisch, Brot und Butter anboten durften ihre Waren verkaufen. Allen anderen war dies aber untersagt.

Und so kam es, dass sich eines Nachts fast die halbe Stadt vor den Palastmauern versammelte und lautstark protestierte.

Die Königin aber soll daraufhin gesagt haben: „Ja wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie gefälligst Kuchen essen“ …

Coroni aber hatte keine Lust mehr bei den Menschen zu bleiben. Das Wetter wurde nämlich immer besser, denn es war Frühling und Coroni langweilte sich nur noch bei den Menschen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, so führten Thomas und Bastian noch ein fröhliches und langes Leben.

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Danke, dass ich so sein darf wie ich bin.

Folgenden Personen, ob lebend oder bereits verstorben möchte ich auf diesem Wege meinen Dank aussprechen:

Meiner Mutter Evelin Juran
Meinem leiblichen Vater Andreas Kreitz
Dieter Juran, meinem Stiefvater
Meinem Bruder Thorsten Juran
Meiner Schwester Juliane Kreitz jetzt? Grade Mutter geworden, und ich damit Onkel :D.
Meiner Frau! Tine Stephanie Adam-Kreitz
Dem Vater meiner Frau Pr. Dr. Jürgen Adam
Den Brüdern meiner Frau und deren Frauen, Simon und Till Adam
Der Mutter meiner Frau, Marita Adam

Meinen Lehrern:
Ulrich Lantzsch
Frau Backe (Grundschullehrerin)
Frau Bauchi (Grundschullehrerin) (vermutlich falsch geschrieben)
Meinem Religionslehrer in der Friedensburg.-Oberschule
Dem Sport-Lehrer des Waldschul-Gymnasiums
Maikel Muschert
Meinem Englischlehrer in der Friedensburg-Oberschule, der auch mein Interesse für Journalismus und Fotographie förderte
Stefan Hinz
Christoph Puppe

Meinen Freunden, hervorheben möchte ich hier nur ein paar
Jürgen Witzmann
Kai Kröker
Ulrisch Lantzsch
Markus Kupper und seiner Schwester
Maikel Muschert
Philipp Lachner
Richy Kehr
Tobias Kubo
Reinhard Savarino
Lena Peschke
Sven Kreuzer

Meinen Sensais
Imam Özgür (vermutlich falsch geschrieben, deutscher Junioren Meister im Shotokan Karate 1987 und Mitschüler an der Friedensburg-Oberschule)
Friedeman Böhme
Sven Gerstendörfer
Marie-Luise Weber
Maximilian Gleixner

und den vielen Denkern vor meiner und zu meiner Zeit, denen ich meine Gedanken verdanke.

Hervorheben möchte ich
Jacques Mayol 
Luc Besson 
die mein Interesse für das Apnoe-Tauchen geweckt haben!

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Die Stunde der Wiedergutmachung

Jetzt können wir es der Welt zeigen.

Jetzt können wir der Welt helfen.

Jetzt kann unsere Stunde schlagen.

Nicht in dem wir erobern. Nicht in dem wir ein Imperium werden. Sondern damit, dass wir wirklich helfen. Mit Geld, mit Taten, mit Wissen, mit Angeboten an Hilfe. Das goldene Zeitalter ist zum Greifen nah. Lasst uns zugreifen.

[UPDATE Ostersonntag 12.04.2020 01:40]
Die oben geschriebenen Zeilen entstanden aus dem Bettchen direkt nach der Rede unseres Bundespräsidenten.

Auf FB habe ich noch folgende Antwort an einen meiner FB-Buddys geschrieben:
Also ich empfand die Rede halt als Wasser auf meine Mühlsteine, er kommt zu den gleichen Schlüssen wie ich, was die positiven Aspekte der Krise anbelangt.

Gestern ausm Bettchen noch mit dem aufgeblasenem Schlaufernsprecher, neudeutsch Tablet folgendes postuliert:

https://blog.acidsaris.de/2020/04/die-stunde-der-wiedergutmachung/

Klar, hat so nen bisschen was von „Seit 08:32 wird zurückgeforscht“, ist aber eben meiner Schulbildung geschuldet, in der wir wirklich jedes Jahr Auswirkungen der NS-Zeit, WIR! sind Schuld, WIR! sind schlecht, Stell dich in die Ecke und schäm dich … naja, verstehst bestimmt schon auf was ich hinaus will. Mach das mal in ner Klasse mit 80% Ausländeranteil jedes Jahr mit .

Und jetzt habe ich eben das Gefühl das von „uns Deutschen“ mit der gleichen Akribie, der gleichen Sorgfalt, ja fast schon fanatisch anmutenden Präzision statt „das Böse“ nun „das Gute“ von uns ausgehen kann.

Müssen wer nur aufpassen das wir nicht übers Ziel hinaus schießen, sondern auch darauf achten, dass dem, dem wir helfen möchten das Gesicht wahren lassen und endlich auch mal andere Kulturen respektieren und nicht wieder ein Alleinstellungsrecht fordern weil wir die Weisheit mit Löffel konsumiert haben.

Aber ich habe eben das Gefühl, dass wir uns JETZT endlich für das was wir der Welt angetan haben nachhaltig Entschuldigen können. Reparation in Form von Wiedergutmachung.

Last uns eben die Millionen Toten die wir verursacht haben nun retten! Damit fällt für mich das Trauma meiner Schulzeit ab. Ein extrem befreiendes Gefühl .

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Jesus von Nazareth, der Meister der Pull-Kommunikation

Was? Ein Text über Jesus? Hast du echt nichts besseres zu tun? Nein, gerade nicht. War jetzt eine Stunde mit dem Hund draußen, bin über den Lindenkeller“berg“ gelaufen und bin gut am Schnaufen. 140 KG+ fordern eben ihren Tribut.

Ich war mit Latschen draußen.

„Jesus war ein guter Mann, der hatte immer Latschen an…“

Aha! Du Spinner hältst dich für Jesus!

Äh nein, meine erste akute Erkrankung hatte zur Folge, dass ich mich für den heiligen Geist hielt. Den fand ich cooler. So der Superman unter den virtuellen Freunden.

Dieser heilige Geist kann einen nämlich „beseelen“ … aber das nur am Rande.

Was meine ich jetzt mit Pull-Kommunikation. Ich weiß nicht mal, ob es das schon gibt, oder ob ich hier ein neues Wort kreiert habe, meinen tue ich damit, dass man eben nicht versucht den Anderen zu „pushen“, ihm also die eigenen Gedankenwelt aufzudrängen, sondern das man erst einmal eine Basis zur gemeinsamen Kommunikation schaft.

Und das tat Jesus wohl immer wieder mit seinen Gleichnissen. Er sagte nicht „so und so musst du handeln damit du XYZ erreichst“ … also … nicht oft oder? Er sprach viel öfter in Gleichnissen, die den Anderen dazu verleiten sollten selbst zu überlegen. Damit dieser zu einer Erkenntnis kommen konnte. Eine viel einprägsamere Geschichte als wenn ich dich umföhne!

Ich habe das Gefühl in einer Zeit zu leben, in der jeder versucht den anderen umzuföhnen! Angefangen von den Medien, über den Politikern, eigentlich ALLE! JEDER! Zu jederzeit! Die Aufmerksamkeitsspanne reicht für die 130 Twitterzeichen, und oftmals nicht einmal das. Wir urteilen in Sekundenbruchteilen, weil wir alle das Gefühl haben, dass man das von uns erwartet. Weil Zeit ist Geld, und Geld ist kostbar!

Geld ist ein Scheiß :D. Es ist eine Idee. Es ist die Idee, dass ich für das Geld etwas kaufen kann. Wenn jetzt der Bäcker Morgen aber beschließt das er die bunt tätowierte Baumleiche nicht mehr mag, bekomme ich kein Brot. Versuch mal dem 50 Euro Schein eine Schippe in die Hand zu drücken, und sag ihm, er soll ein Loch buddeln.

Geld ist geschenktes Vertrauen. Das Vertrauen darauf, dass es funktioniert. Und das tut es auch. Es ist praktisch. Ich muss nicht mehr zwei Hühner gegen ein Paar Schuhe tauschen. Es reduziert aber auch in meinen Augen die kommunikativen und sozialen Fähigkeiten. Es vereinfacht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Vielleicht muss wirklich jemand wieder in den Tempel und die Händler rausschmeißen. Ich glaube man braucht dazu heute keine Peitsche mehr! Wir haben uns ja weiterentwickelt, und ich glaube an den Gewaltverzicht.

Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Jesus wagen in Form der Art und Weise, wie wir miteinander sprechen. Vielleicht gelingt dann die Quadratur des Kreises oder kurz, der Weltfrieden.

Morgen steht er wieder auf! Ich trage heute schon mein Oster-T-Shirt: „Gamers dont die, they just respawn!“.

Jesus hatte halt einen drei Tage Lag zum Respawn. Ist das jetzt respektlos? Vielleicht verstehen manche das so. Ich halte es nur für zeitgenössisch formuliert.

Eben in der Sprache, in der ich lebe. Weil … in welcher Zeit lebte Jesus? Was hat er denn wirklich gesagt? Wie hat er es gesagt? Ob er bei bestimmten Aussagen die Augenbrauen hob? Zuckte er mit den Achseln? Verzog er das Gesicht? Alles Informationen die nicht überliefert sind. Ich fände Sie aber unheimlich spannend zu klären. Natürlich kann man das nicht. Warum Zeitmaschinen nicht funktionieren können hat Harald Lesch super allgemeinverständlich präsentiert:
https://www.youtube.com/watch?v=h5numuNTtnE

Also kann man sich nur „Gedanken“ dazu machen. Man könnte das als Zeitverschwendung betrachten. Aber. Zeit haben wir aktuell Dank des Corona-Lockdowns.

Mit der Körpersprache könnten Aussagen von Jesus ganz anders gemeint gewesen sein, als wir diese heute interpretieren. Ich behaupte nicht Recht zu haben. Ich stelle diese These einfach mal in den Raum.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir mit den Kirchen die Aufgabe, die Aussagen zu interpretieren an Andere abgeschoben haben. Die haben das dann ja studiert. Theologie. Aber. Jesus ist für alle da. Meiner Meinung nach fordert er JEDEN! auf, sich Gedanken zu machen, nicht, sich Gedanken machen zu lassen.

Wo lassen Sie denken? ;).

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Die Mitmachkrise

So, dass wars :D.

Natürlich, die Ausgangsbeschränkungen gelten noch, manche Landesväter schießen aktuell noch weit über das Ziel hinaus, und die Grundfeste unserer Demokratie scheint in Gefahr.

Aber der Drops ist gelutscht, der Adler ist gelandet, Elvis has left the building.

Aktuell scheint alles noch furchtbar, schlimm, aufbegehrenswert!

Atmen Sie. Durch die Nase ein, durch den Mund aus. Wiederholen Sie das drei mal!

Es ist vorbei! Die Stimme der Vernunft ist wieder zu hören. Und! Sie war nie weg.

Ich halte die Reaktion unserer Kanzlerin, Dr. Angelika Merkel für einmalig in der Geschichte! Ich vermute das Söder sie dazu überreden konnte, alle anderen Bedenken über Bord zu werfen, und entgegen aller geltenden Gesetze zu HANDELN!

Das Corona-Virus Covid19 IST! gefährlich. Es hat eine unschöne Eigenschaft. Man kann Überträger sein, ohne sich selbst krank zu fühlen. Für ein Virus ein sehr sinnvolle, für uns Menschen dann eben eine sehr sehr gefährliche Strategie. Auch ist unbestreitbar, dass Covid19 schwere Verläufe produzieren KANN! ABER! Der Prozentsatz der schweren Verläufe, die Mortalität und die Letalität sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht so dramatisch wie befürchtet, WENN! einfachste Grundlagen der Hygiene, wie sie Robert Koch aufgestellt hat beachtet werden!

Auch haben wir mit den Ausgangsbeschränkungen die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Wissenschaft und die Politik ZEIT! hatten. Details an der Methodik des RKI kann man, in meinen Augen muss man diskutieren. Aber nicht zwingend JETZT!

JETZT ist die Information, dass die Krise vorbei ist, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind die entscheidende. Sie gibt Hoffnung, sie ist wichtig für unsere psychische Gesundheit, und sie gibt mir Kraft mich weiter in Geduld zu üben.

Verstehen Sie das bitte nicht falsch! Ich halte es weiterhin für gegeben, dass wir ABSTAND HALTEN!. Ich halte es weiterhin für gegeben, dass wenn wir uns krank fühlen daheim bleiben, und wenn wir wirklich unbedingt raus müssen, weil uns kein Nachbar helfen kann, DANN! mit MUNDSCHUTZ!

Waschen Sie weiterhin Ihre Hände, wenn möglich desinfizieren Sie diese auch mal ab und an. Letzteres ist nicht zwingend notwendig, aber es schadet keinem.

Weil das macht diese Krise in meinen Augen so einzigartig. JEDER! konnte und hat am Gelingen der Überwindung mitgearbeitet! Neben den unbestreitbaren negativen Effekten, die der Lockdown verursacht hat überwiegen in meinen Augen die Positiven.

Wir haben Menschenleben gerettet. Die Politik hat sich die Vorgabe, Menschenleben NICHT! für den Markt zu riskieren, sondern die Gesundheit und das Wohlergehen der Bevölkerung an vorderster Stelle zu sehen auf die Fahnen geschrieben.

Es ist aber, so denke ich auch, jetzt die Zeit die Ausgangsbeschränkungen zu lockern. Frau Merkel, haben Sie auch vertrauen in Ihre Bevölkerung! Wir haben jetzt über zwei Wochen lang gelernt richtig mit dem Virus umzugehen. Lassen Sie uns wieder raus zum Spielen ;).

Ich habe nichts geleistet. Ich habe mir die letzten sieben Tage extrem intensiv einen Kopf gemacht, fast Tag und Nacht im Internetverbracht, gelesen, zugehört, zugeschaut. Ich habe vielleicht ein bisschen früher den „AHA-Effekt“ gehabt. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin eben ein denkender Mensch. Streitbar, ängstlich, pedantisch, irre. Das letzte habe ich schriftlich ;).

Hier findet ihr noch meine Dankesrede an Frau Merkel auf Youtube von gestern Abend:
https://www.youtube.com/watch?v=eRUVRIuzX-U